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Zuckerfabrik Malatya startet Kampagne 2026/27 mit 3.800 Tonnen Tageskapazität

Die Zuckerfabrik Malatya hat die Rübenannahme für die Saison 2026/27 begonnen und damit ihre 71. Kampagne eröffnet. Der TÜRKŞEKER-Standort kann täglich 3.800 Tonnen Zuckerrüben verarbeiten und bietet den Anbauern der Region einen wichtigen Absatzkanal.

Zuckerfabrik Malatya startet Kampagne 2026/27 mit 3.800 Tonnen Tageskapazität

Rübenannahme in Malatya beginnt

Die Zuckerfabrik Malatya hat ihre Beschaffungskampagne für Zuckerrüben der Saison 2026/27 eröffnet. Es ist die 71. Verarbeitungskampagne in der Geschichte des Werks. Nach Berichten von Malatya Güncel und Malatya’dan arbeitet der TÜRKŞEKER-Standort weiterhin mit einer Kapazität von 3.800 Tonnen Rüben pro Tag.

Der offizielle Start erfolgte bei einer Zeremonie am 3. September, im Jahr des 100-jährigen Bestehens der türkischen Zuckerindustrie. Teilgenommen haben TÜRKŞEKER-Vizegeneraldirektor Ahmet Aytemur, Werksleiter Abdullah Çakmakçı, der Vorsitzende der örtlichen Şeker-İş-Gewerkschaft Nuri Murat und der Vorsitzende der Rübenanbauer-Genossenschaft Malatya Celal Şerefhanlı. Auch Landwirte, Beschäftigte und Vertreter örtlicher Institutionen waren anwesend.

Mit der Eröffnung wechselt das Werk von der Vorbereitung in die Beschaffung und Verarbeitung. Die Landwirte, die in der Kampagne 2026/27 als Erste Rüben anlieferten, erhielten Geschenke; anschließend begann die offizielle Annahme an der Werkswaage. Angaben zur vertraglich vereinbarten Rübenmenge, zur erwarteten Kampagnendauer, zum Produktionsziel für Zucker oder zum Ankaufspreis machten die Quellen nicht.

Ein etablierter Verarbeitungsstandort der Region

Aytemur erklärte, die türkische Zuckerindustrie habe 1926 in Uşak begonnen und verfüge inzwischen über ein Jahrhundert Erfahrung. Die Zuckerfabrik Malatya ging am 1. Oktober 1956 in Betrieb und hat 71 Jahre dieser Entwicklung begleitet. Die neue Kampagne verbindet damit zwei Meilensteine: das 100-jährige Branchenjubiläum und die 71. Saison des Werks.

Die genannte Tageskapazität beschreibt das maximale Tempo bei Annahme und Verarbeitung. Die tatsächliche Produktion hängt jedoch von den Anlieferungen und den Betriebsbedingungen während der Kampagne ab. Für die Anbauer schafft der Annahmestart einen aktiven Absatzweg für eine Kultur, die nach der Ernte zügig transportiert und verarbeitet werden muss. Das Werk benötigt gleichmäßige Lieferungen, um seine Auslastung zu halten. Daten zu Anbaufläche, erwarteten Rübenerträgen oder zum Einzugsgebiet wurden nicht veröffentlicht.

Werksleitung, Gewerkschaft und Anbauer-Genossenschaft betonten die Bedeutung der Kampagne für Produzenten, Beschäftigte und die regionale Wirtschaft. Der Standort verbindet die Landwirtschaft mit der industriellen Verarbeitung und schafft Tätigkeit bei Ernte, Transport, Verwiegung und Fabrikbetrieb. Die Kapazität von 3.800 Tonnen pro Tag bleibt die wichtigste veröffentlichte Kennzahl der neuen Saison.

Neue Kampagne im TÜRKŞEKER-Netz

Nach Angaben Aytemurs betreibt TÜRKŞEKER 14 Zuckerfabriken sowie Alkohol-, Maschinen- und elektromechanische Anlagen und Forschungsinstitute. Malatya ist somit Teil eines größeren staatlichen Produktions- und Techniknetzes. Vergleichszahlen zu den Kapazitäten der anderen Werke oder zum erwarteten Anteil Malatyas an der gesamten TÜRKŞEKER-Zuckerproduktion 2026/27 wurden nicht genannt.

Aytemur verwies außerdem auf Aufgaben, die die Zuckerfabrik Malatya nach den Erdbeben vom 6. Februar zusätzlich zu ihrer Produktion übernommen habe. Mit der neuen Kampagne bleibt der Industriestandort in der regionalen Agrarwirtschaft aktiv. Seine Marktwirkung lässt sich noch nicht beziffern, weil Prognosen zur Rübenbeschaffung, zur Ausbeute an verarbeitetem Zucker und zur Kampagnendauer fehlen. Diese Werte werden darüber entscheiden, wie stark die Tageskapazität genutzt wird und wie viel Zucker die 71. Kampagne letztlich liefert.

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