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Weltweite PC-Auslieferungen fallen im dritten Quartal um 20,1% auf 62,7 Millionen Geräte

Die weltweiten PC-Auslieferungen sanken im dritten Quartal 2026 laut IDC-Daten, über die gagadget.de berichtet, um 20,1% auf 62,7 Millionen Geräte. Hohe Lagerbestände und eine schwache Nachfrage belasten die Stückzahlen, während steigende Speicherpreise breite Preissenkungen verhindern.

Weltweite PC-Auslieferungen fallen im dritten Quartal um 20,1% auf 62,7 Millionen Geräte

Auslieferungen sinken nach frühem Lageraufbau

Die weltweiten PC-Auslieferungen gingen im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 20,1% auf 62,7 Millionen Geräte zurück. Das zeigen IDC-Zahlen, über die gagadget.de berichtet. Gegenüber dem zweiten Quartal betrug das Minus 9,1%. Der Rückgang betrifft Notebooks und Desktop-PCs und bedeutet eine deutliche Trendwende für Hersteller und Distributoren, die zu Jahresbeginn ihre Lager aufgefüllt hatten.

Produzenten und Händler bauten Anfang 2026 Bestände auf, um erwarteten Preissteigerungen zuvorzukommen. Diese Geräte liegen nun bei schwächerer Nachfrage in den Vertriebskanälen. Das Ungleichgewicht erhöht die Wahrscheinlichkeit punktueller Rabatte auf Lagerware und ältere Modelle, deutet aber nicht auf einen anhaltenden Rückgang der durchschnittlichen PC-Preise hin.

IDC erwartet für das vierte Quartal rund 20% weniger Auslieferungen als im Vorjahr und prognostiziert für das Gesamtjahr 2026 ein Minus von 11,3%. Ein schwächeres wirtschaftliches Umfeld könnte die Käufe von Haushalten und Unternehmen zusätzlich bremsen. Separate Lieferzahlen für Deutschland, Österreich und die Schweiz enthält die von gagadget.de zitierte IDC-Mitteilung nicht.

Lenovo führt trotz Rückgang der großen Anbieter

Lenovo behauptete mit einem Anteil von 23,8% am weltweiten PC-Markt den ersten Platz. Die Auslieferungen von HP brachen um 30,9% ein und damit erheblich stärker als der Gesamtmarkt. Konkrete Stückzahlen für die beiden Unternehmen gehen aus den verfügbaren Angaben nicht hervor.

Apple lieferte 11% weniger Macs aus, erhöhte seinen Marktanteil aber auf 9,5%, wie 9to5Mac laut gagadget.de berichtet. Der Zuwachs entstand, weil Wettbewerber schneller schrumpften, nicht weil Apple mehr Geräte verkaufte. Die Zahlen zeigen, wie sich Marktanteile in einem fallenden Markt zugunsten von Anbietern verschieben können, deren Absatz weniger stark nachgibt.

Für die Hersteller besteht die unmittelbare Aufgabe darin, Produktion und Kanalbestände zu steuern, ohne sich auf umfassende Preisnachlässe zu verlassen. Händler stehen vor einer ähnlichen Abwägung: Für den Abbau älterer Ware sind möglicherweise Aktionen nötig, während Ersatzgeräte mit deutlich höheren Komponentenkosten eintreffen könnten. Das verringert den Anreiz, die Preise des gesamten Sortiments zu senken.

Steigende Komponentenkosten begrenzen Entlastung

Speicherpreise sind das größte Hindernis für günstigere Computer. Gartner schätzt laut gagadget.de, dass DRAM und SSDs bis Ende 2026 um rund 130% teurer werden könnten. Dadurch könnten die durchschnittlichen PC-Preise um 17% steigen. IDC erwartet keine Entspannung vor Ende 2027; gagadget.de zufolge könnte eine spürbare Entlastung sogar erst 2028 eintreten.

IDC-Analyst Jitesh Ubrani erklärte, Händler könnten aus Sorge vor Überbeständen Rabatte anbieten. Die Computer würden dadurch jedoch nicht auf das Preisniveau des Vorjahres zurückkehren. Wahrscheinlich ist ein geteilter Markt: Ältere Modelle und Restbestände werden vorübergehend günstiger, während neue Systeme die höheren Kosten für Arbeitsspeicher und Massenspeicher tragen.

Auch die deutschen Verkaufsdaten deuten eher auf eine Wertverschiebung als auf eine Erholung der Stückzahlen hin. Nach Angaben von CONTEXT stieg der Umsatz mit Desktop-PCs in Deutschland im ersten Quartal um 32%. Gagadget.de führt dies auf höhere Preise und einen größeren Anteil von Premiummodellen zurück, nicht zwingend auf mehr verkaufte Geräte. Für Hersteller, Distributoren und Unternehmenskunden bleiben deshalb bis 2027 neben den Liefermengen auch Produktmix, Komponentenkosten und Alter der Lagerbestände entscheidend.

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