Westjavas Reisvorräte sollen bis 2027 ausreichen
An zwei Märkten in Bandung lagen die Reispreise innerhalb der staatlichen Preisobergrenzen. Bulog hat seit Anfang 2026 insgesamt 640.000 Tonnen Rohreis angekauft und erwartet ausreichende Vorräte in Westjava bis 2027.
Preise halten die staatlichen Obergrenzen ein
Die Reispreise an zwei großen traditionellen Märkten in Bandung liegen weiterhin innerhalb der staatlich festgelegten maximalen Einzelhandelspreise Indonesiens. Gleichzeitig sollen die Vorräte Westjavas den Bedarf bis 2027 decken. Die Einschätzung folgte auf eine Kontrolle am 3. September 2026 durch ein gemeinsames Team unter Leitung der Regionalpolizei Westjavas sowie mit Beteiligung des Regionalbüros der staatlichen Lebensmittellogistikagentur Perum Bulog und der nationalen Lebensmittelbehörde Bapanas.
Das Team besuchte Pasar Sederhana und Pasar Kosambi, zwei wichtige Märkte der Provinzhauptstadt. Nach Angaben von JPNN kostete Reis mittlerer Qualität rund Rp13.500 je Kilogramm und Premiumreis Rp14.900 je Kilogramm. Reis aus dem staatlichen Programm zur Stabilisierung von Lebensmittelversorgung und Preisen, SPHP, wurde für Rp12.500 je Kilogramm angeboten.
Jhon Hendra, Leiter für Finanzen, Beschaffung und allgemeine Angelegenheiten bei Bapanas, erklärte, die an beiden Standorten beobachteten Preise entsprächen im Allgemeinen den staatlichen Obergrenzen. Die verfügbaren Bestände zur Versorgung Bandungs bezeichnete er für die kommenden Monate als sicher. Die Ergebnisse bilden allerdings nur die Lage an den beiden Märkten ab und sind keine vollständige Erhebung unter allen Händlern der Stadt oder Provinz.
Bulog beschleunigt die inländische Beschaffung
Gestützt wird der Bestandsausblick durch Bulogs Ankauf von Rohreis bei Landwirten. JPNN zufolge hat die Behörde die Beschaffung seit Jahresbeginn beschleunigt, um das Risiko von Produktionsausfällen während der Trockenzeit zu begrenzen. Bis zum 3. September erreichte der Ankauf in Westjava 640.000 Tonnen. Hendra erwartet von September bis November weitere Ernten. Dadurch könne Bulog mehr Ware aufnehmen, was die Prognose ausreichender Provinzbestände bis 2027 stützt.
Yuliani Alzam, stellvertretende Leiterin des Bulog-Regionalbüros Westjava, kündigte an, Premiumreis weiterhin für Rp14.900 je Kilogramm und SPHP-Reis für Rp12.500 je Kilogramm zu verkaufen. Bei vielen privaten Händlern könnten die Preise jedoch schwanken, weil diese auch direkt von Landwirten und anderen Partnern einkaufen. Bulog könne daher nicht jede Einzelhandelstransaktion unmittelbar kontrollieren. Für Mühlen und Händler könnte die bevorstehende Ernteperiode das Beschaffungsvolumen erhöhen, während die regulierten Preise dem Verbrauchermarkt in Bandung als Orientierung dienen.
Neue Reisfelder sind geplant
Westjava reagiert außerdem auf den langfristigen Verlust landwirtschaftlicher Flächen durch industrielle Entwicklung. Laut Alzam unterstützt Bulog die Anlage neuer Reisfelder in Produktionsregionen. An zwei Standorten in Karawang, Cikepuh und Jatiragas, laufen die Arbeiten bereits. Das Programm soll auf weitere Regierungsbezirke und Städte ausgedehnt werden. Dazu gehört ein geplanter Standort in Cianjur, der für das folgende Jahr vorbereitet wird.
Die Verbindung aus Beschaffung, Verkäufen zu regulierten Preisen und zusätzlichen Anbauflächen soll die Versorgung über die aktuelle Trockenzeit hinaus absichern. Die angekauften 640.000 Tonnen schaffen einen erheblichen Puffer. Die Marktwirkung hängt jedoch auch vom Volumen der kommenden Ernten und von Bulogs Aufnahmekapazität ab. Preise im privaten Handel können wegen unterschiedlicher Bezugsquellen und Einkaufskosten weiterhin von den offiziellen Kanälen abweichen. Für Produzenten eröffnen die Ernten von September bis November ein weiteres Verkaufsfenster; für Verarbeiter und Vertriebspartner bleiben die amtlichen Preisniveaus maßgeblich für Beschaffung und Bestandsplanung in Westjava.