Ägypten exportiert 200.000 Tonnen Lebensmittel in 166 Länder
Ägypten exportierte in der Berichtswoche 4.220 Lebensmittelsendungen mit insgesamt 200.000 Tonnen in 166 Länder. Süßkartoffeln und Erdbeeren führten ihre Kategorien an, während die USA wichtigster Zielmarkt waren.
Exporte umfassen rund 710 Lebensmittel
Ägypten exportierte in der Berichtswoche rund 4.220 Lebensmittelsendungen mit einem Gesamtvolumen von 200.000 Tonnen. Das geht aus Daten der nationalen Lebensmittelsicherheitsbehörde hervor, über die El Watan berichtete. Die Lieferungen von 1.450 Exporteuren erreichten 166 Länder und belegen die breite Kundenbasis ägyptischer Produzenten und Händler.
Die Sendungen umfassten rund 710 Produkte, darunter Gemüse und Knollen, Obst, Mehl und Getreideerzeugnisse, konservierte Obst- und Gemüsezubereitungen sowie weitere verarbeitete Lebensmittel. Der Wochenhandel beschränkte sich damit nicht auf Frischware, sondern schloss Mahl- und Verarbeitungserzeugnisse ein. Einen Exportwert nannte der offizielle Bericht nicht.
Süßkartoffeln und Erdbeeren führen Frischwaren an
Die Gemüseexporte umfassten 36 Produkte und insgesamt 50.000 Tonnen, ein Viertel des gemeldeten Lebensmittelexports. Süßkartoffeln lagen mit 17.000 Tonnen vorn, gefolgt von Zwiebeln mit 14.000 Tonnen und Kartoffeln mit 5.000 Tonnen. Zusammen kamen die drei Produkte auf 36.000 Tonnen beziehungsweise 72 % der Gemüsemenge.
Beim Obst wurden 28 Produkte und 30.000 Tonnen erfasst. Erdbeeren führten mit 12.000 Tonnen, vor Mangos mit 7.000 Tonnen und Granatäpfeln mit 5.000 Tonnen. Die drei wichtigsten Früchte stellten damit 24.000 Tonnen oder 80 % der Obstlieferungen. Gemüse und Obst kamen zusammen auf 80.000 Tonnen; weitere 120.000 Tonnen entfielen auf Mehl, Getreideprodukte, Konserven und andere Lebensmittel.
USA führen die breit gestreuten Zielmärkte an
Die USA waren in der Woche der wichtigste Zielmarkt für ägyptische Lebensmittelexporte. Es folgten Saudi-Arabien, Tunesien, Somalia und Sudan. Die Liste verbindet einen großen entfernten Markt mit regionalen Abnehmern am Golf sowie in Nord- und Ostafrika. Das verringert die Abhängigkeit von einzelnen Ländern, stellt Exporteure aber vor unterschiedliche Logistik- und Compliance-Anforderungen.
Safaga fertigte mit 741 die meisten ausgehenden Lebensmittelsendungen ab, gefolgt von Damietta mit 650 und Alexandria mit 567. Zusammen bearbeiteten die drei Häfen 1.958 Sendungen und damit rund 46 % des landesweiten Gesamtwerts. Die Behörde stellte außerdem 1.340 Ausfuhrgesundheitszeugnisse nach ihrem anerkannten Verfahren zur Lebensmittelsicherheit aus.
Kontrollen und Importe erhöhen den regulatorischen Aufwand
Die Behörden führten 740 Inspektionsbesuche bei für den Export bestimmten Agrarprodukten durch und erteilten 1.033 landwirtschaftliche Ausfuhrgenehmigungen für 833 Unternehmen. Hinzu kamen 79 Betriebsbewertungen und 40 Kontrollen in Packstationen und -zentren. Sieben Betriebe wurden registriert, fünf erfüllten die Anforderungen der Behörde, und über die Aufsicht der Packstationen kamen fünf weitere neue Registrierungen hinzu.
Ägypten erhielt zugleich 2.331 importierte Lebensmittelsendungen mit geschätzten 220.000 Tonnen aus 84 Ländern, eingeführt von 900 Unternehmen. Zu den wichtigsten Waren gehörten Sojabohnen, Weizen und verschiedene Öle. Die USA führten die Lieferantenliste an, gefolgt von Russland, Indonesien, der Ukraine und Indien. Die Importmenge lag um 20.000 Tonnen über den Exporten; wegen unterschiedlicher Warenkörbe und fehlender Wertangaben ist dies jedoch keine wertmäßige Handelsbilanz.