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Bananen steigen zu Vietnams zweitgrößtem Obst- und Gemüseexport auf

Vietnams Bananenexporte erreichten im zweiten Quartal 121,5 Millionen $ und überholten Drachenfrüchte. Nur Durian erzielt im Obst- und Gemüseexport höhere Erlöse, während die Nachfrage aus China und Japan den Ausbau der Plantagen antreibt.

Bananen steigen zu Vietnams zweitgrößtem Obst- und Gemüseexport auf

Bananen überholen Drachenfrüchte

Bananen sind nach Durian zum zweitgrößten Obst- und Gemüseexport Vietnams nach Wert aufgestiegen, berichtet Soha. Die Ausfuhren erlösten im zweiten Quartal 121,5 Millionen $, 18,5 % mehr als im ersten Quartal und 15 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Ihr Anteil an den gesamten vietnamesischen Obst- und Gemüseexporten erhöhte sich von 5,4 % im Jahr 2025 auf 8 %. Damit zogen Bananen an Drachenfrüchten vorbei.

Getragen wird das Wachstum von der starken Nachfrage in China und Japan. Vietnam zählt inzwischen zu den zehn größten Bananenexporteuren der Welt und erzielt mit den Ausfuhren rund 418,7 Millionen $. Der globale Bananenhandel hatte 2025 ein Volumen von etwa 16,7 Milliarden $, während allein China jährlich Bananen für fast 1 Milliarde $ importiert.

Preis, Logistik und Krankheitsresistenz

Der vietnamesische Obst- und Gemüseverband VINAFRUIT nennt drei wesentliche Wettbewerbsvorteile. Vietnamesische Bananen verbinden demnach gute Qualität mit günstigeren Preisen als die Ware mehrerer regionaler Konkurrenten. Dazu gehören die Philippinen, die seit vielen Jahren zu den führenden Bananenexporteuren Asiens zählen.

Die Nähe Vietnams zu den großen asiatischen Absatzmärkten senkt zudem die Logistikkosten und verkürzt die Lieferzeiten. Bei frischen Bananen sind Transportgeschwindigkeit und Kühlkettenmanagement entscheidend für Qualität und verkaufsfähige Mengen. Mehrere vietnamesische Sorten sind außerdem gegen die Panama-Krankheit resistent. Diese gefährdet Plantagen in zahlreichen Anbauländern und verursacht Versorgungsprobleme bei großen Exporteuren.

Auf dem chinesischen Importmarkt haben vietnamesische Bananen die Ware von den Philippinen überholt und stellen nun die größte Bezugsquelle, so Soha. In China werden Bananen frisch verzehrt und zu Kuchen, Konfitüren und Snacks verarbeitet. Japan ist ein weiterer wichtiger Wachstumsmarkt. Dort stärken wettbewerbsfähige Preise, Qualität und kürzere Transportwege Vietnams Position gegenüber anderen asiatischen Lieferanten.

Großproduzenten bauen Plantagen aus

Vietnam verfügte 2025 über mehr als 163.000 Hektar Bananenplantagen und produzierte rund 2,75 Millionen Tonnen. Der nationale Entwicklungsplan für wichtige Obstarten sieht bis 2030 eine Fläche von 165.000 bis 175.000 Hektar und eine Produktion von 2,6 bis 3 Millionen Tonnen vor. Die heutige Erzeugung liegt damit bereits innerhalb des Zielkorridors, während sich die Fläche dessen Untergrenze nähert.

Investitionen großer Unternehmen könnten die Kapazität deutlich erhöhen. Der Produzent Út Huy bewirtschaftet mehr als 1.000 Hektar im Mekongdelta, im Südosten Vietnams und im Hochland von Lâm Đồng. THACO-Vorsitzender Trần Bá Dương erklärte auf der Investitionskonferenz der Provinz Gia Lai 2026, das Unternehmen verwalte rund 95.000 Hektar Agrarland, darunter 14.500 Hektar Bananen. Bis 2028 will THACO die Bananenfläche auf etwa 25.000 Hektar erweitern. Hoàng Anh Gia Lai besitzt rund 7.000 Hektar in Laos und Kambodscha, plant 2026 jedoch keine weitere Expansion. Die Vietnam Rubber Industry Group meldete auf ihrer Hauptversammlung 2025 fast 1.400 Hektar Exportbananen; Ende Oktober entfielen bei acht Konzerneinheiten 1.368 Hektar auf diese Kultur. Bananen werden damit zu einer wichtigeren Einnahmequelle der Landwirtschaft. Die wachsende Produktion erfordert jedoch verlässlichen Marktzugang, gleichbleibende Qualität und leistungsfähige Logistik.

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