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Bäckereien stehen für 66 % der russischen Mehlnachfrage

Russlands Mehlverbrauch wird 2026 auf 10,15 Millionen Tonnen geschätzt, davon entfallen 66 % auf die Backindustrie. Süßwaren-, Teigwaren- und andere Lebensmittelhersteller bilden kleinere, aber höherwertige Segmente mit Bedarf an Spezialmehlen.

Bäckereien stehen für 66 % der russischen Mehlnachfrage

Backindustrie dominiert Menge und Wert

Russlands Mehlverbrauch wird 2026 auf 10,15 Millionen Tonnen geschätzt. Größter Abnehmer bleibt die Backindustrie. Nach Angaben von Zerno On-Line, die Sfera.fm zitiert, entfallen auf Bäckereien 66 % des mengenmäßigen Verbrauchs und 70,5 % des Marktwerts.

Der Unterschied zwischen beiden Anteilen zeigt, dass das an Bäckereien gelieferte Mehl im Durchschnitt einen höheren Wert als der Gesamtmarkt erreicht. Das Segment stellt die Grundnachfrage der Branche und nimmt rund zwei Drittel des gesamten Mehlverbrauchs im Land ab. Entwicklungen in der industriellen Brotherstellung wirken sich deshalb besonders stark auf die Auslastung und den Absatz der Mühlen aus.

Spezialmehle stützen höherwertige Segmente

Die Süßwarenindustrie steht für 17,5 % des Verbrauchsvolumens und 19,8 % des Marktwerts. Sie benötigt Rohstoffe mit eng definierten technischen Eigenschaften. Der Bericht nennt insbesondere Mehl mit einem Aschegehalt von höchstens 0,55 % und einem W-Wert von 180–240.

Diese Merkmale beeinflussen Rezeptur, Textur und gleichbleibende Qualität der Endprodukte. Zugleich schaffen sie einen Markt für differenzierte Mehle, der sich nicht allein nach Tonnage bewerten lässt. Mühlen, die strengere Qualitätsparameter erfüllen, erhalten Zugang zu einem Segment, dessen Wertanteil seinen Mengenanteil übertrifft.

Weitere 11,7 % des Verbrauchsvolumens entfallen auf Teigwaren- und andere Lebensmittelhersteller. Diese Käufer verlangen einen Proteingehalt von 12–14 % sowie eine hohe Widerstandsfähigkeit bei der Extrusion. Für Lieferanten von Industrierohstoffen werden damit Getreideauswahl, Mahlkontrolle und konstante Produkteigenschaften zu wichtigen Wettbewerbsfaktoren.

Wachstum im Einzelhandel hängt von Premiumprodukten ab

Einzelhandel und Haushalte stehen für rund 4,9 % des Mehlmarktes nach Menge. Obwohl dieser Anteil sinkt, sieht Sfera.fm durch Premiumisierung, einen breiteren Onlinevertrieb und den Ausbau von Eigenmarkensortimenten weiteres wertmäßiges Wachstumspotenzial.

Lieferanten, die in landesweite Handelsketten gelangen wollen, müssen zudem zusätzliche Vorgaben erfüllen. Dazu zählen ESG-Kennzeichnungen und Clean-Label-Konzepte ohne Verbesserungsmittel. Insgesamt bleibt die Struktur der russischen Mehlnachfrage relativ stabil. Die besseren Geschäftschancen verlagern sich von steigenden Mengen zu spezialisierten, margenstärkeren Produkten für Süßwaren, Teigwaren, andere Lebensmittel und den Premiumeinzelhandel. Für Hersteller und Verarbeiter gewinnen technische Leistung und belegbare Produkteigenschaften daher neben Preis und Liefersicherheit an Bedeutung.

Vollständige Marktanalyse

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