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Weizenfutures fallen, US-Exportnachfrage stützt Mais und Sojabohnen

Am 21. August gaben die Weizenfutures an den wichtigsten US-Börsen nach, während Mais und Sojabohnen in Chicago zulegten. Starke Verkäufe von Mais alter Ernte und 712.000 Tonnen neuer Sojabohnen für China stützten die Preise.

Weizenfutures fallen, US-Exportnachfrage stützt Mais und Sojabohnen

Weizen verliert in den USA und Europa

Die internationalen Getreide- und Ölsaatenmärkte entwickelten sich am Freitag, dem 21. August, unterschiedlich. Weizen gab an den drei wichtigsten US-Börsen nach, während Mais und Sojabohnen in Chicago zulegten. Laut Zol.ru schloss Chicago-SRW-Weizen für September bei 6,81-1/2 $ je Bushel, 1 1/4 Cent niedriger. Der Dezember-Kontrakt sank um 3/4 Cent auf 6,99-1/4 $.

Die stärksten US-Verluste verzeichnete harter Winterweizen. Der September-Kontrakt in Kansas City fiel um 6 Cent auf 7,56-1/4 $, der Dezember-Termin um 4 Cent auf 7,72-1/2 $. In Minneapolis gab September-Sommerweizen um 2 1/2 Cent auf 6,98-1/4 $ nach, Dezember verlor 3 1/4 Cent auf 7,25-1/2 $. Je Tonne lagen die September-Preise bei 250,40 $ in Chicago, 277,87 $ in Kansas City und 256,56 $ in Minneapolis.

Die US-Exportnachfrage nach Weizen blieb hinter früheren Vergleichswerten zurück. Nach den von Zol.ru zitierten Daten des US-Landwirtschaftsministeriums erreichten die Verkäufe der neuen Ernte 7,936 Millionen Tonnen, 31% weniger als im vorherigen Wirtschaftsjahr. Die Zusagen entsprachen 38% der USDA-Exportprognose, gegenüber 49% im Vorjahr und einem Durchschnitt von 45%.

Russische Ernte erhöht Angebot, Zölle steigen

Die Angebotsdaten aus der Schwarzmeerregion verstärkten den Druck. SovEcon schätzte Russlands Weizenernte 2026 auf 88,2 Millionen Tonnen, 0,3 Millionen Tonnen weniger als zuvor. Nach Angaben des russischen Landwirtschaftsministeriums waren bis zum 21. August 75 Millionen Tonnen eingebracht, 9 Millionen Tonnen mehr als ein Jahr zuvor.

Russland erhöht den Weizenausfuhrzoll ab dem 26. August von 721,1 Rubel auf 1.012,1 Rubel je Tonne. Der Maiszoll steigt von 285 Rubel auf 607,3 Rubel je Tonne. Der russische Weizenindex NTB CPT Noworossijsk lag am 21. August bei 11.000 Rubel je Tonne ohne Mehrwertsteuer. Für die ukrainischen Getreideexporte im August wurden 1,33 Millionen Tonnen erwartet, 54% weniger als im Juli.

Auch der europäische Markt gab nach. September-Mahlweizen an der MATIF fiel auf 223,50 € je Tonne beziehungsweise 261,00 $. Der Dezember-Kontrakt schloss bei 238,25 € oder 278,23 $. Pariser November-Mais sank auf 261,00 € je Tonne beziehungsweise 304,80 $. Die Maisrally blieb damit auf Chicago konzentriert.

US-Verkäufe stützen Mais und Sojabohnen

Chicago-Mais für September und Dezember stieg jeweils um 5 Cent und schloss bei 4,83-3/4 $ beziehungsweise 5,08-1/2 $ je Bushel. März legte um 5 1/4 Cent auf 5,23-1/2 $ zu. Das USDA meldete außerdem einen Wochenverkauf von 205.000 Tonnen US-Mais an unbekannte Bestimmungsorte.

Die Käufe von Mais alter Ernte summierten sich auf 87,74 Millionen Tonnen, 24% mehr als im vorherigen Wirtschaftsjahr und 102% der USDA-Prognose. Die Zusagen für die neue Ernte lagen dagegen bei 11,391 Millionen Tonnen und damit 21,7% unter dem Vorjahr. Das zeigt eine feste unmittelbare Nachfrage, aber eine schwächere Absicherung des späteren Bedarfs.

Auch Sojabohnen legten zu. September stieg um 4 1/4 Cent auf 12,25 $ je Bushel, November um 3 Cent auf 12,39-1/2 $ und Januar um 2 1/4 Cent auf 12,53-3/4 $. Das USDA meldete 712.000 Tonnen Sojabohnen der neuen Ernte 2026/27 für China. Die Käufe der neuen Ernte erreichten 11,85 Millionen Tonnen, doppelt so viel wie in der entsprechenden Vorjahreswoche und den höchsten Stand seit vier Jahren. Sinograin will am 26. August 290.000 Tonnen importierte Sojabohnen versteigern und liefert damit einen kurzfristigen Test für Chinas Binnennachfrage.

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