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Zahl der in Russland verkauften Automarken erreicht Rekordwert von 123

In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 wurden in Russland Neuwagen von 123 Pkw-Marken zugelassen, gegenüber 50 bis 60 Marken vor 2020, wie der Analyst Sergej Zelikow mitteilte. Getrieben wurde der Anstieg von chinesischen Herstellern, neuen als russisch bezeichneten Marken und alternativen Importwegen. Die Zahl der angebotenen Neuwagenmodelle näherte sich in diesem Jahr 900, vor 2021 lag sie bei höchstens 500.

Zahl der in Russland verkauften Automarken erreicht Rekordwert von 123

Die Zahl der in Russland verkauften Pkw-Marken hat einen Rekordwert erreicht und sich binnen sechs Jahren etwa verdoppelt. Das geht aus Daten hervor, die der Analyst Sergej Zelikow in seinem Telegram-Kanal veröffentlichte und über die Lenta.ru berichtete.

Vor 2020 wurden auf dem russischen Automarkt zwischen 50 und 60 Pkw-Marken verkauft. Zählt man ausschließlich die Zulassungen neuer Personenkraftwagen, stieg der Wert Jahr für Jahr: 57 Marken im Jahr 2020, 65 im Jahr 2021, 79 im Jahr 2022, 96 im Jahr 2023, 107 im Jahr 2024 und 116 im Jahr 2025. In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 waren es 123.

Drei Gründe für den Zuwachs

Zelikow nannte drei Hauptgründe für den Anstieg. Der erste ist die wachsende Präsenz der chinesischen Automobilindustrie auf dem russischen Markt. Der zweite ist das Aufkommen neuer Marken, die als russisch bezeichnet werden. Der dritte ist der alternative Import, bei dem kleine Partien einer Vielzahl unterschiedlicher Marken ins Land gelangten.

Jeder dieser Kanäle schlägt sich unterschiedlich in der Statistik nieder. Chinesische Hersteller bringen vollständige Modellpaletten und Händlernetze mit. Marken mit russischer Zuordnung fügen Typenschilder hinzu, nicht zwangsläufig neue Produktionsstandorte. Der alternative Import kann eine Marke bereits mit wenigen Dutzend Fahrzeugen in die Zulassungsstatistik bringen, weshalb die Zahl der Marken und die tatsächlichen Verkaufsmengen je Marke deutlich auseinanderfallen.

Modellzahl nähert sich 900

Auf Modellebene ist die Zersplitterung noch ausgeprägter. Die Gesamtzahl der neuen Pkw-Modelle auf dem russischen Markt lag 2026 nahe bei 900, so Zelikow. Vor 2021 überschritt dieser Wert 500 nicht.

Die Zahlen beschreiben das Angebot, nicht die Nachfrage: Sie erfassen, was zugelassen und verfügbar ist, nicht wie viele Fahrzeuge je Typenschild verkauft werden. Wenn 123 Marken und fast 900 Modelle um dieselben Käufer konkurrieren, liegt das durchschnittliche Volumen je Modell weit unter dem Niveau der Zeit, als weniger als 60 Marken und unter 500 Modelle den Markt bedienten.

Der Fahrzeugbestand

Bezogen auf den gesamten russischen Fahrzeugbestand nannte Zelikow mehr als 200 verschiedene Marken und rund 2.700 verschiedene Pkw-Modelle. Diese Größe umfasst die im Betrieb befindlichen Fahrzeuge, darunter Marken, die den Neuwagenverkauf im Land eingestellt haben, und zeigt das Erbe früherer Marktzyklen neben den jüngeren Markteintritten.

Für das Aftersales-Geschäft hat die Bestandszahl unmittelbares Gewicht. Teilehändler, freie Werkstätten und Versicherer müssen ein Marken- und Modelluniversum abdecken, das um ein Vielfaches größer ist als das aktuelle Verkaufsprogramm. Diagnosegeräte, Softwarelizenzen und Mechanikerschulungen richten sich nach diesem Universum und nicht nach der Zahl der aktiv vermarkteten Marken.

Was die Zahlen für Marktteilnehmer bedeuten

Für Importeure und Händlergruppen misst die Markenzahl, wie stark die Verkaufsfläche zersplittert ist. Autohäuser, die früher wenige globale Marken führten, wählen heute aus einem deutlich größeren Kreis von Kandidaten, von denen viele nur eine kurze Historie auf dem Markt haben. Für bereits präsente Hersteller konkurriert jeder weitere Anbieter um dieselben Ausstellungsflächen, dieselbe Servicestruktur und dieselbe Marketingaufmerksamkeit.

  • 2020: 57 zugelassene Marken
  • 2021: 65 Marken
  • 2022: 79 Marken
  • 2023: 96 Marken
  • 2024: 107 Marken
  • 2025: 116 Marken
  • Januar bis August 2026: 123 Marken

Die stärksten Zuwächse innerhalb eines Jahres gab es 2022 und 2023, als die Markenzahl von 65 auf 79 und weiter auf 96 stieg. Das Wachstum hält an, allerdings langsamer: plus 11 Marken im Jahr 2024, plus neun im Jahr 2025 und plus sieben in den ersten acht Monaten des Jahres 2026. Den Zulassungsdaten zufolge ist die Welle neuer Anbieter nicht abgerissen, hat sich gegenüber den Spitzenjahren aber abgeschwächt.

Vollständige Marktanalyse

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