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XPENG nimmt Produktionslinie für humanoiden Roboter IRON in Betrieb

XPENG hat Produktionslinien für den humanoiden Roboter IRON in Betrieb genommen; mehr als 80 % der Kernprozesse sind automatisiert. Die Massenproduktion soll bis Ende 2026 beginnen, Markteinführungen und Auslieferungen in China und im Ausland sind für 2027 vorgesehen.

XPENG nimmt Produktionslinie für humanoiden Roboter IRON in Betrieb

Vom Prototyp zur Linienfertigung

XPENG hat neue Produktionslinien für den humanoiden Roboter IRON in Betrieb genommen und führt das Projekt damit von Forschung und Prototypenentwicklung in die industrielle Fertigung. Der erste fertiggestellte Roboter verließ eine der Linien selbstständig zu Fuß, teilte das chinesische Technologieunternehmen laut PresseBox mit.

Die Anlage verbindet Fertigungssysteme aus der Produktion intelligenter Elektrofahrzeuge mit den Präzisionsverfahren, die für fortschrittliche humanoide Roboter nötig sind. Nach Angaben von XPENG sind mehr als 80 % der Kernprozesse automatisiert. Die Linien wurden für präzise Montage, flexible Fertigung und gleichbleibende Qualität in kritischen Produktionsschritten ausgelegt.

Die jährliche Kapazität, die erwarteten Stückkosten und der geplante Verkaufspreis wurden nicht genannt. Auch das Produktionsziel für die Anlaufphase ist unbekannt. Diese Angaben werden entscheidend dafür sein, ob die Anlage zunächst nur begrenzte kommerzielle Stückzahlen liefert oder den Weg zu deutlich höheren Volumina öffnet.

Massenproduktion bis Ende 2026 geplant

XPENG will die Massenproduktion bis Ende 2026 aufnehmen. Erste Einsätze sind in eigenen Verkaufsstellen und auf Firmengeländen vorgesehen. Dort kann IRON in kontrollierten Umgebungen mit Beschäftigten und Kunden interagieren und praktische Aufgaben übernehmen. Die offizielle Markteinführung und Auslieferungen in China sowie auf internationalen Märkten sind für 2027 geplant.

IRON wird als universell einsetzbare Plattform entwickelt und nicht als Maschine für eine einzelne Industrieaufgabe. XPENG beschreibt den Roboter als Verbindung einer menschenähnlichen Gestalt und Bewegung mit künstlicher Intelligenz. Er verfügt über 76 Freiheitsgrade im gesamten Körper und jeweils 21 Freiheitsgrade in den Händen, was Beweglichkeit und Geschicklichkeit für unterschiedliche Anwendungen ermöglicht.

Drei firmeneigene Turing-KI-Chips liefern eine effektive Rechenleistung von bis zu 2.250 Billionen Operationen pro Sekunde. Laut XPENG kann dadurch das Physical-AI-Basismodell direkt auf dem Roboter laufen. IRON soll komplexe Aufgaben ohne Fernsteuerung ausführen, mit niedrigerer Latenz und einer stärkeren lokalen Verarbeitung der Daten.

Automobilkompetenz stützt Robotikausbau

Die Produktionsstrategie baut auf XPENGs Erfahrung mit Entwicklung, Qualitätskontrolle und Großserienfertigung von Elektrofahrzeugen auf. Automobilstandards können bei steigenden Stückzahlen die Rückverfolgbarkeit von Komponenten, die Montagegenauigkeit und reproduzierbare Prüfungen unterstützen. Außerhalb der kontrollierten XPENG-Standorte müssen sich jedoch noch die betriebliche Zuverlässigkeit und die Kundennachfrage beweisen.

Der Fertigungsstart folgt auf eine große Finanzierungsrunde für das Robotikgeschäft. XPENG erklärte, am 24. August Aktienkaufvereinbarungen mit mehreren Investoren geschlossen und mehr als 900 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung nach der Finanzierung von über 6,3 Milliarden US-Dollar aufgenommen zu haben. Das Unternehmen bezeichnete die Transaktion als größte einzelne private Finanzierungsrunde der chinesischen Branche für verkörperte KI.

XPENG erwartet wegen hoher technischer Hürden und des begrenzten Angebots fortschrittlicher Universalroboter einen deutlich höheren Bruttogewinn je Roboter als bei Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Dies ist bislang eine Unternehmenserwartung und kein belegtes kommerzielles Ergebnis. Der Produktionshochlauf 2026 und die ersten Lieferungen 2027 werden zeigen, ob sich Automobilkompetenz in skalierbare Roboterfertigung und dauerhafte Nachfrage übertragen lässt.

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