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In Agras Kühlhäusern liegen noch 2 Millionen Säcke Kartoffeln

Nach fünf Monaten langsamer Auslagerung befinden sich noch rund 80 % der Kartoffeln in 18 Kühlhäusern im Distrikt Agra. Die Preise sind auf 250–300 ₹ je Sack gefallen, während die neue Ernte in drei Monaten erwartet wird.

In Agras Kühlhäusern liegen noch 2 Millionen Säcke Kartoffeln

Nur 20–22 % der Bestände ausgelagert

Die Betreiber von Kühlhäusern im Distrikt Agra versuchen, große Kartoffelbestände vor dem Eintreffen der neuen Ernte abzubauen. Nach Angaben von Hindustan wurden ursprünglich etwa 2,5 Millionen Säcke in 18 Kühlhäuser eingelagert. In den vergangenen fünf Monaten sind jedoch nur 20–22 % der Kartoffeln ausgelagert worden. Damit befinden sich noch rund 80 % beziehungsweise etwa 2 Millionen Säcke in den Lagern.

Die Zahlen wurden bei einer Sitzung des regionalen Kühlhausverbandes vorgelegt. Dessen Vorsitzender Arun Maheshwari erklärte, bis zum Eintreffen der neuen Kartoffelernte blieben lediglich drei Monate. Werden die aktuellen Vorräte in dieser Zeit nicht geräumt, drohen den Betreibern erhebliche Verluste und fehlende Kapazitäten für die frisch geerntete Ware.

Niedrige Preise bremsen Verkäufe

Laut Hindustan sind die Kartoffelpreise an den Kühlhäusern auf 250–300 ₹ je Sack gefallen. Nach Aussage der Betreiber liegt dieses Niveau deutlich unter den Produktionskosten der Landwirte. Lagergebühren und der Transport zu den Großmärkten verursachen zusätzliche Ausgaben, sodass eine Auslagerung mit sofortigem Verkauf für die Erzeuger finanziell unattraktiv ist.

Die Bauern lassen ihre Kartoffeln deshalb im Lager und warten auf eine Preiserholung, erklärten Vertreter des Verbandes. Für den einzelnen Betrieb kann dies einen sofortigen Verlust vermeiden. Gleichzeitig verzögert sich der Bestandsabbau, und ein größerer Teil des Angebots konzentriert sich auf die kurze Zeit vor der neuen Ernte. Wenn viele Besitzer gleichzeitig verkaufen, könnten die verbleibenden Mengen die lokalen Preise weiter belasten.

Speise- und Pflanzkartoffeln unter Zeitdruck

Etwa 25 % der eingelagerten Kartoffeln werden üblicherweise als Pflanzgut verwendet, teilte der Verband mit. Da noch rund 80 % der ursprünglichen Menge in den Anlagen liegen, schätzen die Betreiber, dass Speisekartoffeln im Umfang von etwa 50 % der anfänglichen Einlagerung festsitzen. Diese Menge innerhalb von drei Monaten abzubauen, ist die zentrale Aufgabe für Landwirte, Händler und Lagerunternehmen.

Die Lage bringt unterschiedliche Risiken entlang der regionalen Lieferkette mit sich. Landwirte müssen zwischen einem Verkauf zu aktuellen Preisen und weiteren Lagerkosten in der Hoffnung auf eine Erholung wählen. Händler können günstigere Ware erhalten, doch eine konzentrierte Freigabe könnte die Preise weiter senken. Kühlhausbetreiber riskieren verspätete oder ausbleibende Zahlungen für die alte Ernte und müssen zugleich Platz für die nächste Einlagerung schaffen.

Uttar Pradesh bietet Entlastung an

Die Regierung von Uttar Pradesh hat als Reaktion auf die Belastung ein Hilfsprogramm aufgelegt, berichtete Hindustan. Landwirte können einen Nachlass von 100 ₹ je Doppelzentner auf die Lagerkosten sowie einen Zuschuss erhalten, der an die Differenz zwischen Marktpreis und Produktionskosten gekoppelt ist. Die Teilnahme setzt eine Online-Registrierung voraus.

Die Hilfe kann die laufenden Lagerkosten senken, garantiert aber keine schnellere Auslagerung. Das Tempo hängt weiterhin von den Verkaufsentscheidungen der Bauern, der Nachfrage nach Speise- und Pflanzkartoffeln sowie einer möglichen Preiserholung vor der neuen Ernte ab. Für die 18 betroffenen Anlagen in Agra ist der Bestandsumschlag in den kommenden drei Monaten entscheidend.

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