Ägypten exportiert 165.000 Tonnen Lebensmittel in einer Woche
Ägypten exportierte in der Berichtswoche 165.000 Tonnen Lebensmittel in rund 3.250 Sendungen, teilte die nationale Lebensmittelsicherheitsbehörde mit. Erdbeeren führten die Obstausfuhren an, Zwiebeln lagen bei Gemüse vorn.
Exporte erreichen 200 Märkte
Ägypten exportierte in der Berichtswoche rund 165.000 Tonnen Lebensmittel in etwa 3.250 Sendungen. Das geht aus einem Bericht der nationalen Lebensmittelsicherheitsbehörde hervor, den El Watan zitiert. Die Lieferungen wurden von 1.195 Exporteuren abgewickelt und erreichten 200 Länder. Damit geben die Zahlen einen breiten Einblick in den derzeitigen Lebensmittelhandel und den Umfang der ägyptischen Exportlogistik.
Die Sendungen umfassten rund 665 Produktkategorien, darunter Gemüse und Knollen, Obst, Mehl und Getreideprodukte, Obst- und Gemüsezubereitungen sowie weitere Lebensmittel. England war in dieser Woche das wichtigste Zielland, gefolgt von Sudan, Saudi-Arabien, Spanien und der Türkei. Mengen und Werte für die einzelnen Märkte veröffentlichte die Behörde nicht.
Erdbeeren und Zwiebeln führen bei Frischwaren
Die Obstausfuhren verteilten sich auf 36 Kategorien und erreichten insgesamt 30.000 Tonnen. Erdbeeren lagen mit 10.000 Tonnen an erster Stelle und stellten damit ein Drittel des gemeldeten Obstvolumens. Es folgten Zitrusfrüchte mit 7.000 Tonnen und Trauben mit 6.000 Tonnen. Zusammen entfielen auf diese drei Gruppen 23.000 Tonnen.
Die Gemüseexporte lagen mit 31.000 Tonnen in 39 Kategorien etwas höher. Zwiebeln führten mit 11.000 Tonnen, gefolgt von Kartoffeln mit 6.000 Tonnen und Süßkartoffeln mit 5.000 Tonnen. Frisches Obst und Gemüse kamen somit zusammen auf 61.000 Tonnen. Das übrige Exportvolumen entfiel auf andere Lebensmittelkategorien im Bericht der Behörde.
Safaga fertigt die meisten Exportsendungen ab
Der Hafen Safaga belegte mit 585 abgefertigten Lebensmittelexportsendungen den ersten Platz. Damietta folgte mit 505, Alexandria mit 471 Sendungen. Zusätzlich erteilte die Behörde 856 Genehmigungen für den Export landwirtschaftlicher Erzeugnisse an 692 Unternehmen. Nach eigenen Angaben stellte sie im Rahmen des zugelassenen Verfahrens außerdem 1.000 Exportgesundheitszertifikate aus.
Die Kontrolleure führten 599 Inspektionen von Agrarprodukten durch, die in Kairo, Gizeh, al-Minufiyya, al-Buhaira, asch-Scharqiyya, al-Qalyubiyya, al-Minya, al-Fayyum und Bani Suwaif für den Export vorbereitet wurden. Hinzu kamen 28 Kontrollmissionen an Stationen und Verpackungszentren. Die Fabrikaufsicht absolvierte 103 Bewertungsbesuche, registrierte sieben Betriebe und meldete, dass fünf weitere Einrichtungen die Anforderungen erfüllten. Im Kontrollverfahren für Stationen und Verpackungszentren wurden zudem vier neue Betriebe registriert.
Lebensmittelimporte übersteigen Exporte nach Menge
Im selben Zeitraum erhielt Ägypten laut El Watan 1.570 importierte Lebensmittelsendungen mit einem geschätzten Gesamtgewicht von 222.000 Tonnen. Die Waren wurden von 780 Unternehmen eingeführt und umfassten Sojabohnen, Weizen und verschiedene Öle. Die Vereinigten Staaten waren das wichtigste Ursprungsland, gefolgt von Russland, Indonesien, der Ukraine und Indien. Insgesamt lieferten 94 Länder Lebensmittel nach Ägypten.
Alexandria führte den Eingang mit 583 Sendungen an, vor dem Flughafen Kairo mit 281 und Port Said mit 215. Die Behörden gaben 957 Sendungen vorläufig unter Vorbehalt frei; 373 weitere durchliefen das beschleunigte Freigabesystem. Die Wochenzahlen zeigen, dass Ägyptens Lebensmittelversorgung zugleich bedeutende Agrarexporte und noch größere Importmengen bei Grundnahrungsmitteln und Rohstoffen bewältigt.