Vietnam verschärft Lebensmittelkontrollen vor dem Mittherbstfest
Vietnam verstärkt vor dem Mittherbstfest 2026 die Kontrollen von Mondkuchen, Süßwaren, Getränken und anderen Saisonprodukten. Überprüft werden Hersteller, Händler, Straßenküchen und Onlineanbieter; unsichere Waren müssen zurückverfolgt und zurückgerufen werden.
Landesweite Kontrollen für Saisonprodukte
Vietnam verschärft vor dem Mittherbstfest 2026 die Lebensmittelkontrollen, da die saisonale Nachfrage nach Mondkuchen, Süßwaren, Erfrischungsgetränken und anderen Lebensmitteln steigt. Geprüft werden Herkunft und Qualität der Waren sowie die Bedingungen bei Herstellung, Verarbeitung, Lagerung, Verpackung und Vertrieb.
Am 24. August forderte die dem Gesundheitsministerium unterstehende Lebensmittelbehörde die Gesundheitsämter der Provinzen und zentral verwalteten Städte sowie die Lebensmittelsicherheitsbehörde von Ho-Chi-Minh-Stadt zur umgehenden Zusammenarbeit mit weiteren Behörden auf. Laut Nông nghiệp Hữu cơ Việt Nam sollen die lokalen Gesundheitsstellen gemeinsam mit den für Industrie und Handel, Landwirtschaft und Umwelt zuständigen Behörden die Einhaltung der Vorschriften bei Produzenten, Verarbeitern und Händlern kontrollieren.
Im Mittelpunkt stehen Hersteller und Verkäufer von Mondkuchen und Süßwaren, Getränkeunternehmen, traditionelle Lebensmittelbetriebe in Handwerksdörfern sowie Kleinproduzenten. Auch Gastronomiebetriebe und Straßenverkäufer werden während der Hochphase stärker kontrolliert. Der breite Ansatz trägt dem kurzen Saisonzyklus Rechnung: Große Mengen gelangen binnen kurzer Zeit über Geschäfte, Märkte, Supermärkte und Onlinekanäle zu den Verbrauchern.
Rückrufe und öffentliche Nennung bei Verstößen
Der Plan für die nachgelagerte Lebensmittelüberwachung 2026 führt das Mittherbstfest bereits als Schwerpunktzeitraum. Provinz- und Stadtkomitees werden ressortübergreifende Teams für umfassende lokale Kontrollen bilden. Zudem sollen die Behörden Unternehmen über die geltenden Sicherheitsanforderungen informieren und bei deren Umsetzung anleiten.
Die Maßnahmen enden nicht mit der Feststellung eines Verstoßes. Wird ein unsicheres Produkt gefunden, müssen die Behörden dessen Herkunft unverzüglich zurückverfolgen, einen Rückruf veranlassen und den Fall nach den geltenden Regeln bearbeiten. Name und Anschrift des verantwortlichen Betriebs oder der betreffenden Person sowie die Produktart müssen über die Medien veröffentlicht werden. Fälle mit Anzeichen einer Straftat können an die Polizei weitergeleitet werden.
Hersteller müssen hygienische Produktionsbedingungen, geeignete Geräte und Utensilien sowie Kontrollen der direkt an der Zubereitung beteiligten Beschäftigten gewährleisten. Rohstoffe müssen eindeutig rückverfolgbar sein und die Sicherheitsanforderungen erfüllen. Farb- und Aromastoffe sowie Lebensmittelzusätze dürfen nur bestimmungsgemäß eingesetzt werden; auch Lebensmittelverpackungen, Etiketten und Produktinformationen werden kontrolliert.
Mondkuchen sind besonders anspruchsvoll, weil sie Mehl, Zucker, Eier, Fleisch, Nüsse, Fette und Öle sowie vorgefertigte Füllungen enthalten können. Ein Fehler bei Rohstofflagerung, Verarbeitung, Verpackung oder Transport kann die Qualität des Endprodukts beeinträchtigen. Die Pflichten gelten deshalb für den gesamten Weg zum Markt und nicht nur für die Verkaufsstelle.
Hanoi setzt auf unangekündigte Prüfungen
Hanoi startete seine eigene Kampagne bereits früher. Am 7. August 2026 verabschiedete das Volkskomitee der Stadt den Plan Nr. 307/KH-UBND zur Lebensmittelsicherheit während des Festes. Das Amt für Industrie und Handel soll in seinem Zuständigkeitsbereich die Kontrollen von Mondkuchen, deren Zutaten, Wein, Bier und Erfrischungsgetränken leiten.
Stadtbezirke und Gemeinden müssen Kontrollteams bilden und unangekündigte Prüfungen bei Saisonproduzenten und -händlern, Mondkuchenständen, Märkten, belebten Straßen und in dicht besiedelten Gebieten priorisieren. Die Marktaufsicht von Hanoi konzentriert sich auf Fälschungen, Schmuggelware, Produkte ungeklärter Herkunft sowie Verstöße gegen Kennzeichnungs- und Qualitätsvorschriften. Schwere Fälle werden den zuständigen Behörden übergeben.
Verbraucher sollen vollständig gekennzeichnete und rückverfolgbare Waren in festen Verkaufsstellen mit eindeutiger Anschrift kaufen. Die Verkaufsbereiche müssen sauber sein, Lebensmittel vor Staub und Insekten schützen und geeignete Lagerbedingungen gewährleisten. Beim Onlinekauf sollen Anbieter, Hersteller, Produktherkunft und Lagerung überprüft werden. Waren mit beschädigter oder verformter Verpackung, auffälliger Farbe oder ungewöhnlichem Geruch sowie unsachgemäß gelagerte Produkte sollten nicht verzehrt werden.
Die lokalen Gesundheitsdienste müssen außerdem Personal, Fahrzeuge, Material und Behandlungskapazitäten für mögliche Lebensmittelvergiftungen bereithalten. Bei einem Ausbruch sind die Ursache zu ermitteln und weitere verbundene Fälle zu verhindern. Für Saisonhersteller und Händler verteuert die Kampagne mangelhafte Dokumentation und unsachgemäße Handhabung gerade in der wichtigsten Verkaufsphase.