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Zucker erreicht Jahreshoch und stärkt KTIS trotz sinkender thailändischer Rohrprognose

Die Weltmarktpreise für Rohzucker erreichten im August 2569 wegen Angebotsrisiken in Indien, Brasilien und weiteren Erzeugerländern ein Jahreshoch. KTIS erwartet Rückenwind für sein Zuckergeschäft, nachdem der Konzern für Q3/69 einen Nettogewinn von 344,1 Millionen Baht gemeldet hat.

Zucker erreicht Jahreshoch und stärkt KTIS trotz sinkender thailändischer Rohrprognose

Angebotssorgen treiben Zucker auf ein Jahreshoch

Die Weltmarktpreise für Rohzucker stiegen im August 2569 auf den höchsten Stand seit einem Jahr und verbessern damit die Ertragsperspektiven des thailändischen Zucker- und Bioenergieproduzenten KTIS. Der Markt bewertet Risiken in großen Erzeugerländern, darunter geringere Niederschläge in Indien und mögliche Folgen von El Niño für mehrere Zuckerrohrregionen.

KTIS-Manager Somchai Suwajittanon erklärte, der Markt beobachte zudem Brasilien, den weltgrößten Produzenten und Exporteur von Zucker. Brasilianische Mühlen können den Anteil des Zuckerrohrs verändern, der für Zucker oder Ethanol eingesetzt wird. Damit beeinflussen sie direkt die für den Weltmarkt verfügbare Zuckermenge. Energiepreise wirken sich auf die relative Rentabilität beider Produkte und somit auf diese Entscheidung aus.

Der knappere Ausblick stützte thailändische Zuckeraktien. KTIS führte den Branchenanstieg mit einem Plus von 5,35% an, gefolgt von KBS, KSL und BRR. Anleger rechnen damit, dass höhere Referenzpreise Margen und noch ausstehende Lieferungen aufwerten. KTIS betonte jedoch, dass Rohstoffpreise außerhalb der eigenen Kontrolle liegen.

KTIS steigert Verarbeitung und Zuckerproduktion

KTIS erzielte laut RYT9 und Naewna in Q3/69, das am 30. Juni 2569 endete, einen Gesamtumsatz von 6,2443 Milliarden Baht. Das waren 3,4% mehr als die 6,0393 Milliarden Baht im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn erreichte 344,1 Millionen Baht.

Die drei Werke des Konzerns verarbeiteten 7,5 Millionen Tonnen Zuckerrohr nach 6,4 Millionen Tonnen im Vorjahr. Die Zuckerproduktion stieg von 6,7 Millionen auf 8,3 Millionen Säcke, wodurch der Quartalsumsatz mit Zucker um 11,7% zunahm. Die Weltmarktpreise lagen im Berichtszeitraum jedoch unter dem Vorjahresniveau und begrenzten damit den Umsatzbeitrag der höheren Mengen.

Zusätzliches Wachstum kam aus anderen Geschäftsbereichen. Der Ethanolumsatz legte dank höherer Absatzmengen und Verkaufspreise im Jahresvergleich um 242,1% zu. Der Umsatz mit Bagasse-Zellstoff stieg um 20,7%. Nach Angaben von KTIS unterstützt die staatliche Förderung von Biokraftstoffen die Ethanolnachfrage. Neue thailändische Werke für geformte Zellstoffverpackungen stärken zugleich das Bagasse-Geschäft.

Thailands Rohrprognose sinkt auf 98 Millionen Tonnen

Die Prognose für Thailands Zuckerrohrproduktion in der Saison 2569/2570 wurde von 105,9 Millionen Tonnen in 2568/2569 auf rund 98 Millionen Tonnen gesenkt. El Niño könnte die Erträge in mehreren Erzeugerländern beeinträchtigen. Weniger Regen verstärkt zudem die Sorgen um die indische Ernte.

Trotz des erwarteten landesweiten Rückgangs rechnet KTIS damit, die eigene Anlieferung nahe dem Vorjahresniveau zu halten, da die Anbaufläche erweitert wurde. Somchai zufolge hat der geringere Regen in den Beschaffungsgebieten noch keine schweren Störungen verursacht. Das Unternehmen erwartet außerdem einen höheren Zuckerertrag je Tonne Rohr.

Höhere Preise helfen, doch Kosten bleiben entscheidend

KTIS erwartet, dass die Zucker-Rally das Ergebnis im restlichen Jahr 2569 und in 2570 stützt. Ein Teil der Produktion muss noch ausgeliefert werden und könnte von höheren Preisen profitieren. Die Biomassevorräte reichen zudem aus, um die Stromerzeugung bis zum Ende des vierten Quartals des Geschäftsjahres 2569 im September zu sichern.

Der Ausblick hängt dennoch von Faktoren ab, die Produzenten nicht steuern können: Niederschläge, der brasilianische Zucker-Ethanol-Mix, Energiepreise und die globale Nachfrage. KTIS will deshalb die Kosteneffizienz erhöhen und die Margen bei Zucker, Ethanol und Zellstoff schützen. Die niedrigere thailändische Ernteprognose stützt zwar die Preise, doch die höhere Verarbeitung und die breitere Umsatzbasis zeigen, dass die operative Leistung ebenso wichtig bleibt wie der Weltmarktpreis.

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