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Kartoffeln und Zwiebeln werden in Ägypten wegen knappen Angebots teurer

Der ägyptische Einzelhandelspreis für Kartoffeln stieg von rund 20 auf 30 EGP je Kilogramm, bei Zwiebeln von etwa 10 auf 30 EGP. Bauernvertreter Hussein Abu Saddam führt dies auf wieder geöffnete Exporte, die ausbleibende neue Ernte, knappe Bestände und das Verhalten einiger Händler zurück.

Kartoffeln und Zwiebeln werden in Ägypten wegen knappen Angebots teurer

Knapperes Angebot treibt die Einzelhandelspreise

In Ägypten sind Kartoffeln und Zwiebeln deutlich teurer geworden, nachdem die Exportkanäle in einer Phase ohne neue Ernte wieder geöffnet wurden. Hussein Abu Saddam, Vorsitzender der Allgemeinen Bauerngewerkschaft, sagte Masrawy, beide Faktoren hätten die für ägyptische Verbraucher verfügbaren Mengen reduziert und den Preisdruck erhöht.

Der Einzelhandelspreis für Kartoffeln stieg von etwa 20 auf 30 ägyptische Pfund je Kilogramm und damit um ungefähr die Hälfte. Zwiebeln verteuerten sich stärker, von rund 10 auf 30 Pfund je Kilogramm. Abu Saddam führte beide Entwicklungen auf die begrenzten Mengen in Märkten und Lagern zurück, da derzeit keine frische Ernte in die Lieferkette gelangt.

Engpass erreicht den Großhandel

Das geringere Angebot zeigt sich auch bei den Großhandelspreisen. Nach Angaben von Abu Saddam kostet eine Tonne Zwiebeln derzeit 14.000-16.000 ägyptische Pfund, Kartoffeln werden mit 16.000-18.000 Pfund je Tonne gehandelt. Der Preisdruck besteht somit bereits vor dem Einzelhandel, auch wenn weitere Handels- und Vertriebsstufen den Endpreis für Verbraucher zusätzlich beeinflussen.

Ägypten ist laut Abu Saddam derzeit auf Kartoffeln und Zwiebeln angewiesen, die bereits in Märkten und Lagern liegen, weil für beide Kulturen keine neue Ernte verfügbar ist. Gleichzeitig zieht die Wiederaufnahme der Exporte einen Teil dieser Mengen vom Binnenmarkt ab. Die höhere Nachfrage im Verhältnis zum gesunkenen lokalen Angebot wirkt sich daher unmittelbar auf die Preisbildung aus.

Für Erzeuger und Exporteure schafft die Öffnung des Außenhandels einen zusätzlichen Absatzweg für vorhandene Bestände. Inländische Großhändler, Einzelhändler und Verarbeiter müssen dagegen bis zum Eintreffen neuer Ware stärker um das begrenzte Angebot konkurrieren. Masrawy nannte weder Exportmengen und Zielmärkte noch den Zeitpunkt der nächsten Ernte oder die erwartete Dauer des aktuellen Engpasses.

Handelsspannen geraten in den Fokus

Abu Saddam erklärte außerdem, einige Händler nutzten das knappe Angebot aus und verstärkten damit den Preisanstieg, den letztlich die Verbraucher tragen. Der Einzelhandelspreis werde nicht allein durch den Erlös der Landwirte bestimmt. Kosten und Margen summierten sich, während Kartoffeln und Zwiebeln mehrere Handelsstufen bis zum Endkunden durchlaufen.

Der Abstand zwischen Groß- und Einzelhandelspreisen macht die Überwachung dieser Stufen besonders relevant. Ein direkter Vergleich ist nur eingeschränkt möglich, da die Großhandelspreise je Tonne und die Einzelhandelspreise je Kilogramm angegeben werden und Angaben zu Sortierung, Verpackung, Transport und Handhabung fehlen. Dennoch könne die Beobachtung der Marktbewegungen und verfügbaren Erntemengen laut Abu Saddam ungerechtfertigte Preissteigerungen begrenzen.

Die kurzfristige Marktentwicklung hängt davon ab, wie viel Ware noch lagert, wie intensiv Exporteure um diese Bestände konkurrieren und wann neue Ernten das Angebot erhöhen. Bis dahin müssen ägyptische Verbraucher und gewerbliche Käufer mit hohen Preisen für zwei stark gehandelte Nahrungspflanzen rechnen, während Erzeuger, Händler und Exporteure in einem von knappen Mengen geprägten Markt agieren.

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