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Wasserstofftankstelle und Lkw-Ladepark für 6 Millionen Euro an der A30 eröffnet

Chargepool hat in Rheine eine Wasserstofftankstelle und einen Lkw-Ladepark für 6 Millionen Euro fertiggestellt. Der Standort bietet zwei alternative Energieoptionen, Angaben zu Kapazitäten und Preisen fehlen jedoch.

Wasserstofftankstelle und Lkw-Ladepark für 6 Millionen Euro an der A30 eröffnet

Chargepool schließt 6-Millionen-Euro-Projekt in Rheine ab

An der Autobahn A30 in Rheine sind eine neue Wasserstofftankstelle und ein Ladepark für Lastkraftwagen eröffnet worden, berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung. Chargepool setzte den kombinierten Standort für insgesamt 6 Millionen Euro um.

Das Projekt erweitert die Infrastruktur für alternative Antriebe im Straßengüterverkehr entlang der A30. Wasserstoffbetankung und Lkw-Ladestationen befinden sich auf demselben Gelände. Damit kann der Standort Fahrzeuge mit zwei unterschiedlichen Energiesystemen bedienen, ohne sich vollständig auf eine Technologie festzulegen.

Der vorliegende Bericht nennt weder Anzahl und Leistung der Ladepunkte noch Speichervolumen, tägliche Abgabekapazität oder Druckstufe der Wasserstofftankstelle. Auch zur Herkunft des Wasserstoffs, zu Kraftstoff- und Ladetarifen sowie zur erwarteten Zahl der Fahrzeuge liegen keine Angaben vor.

Zwei Energieoptionen an einem Frachtstandort

Der wirtschaftliche Nutzen für Flottenbetreiber hängt von bislang nicht veröffentlichten Faktoren ab: Zufahrt, Öffnungszeiten, Bezahlverfahren, Ladegeschwindigkeit, Wasserstoffverfügbarkeit und Zuverlässigkeit beider Systeme. Diese Punkte entscheiden darüber, ob die Anlage planmäßige Fernverkehre unterstützt oder vorwiegend von lokalen und regionalen Fahrzeugen genutzt wird.

Die Verbindung von Wasserstoff und Strom gibt Speditionen dennoch mehr Spielraum als ein Standort mit nur einem Antriebssystem. Batterieelektrische Lastkraftwagen benötigen Ladegeräte, die zu Fahrzeugleistung und Einsatzplan passen. Wasserstofflastkraftwagen brauchen eine verlässliche Versorgung und ausreichende Abgabekapazität. Beide Angebote können die Nachfrage an einem Ort bündeln, Chargepool muss dafür aber zwei getrennte Energie- und Anlagenketten betreiben.

Die Lage an der A30 ist relevant, weil Frachtinfrastruktur vor allem bei guter Anbindung an bestehende Straßenrouten betrieblichen Nutzen bringt. Umwege lassen sich nur vermeiden, wenn Zufahrten, Flächen und Technik für Nutzfahrzeuge ausgelegt sind. Der Bericht nennt die Autobahn und Rheine, macht aber keine Angaben zu Stellplätzen, Anhängerzufahrt oder zur Eignung der Ladebuchten für Sattelzüge.

Auslastung entscheidet über die Wirtschaftlichkeit

Die Investition von 6 Millionen Euro schafft reale Infrastruktur, doch die Marktwirkung hängt von ihrer Auslastung ab. Transportunternehmen benötigen planbaren Zugang und kurze Wartezeiten. Der Stationsbetrieb wiederum braucht ausreichende Verkäufe von Wasserstoff und Strom. Ohne Durchsatzziele, Flottenzusagen oder Kundenverträge lässt sich noch nicht bewerten, wie schnell sich eine regelmäßige Nachfrage entwickelt.

Die Eröffnung ist dennoch eine konkrete Ergänzung des deutschen Netzes für alternative Energien im schweren Straßengüterverkehr. Wasserstoffproduzenten, Stromversorger, Fahrzeughersteller und Logistikunternehmen erhalten einen weiteren möglichen Betriebspunkt an der A30. Technische Kapazitäten, Energieherkunft, Tarife und erste Nutzungszahlen müssen veröffentlicht werden, bevor sich die Rolle des Projekts im gewerblichen Güterverkehr genauer bestimmen lässt.

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