← Zurück zu den Nachrichten

Westasien-Konflikt bremst Indiens Reisexporte auf 2,17 Prozent Wachstum, Inlandspreise steigen um bis zu 25 Prozent

Indiens Reisexporte legten von April bis August des Geschäftsjahres 2026/27 nur um 2,17 Prozent auf 4,81 Milliarden US-Dollar zu, weil der Westasien-Konflikt Schifffahrtsrouten stört und die Frachtkosten treibt. Basmati nähert sich im Inland 100 Rupien je Kilogramm, Nicht-Basmati verteuerte sich um bis zu 25 Prozent. Händler erwarten eine Entspannung erst mit der Kharif-Ernte im Oktober und November.

Westasien-Konflikt bremst Indiens Reisexporte auf 2,17 Prozent Wachstum, Inlandspreise steigen um bis zu 25 Prozent

Indiens Reisexporte sind in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2026/27 nahezu zum Stillstand gekommen. Von April bis August stiegen die Lieferungen im Jahresvergleich um 2,17 Prozent auf 4,81 Milliarden US-Dollar, während der anhaltende Konflikt in Westasien Schifffahrtsrouten störte und die Frachtkosten nach oben trieb. Zugleich verteuerten sich Basmati- und Nicht-Basmati-Reis im Inland um bis zu 25 Prozent, was die Haushaltsbudgets belastet und die Kalkulation der Exportverträge verändert.

Fracht und Zahlungsabwicklung bremsen das Exportwachstum

Die Abschwächung folgt auf ein Rekordjahr. Im Geschäftsjahr 2025/26 lieferte Indien 6,52 Millionen Tonnen Basmati-Reis in 154 Länder, wie aus von Aaj Tak zitierten Zahlen hervorgeht. Saudi-Arabien bleibt der mit Abstand größte Abnehmer indischen Reises, und die Nachfrage aus Westasien reißt nicht ab.

Die Begrenzung ist logistischer, nicht kommerzieller Natur. Zahlungs- und Verladeprobleme in der Golfregion haben das Tempo verlangsamt, in dem Partien abgefertigt werden können. Die Nachfrage ist deshalb nicht eingebrochen, vielmehr stauen sich unerfüllte Aufträge. Exporteure sitzen auf einem Rückstand, der sich erst abbauen lässt, wenn Routen und Zahlungswege wieder normal funktionieren.

Inlandspreise nähern sich 100 Rupien je Kilogramm

Der Preisdruck zeigt sich in beiden Marktsegmenten. Unter Berufung auf einen Bericht der Economic Times meldete Aaj Tak, dass Basmati-Reis im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 um 15 bis 20 Prozent teurer war als ein Jahr zuvor, während Nicht-Basmati-Sorten um 20 bis 25 Prozent zulegten. Andere Berichte zu denselben Daten beziffern den Anstieg bei Basmati auf rund 20 Prozent und bei Nicht-Basmati auf 25 Prozent.

In absoluten Zahlen erreichte Basmati im ersten Quartal etwa 100 Rupien je Kilogramm gegenüber rund 85 Rupien je Kilogramm im Vorjahreszeitraum. Sona Masuri, eine breit gehandelte Nicht-Basmati-Sorte, kletterte von 51 bis 52 Rupien je Kilogramm im Vorjahr auf 63 bis 64 Rupien je Kilogramm. Treiber auf der Nachfrageseite ist der Krieg zwischen den USA und Iran, der mehrere Länder veranlasst hat, zusätzlichen Reis zur Sicherung ihrer Versorgung zu kaufen.

Staatliche Beschaffung und schwache Regenfälle verengen den Inlandsmarkt

Angebotsseitige Faktoren verstärken den Effekt. Schwache Niederschläge in Südindien setzen den Binnenmarkt zusätzlich unter Druck. In Andhra Pradesh, Karnataka und Telangana fiel weniger Regen als üblich, was die Preise hoch hält.

Auch staatliche Käufe binden Mengen. B. V. Krishna Rao, Präsident der Rice Exporters Association, erklärte, die Beschaffung für das öffentliche Verteilungssystem habe ebenfalls zum Preisanstieg beigetragen. In Telangana stellt die Landesregierung Nicht-Basmati-Reis über dieses System bereit und entzieht dem freien Markt damit weitere Tonnage, während neues Angebot knapp ist.

Entspannung hängt an der Kharif-Ernte

Händler und Exporteure gehen davon aus, dass die Preise fest bleiben, bis die neue Kharif-Ernte im Oktober und November auf den Markt kommt. Ein deutlicher Rückgang gilt erst als möglich, wenn diese Ernte eintrifft und sich die Niederschlagslage klärt.

In den Wochen bis dahin läuft der Markt mit einer Nachfrage, die dem verfügbaren Angebot vorauseilt. Käufer am Golf bauen weiter Bestände auf, die staatliche Beschaffung zieht Mengen aus dem freien Handel ab, und Fracht- sowie Zahlungsfriktionen verzögern die Verladung. Indische Exporteure haben damit volle Auftragsbücher, wandeln sie aber langsamer in Lieferungen um als in früheren Jahren.

Vollständige Marktanalyse

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Inhalte bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Durch Klicken auf "Alle akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einstellungen verwalten oder mehr erfahren in unserer Datenschutzrichtlinie.