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Vietnams MXV-Index steigt fünfte Sitzung in Folge bei Ölpreissprung von fast 5%

Vietnams MXV-Index stieg am 10. August die fünfte Sitzung in Folge und überschritt 2.800 Punkte. Brent und WTI legten wegen neuer Sorgen über Lieferausfälle in der Straße von Hormus und Angriffe auf Energieanlagen um fast 5% zu.

Vietnams MXV-Index steigt fünfte Sitzung in Folge bei Ölpreissprung von fast 5%

Energiesektor treibt Vietnams Rohstoffindex

Vietnams MXV-Index setzte am 10. August seinen Anstieg die fünfte Sitzung in Folge fort und überschritt 2.800 Punkte. An den Rohstoffmärkten überwogen die Kursgewinne. Angeführt wurde die Bewegung vom Energiesektor: Die internationalen Rohölpreise erholten sich kräftig, nachdem sie in der Vorwoche um mehr als 7% gefallen waren.

Nach Angaben der Mercantile Exchange of Vietnam stieg Brent um 4,17 $ beziehungsweise 4,99% auf 87,72 $ je Barrel. WTI gewann 3,95 $ oder 5,05% auf 82,13 $ je Barrel. Für beide Referenzsorten war dies der größte prozentuale Anstieg seit dem 29. Juli. Am Morgen des 11. August notierte WTI bei rund 82,04 $ je Barrel und Brent bei etwa 87,88 $.

Unsicherheit um Hormus bringt Risikoprämie zurück

Auslöser der Rally war die schwindende Erwartung, dass sich der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bald normalisieren könnte. Iran meldete Fortschritte bei Gesprächen mit Oman über eine neue Seeroute, doch technische Fragen blieben ungelöst. Teheran forderte zudem Entschädigungen von den USA, die Aufhebung der Sanktionen und ein Ende militärischer Drohungen, bevor die Meerenge wieder geöffnet werde. US-Präsident Donald Trump verlangte seinerseits von Iran Ersatz für Schäden und Opfer, die er Teheran zuschrieb. Irans Außenminister Abbas Araqchi erklärte, beide Länder führten keine direkten Verhandlungen.

Weitere Zwischenfälle verstärkten die Sorge um die regionale Treibstoffversorgung. Die Huthi erklärten, die Jazan-Raffinerie von Saudi Aramco mit Drohnen angegriffen zu haben. Die Anlage verfügt über eine Kapazität von rund 400.000 Barrel pro Tag. Das Feuer wurde gelöscht und es gab keine gemeldeten Opfer, doch nach zwei Angriffen in den vergangenen Wochen wurde der Neustart auf den 30. August verschoben. ADNOC aus den VAE teilte mit, seit Beginn des Konflikts seien 15 eigene Schiffe bei der Durchfahrt durch Hormus angegriffen worden. Ukrainische Angriffe auf die russische Taneco-Raffinerie und den Petrochemiekomplex ZapSibNeftekhim erhöhten die Risiken zusätzlich.

Vorräte und Terminkurve signalisieren knappes Sofortangebot

Die strategischen Erdölreserven der USA sanken in der Vorwoche um rund 6,1 Millionen Barrel auf 298,7 Millionen Barrel und damit auf den niedrigsten Stand seit Januar 1983. Dadurch stehen bei einer anhaltenden Störung weniger sofort verfügbare Notreserven bereit. Eine höhere OPEC-Förderung bremste den Preisanstieg teilweise. Laut einer Reuters-Umfrage steigerten 11 Mitglieder ihre Produktion im Juli um rund 1,17 Millionen Barrel pro Tag auf 19,85 Millionen Barrel pro Tag, vor allem weil Irak und Kuwait ihre Förderung wieder hochfuhren. Die Produktion blieb jedoch deutlich unter den Quoten.

Nahe Brent- und WTI-Kontrakte stiegen stärker als spätere Fälligkeiten und weiteten damit die Backwardation aus. Käufer waren somit bereit, für eine zeitnahe Lieferung mehr zu bezahlen. Handelsunternehmen verstärkten außerdem ihre Absicherung am Optionsmarkt gegen weitere Störungen rund um Hormus. Đỗ Xuân Quý, stellvertretender Vorstandschef und Mitgründer des MXV-Mitglieds 3D Commodity Trading, sieht bei Rohöl weiterhin eine Aufwärtstendenz. Die Preise reagierten jedoch äußerst empfindlich auf geopolitische Nachrichten und könnten bei einer Entspannung im Nahen Osten rasch korrigieren.

Zucker steigt wegen möglicher Verknappung des Exportangebots

Die Zuckerpreise folgten dem Energiesektor und stiegen die siebte Sitzung in Folge. Ungünstiges Wetter in wichtigen Anbaugebieten sowie der wachsende Anteil von Zuckerrohr, den Brasilien und Indien für Ethanol verwenden, schürten Sorgen über ein geringeres exportierbares Zuckerangebot in der Saison 2026-2027.

Rohzucker Nr. 11 zur Lieferung im Oktober stieg um 0,12% auf 363,1 $ je Tonne und erreichte damit ein Zehnmonatshoch. Weißzucker legte um 0,54% auf 506,1 $ je Tonne zu, den höchsten Stand seit 15 Monaten. Der gleichzeitige Anstieg von Öl und Zucker zeigt, wie stark die Energiewirtschaft Verarbeitungsentscheidungen beeinflusst, insbesondere wenn Mühlen Zuckerrohr wahlweise für Süßungsmittel oder Ethanol einsetzen können.

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