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Vietnams Stahlexporte erreichen 3,7 Milliarden $ im Halbjahr, ASEAN bleibt vorn

Vietnam exportierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 5,55 Millionen Tonnen Stahl im Wert von 3,7 Milliarden $. ASEAN blieb der größte Absatzmarkt, während Brasilien, die USA und die Türkei kräftig zulegten.

Vietnams Stahlexporte erreichen 3,7 Milliarden $ im Halbjahr, ASEAN bleibt vorn

Höhere Preise gleichen geringeres Exportvolumen aus

Vietnam exportierte in den ersten sechs Monaten 2026 insgesamt 5,55 Millionen Tonnen Eisen und Stahl und erzielte damit 3,7 Milliarden $ Umsatz. Das geht aus Daten des Informationszentrums für Industrie und Handel im Ministerium für Industrie und Handel hervor, über die Dân Việt berichtete. Das Volumen sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,79 %, während der Wert um 0,27 % stieg. Ursache war ein Anstieg des durchschnittlichen Exportpreises um 2,09 % auf 667 $ je Tonne.

Damit konnte der Preiseffekt den leichten Rückgang der physischen Lieferungen ausgleichen. Für vietnamesische Stahlwerke und Händler zeigt das Ergebnis zugleich eine breitere geografische Absatzstruktur: Kräftige Zuwächse in mehreren bislang weniger bedeutenden Märkten federten die schwächere Nachfrage in etablierten Zielregionen ab, insbesondere in der Europäischen Union.

ASEAN bleibt der Kernmarkt

ASEAN behauptete seine Position als größter Markt für vietnamesischen Stahl und nahm 1,88 Millionen Tonnen im Wert von 1,15 Milliarden $ ab. Die Liefermenge stieg um 7,58 %, der Wert um 8,81 %. Auf die Region entfielen fast 34 % des gesamten vietnamesischen Stahlexportvolumens. Trotz höherer prozentualer Wachstumsraten in anderen Ländern bleiben die benachbarten südostasiatischen Märkte wegen ihrer Größe der wichtigste Absatzkanal.

Die USA rückten auf Rang drei vor, nachdem die Einfuhren aus Vietnam mengenmäßig um 35,14 % und wertmäßig um 33,67 % gestiegen waren. Die Ausfuhren in die Europäische Union sanken dagegen um 14,23 % beim Volumen und um 19,88 % beim Wert. Dân Việt führte den Rückgang auf die langsame Erholung des Verbrauchs, stärkeren Wettbewerb und handelspolitische Schutzmaßnahmen zurück, die vietnamesische Anbieter im EU-Markt zusätzlich belasten.

Brasilien und die Türkei verbreitern den Absatz

Brasilien importierte 331.590 Tonnen vietnamesischen Stahl, 232,25 % mehr als im Vorjahreszeitraum; der Wert dieser Lieferungen stieg um mehr als 320 %. Die Exporte in die Türkei nahmen mengenmäßig um mehr als 150 % zu. Russland blieb ein kleiner Zielmarkt, doch die Liefermenge stieg im Jahresvergleich auf fast das 20-Fache und der Wert auf mehr als das 33-Fache. Die Zahlen stützen Vietnams Strategie, die Abhängigkeit von traditionellen Käufern zu verringern, wobei bei einigen Märkten die niedrige Ausgangsbasis zu berücksichtigen ist.

Die vietnamesischen Preise für Baustahl blieben stabil. Hòa Phát hielt CB240 und D10 CB300 bei 15.120 Dong je Kilogramm; im Norden kostete CB240 von Việt Ý 14.850 Dong und beide Produkte von Việt Đức jeweils 14.750 Dong je Kilogramm. An der Shanghai Futures Exchange stieg der August-2026-Kontrakt auf Betonstahl um 6 Yuan auf 3.085 Yuan je Tonne. Der August-Future auf Eisenerz an der Dalian Commodity Exchange legte um 2,5 Yuan auf 763 Yuan je Tonne zu, während der entsprechende Kontrakt in Singapur um 0,3 $ auf 100,45 $ je Tonne stieg. Von Dân Việt zitierte Mysteel-Daten zeigen, dass chinesische Warmbandpreise zwischen dem 11. Mai und dem 14. Juli wegen der schwachen saisonalen Nachfrage um etwa 26 $ je Tonne gefallen sind. Für vietnamesische Exporteure bleibt das regionale Preisumfeld damit verhalten.

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