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Bihars Pilzproduktion steigt binnen elf Jahren von 60 auf 42.190 Tonnen

Bihars Pilzproduktion ist von 60 Tonnen im Wirtschaftsjahr 2013/14 auf 42.190 Tonnen gestiegen, wie aus einem von Jagran zitierten Bericht des Indian Council of Agricultural Research hervorgeht. Der Ausbau erhöht den Bedarf an Verarbeitung, Kühlketten und Marktzugang, während der Bundesstaat zugleich die Makhana-Produktion ausweiten will.

Bihars Pilzproduktion steigt binnen elf Jahren von 60 auf 42.190 Tonnen

Pilzproduktion wächst in hohem Tempo

Bihars Pilzproduktion ist innerhalb von elf Jahren von 60 Tonnen im Wirtschaftsjahr 2013/14 auf 42.190 Tonnen gestiegen. Jagran berichtet unter Berufung auf einen aktuellen Bericht des Indian Council of Agricultural Research, dass Bihar zum größten Pilzproduzenten Indiens aufgestiegen ist und diese Position seit 2022 hält.

Auf Bihar entfallen inzwischen 12,02 % der indischen Pilzproduktion, gegenüber 10,82 % im Jahr 2020. Indien liegt bei der weltweiten Erzeugung auf Rang vier, exportiert bislang jedoch nur geringe Mengen. Das Wachstum in Bihar beruht daher vor allem auf dem Inlandsverbrauch und der Ausbreitung kleinbetrieblicher Erzeugung, nicht auf der Auslandsnachfrage.

Niedrige Einstiegskosten fördern die Diversifizierung

Der Pilzanbau benötigt weder fruchtbare Ackerflächen noch ein bestimmtes Freilandklima. Erzeuger können Pilze mit Stroh, Kompost und Brut auf Regalen in Hütten oder geschlossenen Räumen anbauen. Der vergleichsweise geringe Aufwand macht die Produktion für einkommensschwache Haushalte zugänglich und ermöglicht Landwirten ein zusätzliches Geschäft ohne den Erwerb größerer Flächen.

Jagran beschreibt den Pilzanbau als kostengünstige Quelle für Einkommen und Ernährung sowie als wirtschaftliche Chance für Frauen. Das Modell ist in einem dicht besiedelten Bundesstaat besonders relevant, weil knappe Flächen und begrenztes Kapital die konventionelle Landwirtschaft einschränken. Der Innenanbau kann ländlichen Haushalten zudem außerhalb der wichtigsten Feldbausaison zusätzliche Beschäftigung bieten.

Das schnelle Produktionswachstum schafft allerdings neue Vermarktungsprobleme. Frische Pilze sind leicht verderblich und benötigen eine verlässliche Erfassung, Kühlung, Beförderung und Vermarktung. Jagran zufolge könnten eine bessere Verarbeitungsinfrastruktur und stärkere Marktanbindungen den Beitrag der Branche zu Bihars Wirtschaft erhöhen. Getrocknete, konservierte oder anderweitig verarbeitete Erzeugnisse würden die Haltbarkeit verlängern und den Absatzradius vergrößern.

Makhana folgt einem anderen Wachstumsmodell

Bihar ist auch ein führender Erzeuger von Makhana, den Samen der Stachelseerose. Nach Angaben von Jagran produziert Indien 80 % der weltweiten Menge, während Bihar 80 % der indischen Produktion liefert. Einen ähnlich hohen Anteil hat der Bundesstaat an Indiens Makhana-Exporten, auch wenn der größte Teil weiterhin im Inland verbraucht wird. Mithila Makhana erhielt 2022 eine geschützte geografische Angabe, was Markenbildung und Exportaussichten verbessert hat.

Anders als Pilze wird Makhana hauptsächlich in Teichen und vernässten Gebieten erzeugt. Die Produktion erfordert viel Arbeit, Fachwissen und Kapital. Die Erzeugung könnte sich ihrem gegenwärtigen Höchststand nähern, doch Bihar will die Anbaufläche bis 2030 auf 70.000 Hektar erweitern. Pilze bieten dagegen mehr Raum für zusätzliche Mengen, weil der Anbau dezentral in geschlossenen Räumen erfolgen kann.

Jagran zitiert Marktdaten, nach denen der indische Pilzmarkt 2024 einen Wert von rund 11.992 Crore Rupien hatte und bis 2030 bei einem Wachstum von 12,84 % auf 24.753 Crore Rupien steigen soll. Die veröffentlichten Makhana-Zahlen sind hingegen in sich widersprüchlich: Für 2025 werden 92.900 Crore Rupien und für 2034 nur 19.950 Crore Rupien genannt, gleichzeitig aber eine durchschnittliche Wachstumsrate von 8,85 %. Die Pilzdaten zeigen dennoch, dass künftig eher die Verarbeitungs- und Vertriebskapazität als der Anbau selbst Bihars Wachstum begrenzen dürfte.

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