Weltweite Erbsenernte sinkt um 14% auf 15,7 Millionen Tonnen – IGC-Prognose
Der Internationale Getreiderat erwartet einen Rückgang der weltweiten Erbsenproduktion um 13,5% auf 15,7 Millionen Tonnen, angeführt von kleineren Ernten in Russland und Kanada. Auch Verbrauch, Bestände und Handel geben nach, belastet durch schwächere Nachfrage in Südasien.
Weltweite Erbsenproduktion sinkt auf 15,7 Millionen Tonnen
Die weltweite Erbsenernte wird in dieser Saison deutlich zurückgehen, prognostiziert der Internationale Getreiderat (IGC), dessen Zahlen die Agentur Zerno On-Line meldet. Der Rat erwartet einen Rückgang der globalen Ernte auf 15,7 Millionen Tonnen – ein Minus von 13,5% gegenüber dem Höchststand der Vorsaison. Ursache sind kleinere Ernten bei zwei der weltweit führenden Lieferanten.
Russland und Kanada, beide zentral für den internationalen Erbsenhandel, werden weniger einbringen als ein Jahr zuvor, so der IGC. Auf beide Länder entfällt ein erheblicher Anteil des global gehandelten Erbsenvolumens, sodass die geringere Produktion an diesen Standorten die Bilanz für abhängige Importeure verengt.
Verbrauch und Bestände geben nach
Angesichts des Angebotsdefizits erwartet der IGC einen Rückgang sowohl beim Verbrauch als auch bei den Beständen. Der weltweite Erbsenverbrauch wird auf 16,1 Millionen Tonnen veranschlagt – 1,1% weniger als in der Vorsaison. Da die Nachfrage die Produktion übersteigt, muss der Markt die Lücke aus Übertragsbeständen decken.
Die Endbestände dürften auf 5,2 Millionen Tonnen fallen, ein Rückgang von 7,1%. Das lässt vor dem neuen Erntejahr ein dünneres Polster und verringert den Puffer, falls Wetter oder Logistik die kommenden Ernten in den wichtigsten Anbauregionen stören.
Handel schrumpft wegen schwächerer Nachfrage in Südasien
Auch der internationale Erbsenhandel wird schrumpfen. Der IGC prognostiziert ein Handelsvolumen von 5,7 Millionen Tonnen, ein Minus von 3,4%, das er auf eine schwächere Nachfrage in Südasien zurückführt. Die Region zählt zu den größten Erbsenkäufern, und ihre sinkenden Einkäufe geben den Ton für den gesamten Markt an.
Das Zusammentreffen von geringerer Produktion und schwächerer Nachfrage zeichnet das Bild einer breiten Kontraktion des gesamten Erbsenkomplexes. Der Rückgang der Bestände bleibt die Kennzahl, die Marktteilnehmer am genauesten verfolgen, denn sie bestimmt den Puffer für die Zukunft.