Belarus wird zweitgrößter Markt für russische fermentierte Milchprodukte
Russische Molkereien verkauften in den ersten sieben Monaten des Berichtszeitraums Buttermilch, Joghurt und Kefir im Wert von rund 9 Millionen $ nach Belarus. Damit lag Belarus unter den Abnehmern hinter Kasachstan auf Rang zwei; insgesamt exportierte Russland rund 41.000 Tonnen.
Belarus rückt auf den zweiten Platz vor
Belarus war in den ersten sieben Monaten des Berichtszeitraums der zweitgrößte ausländische Abnehmer russischer Buttermilch, Joghurts und Kefirs. Das berichtete Belmarket unter Berufung auf Daten von Agroexport. Russische Molkereien setzten mit diesen fermentierten Milchprodukten auf dem belarussischen Markt rund 9 Millionen $ um.
Kasachstan blieb mit Käufen im Wert von 22 Millionen $ das führende Zielland. Der Importwert lag damit mehr als doppelt so hoch wie in Belarus. Der regionale Markt konzentriert sich folglich weiterhin auf einen dominierenden Käufer, auch wenn Belarus für russische Lieferanten an Bedeutung gewinnt.
Zentralasiatische Märkte prägen die Rangliste
Tadschikistan belegte mit Käufen von mehr als 7 Millionen $ den dritten Platz. Dahinter folgten Usbekistan mit rund 7 Millionen $ und Aserbaidschan mit etwa 6 Millionen $. Zusammen mit Kasachstan und Belarus bildeten sie die fünf größten gemeldeten Auslandsmärkte für russische Buttermilch, Joghurts und Kefir.
Die Rangliste unterstreicht die Bedeutung nahe gelegener eurasischer Absatzmärkte für Produkte, die kontrollierte Lagerbedingungen und eine vergleichsweise schnelle Distribution benötigen. Die Quelle nennt weder Lieferungen einzelner Unternehmen noch die Anteile der jeweiligen Produkte oder Veränderungen der Käufe nach Zielland. Daher lässt sich nicht bestimmen, ob Belarus seinen Rang vor allem Joghurt, Kefir oder Buttermilch verdankt.
Russlands Exporterlöse steigen um 10 %
Russland exportierte im betrachteten Zeitraum rund 41.000 Tonnen Buttermilch, Joghurts und Kefir im Wert von etwa 72 Millionen $. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum stiegen die Exporterlöse um 10 %. Eine vergleichbare Veränderung der physischen Menge wurde nicht angegeben.
Gemessen an den veröffentlichten Gesamtwerten entfiel auf Belarus ungefähr ein Achtel der russischen Exporterlöse in dieser Kategorie, auf Kasachstan fast ein Drittel. Die fünf genannten Märkte erlösten zusammen etwa 51 Millionen $ oder mehr, da für Tadschikistan nur ein Mindestwert genannt wurde. Damit war ein großer Teil des Geschäfts auf wenige Zielländer konzentriert.
Aus den Zahlen ergibt sich ein durchschnittlicher Exportwert von rund 1.756 $ je Tonne. Dabei handelt es sich um einen errechneten Mittelwert und nicht um einen ausgewiesenen Marktpreis. Produktmix, Verpackung, Vertragsbedingungen und Transportkosten können den Wert beeinflussen. Ohne Mengenangaben je Zielland erlaubt er keinen Preisvergleich zwischen Belarus und Kasachstan.
Für russische Verarbeiter ist Belarus inzwischen ein bedeutender Absatzkanal in einer wachsenden Exportkategorie, während Kasachstan weiterhin den höchsten gemeldeten Umsatz liefert. Für belarussische Käufer zeigen die Daten ein beträchtliches Beschaffungsvolumen bei russischen Werken in einem Segment mit verbrauchsfertigen Waren und Produkten für Lebensmittelunternehmen. Eine Bewertung der Wettbewerbsfolgen würde Angaben zur belarussischen Produktion, zu Lieferantenanteilen und zu Importen aus anderen Herkunftsländern erfordern, die in der Quelle fehlen.