Vietnam verankert Export- und Importverbot für E-Zigaretten und erhitzten Tabak
Vietnam hat E-Zigaretten und erhitzte Tabakprodukte mit dem Dekret 292/2026/ND-CP auf die Listen der verbotenen Export- und Importwaren gesetzt. Damit wird ihr Status im Außenhandelsrecht festgeschrieben und der legale grenzüberschreitende Warenverkehr unterbunden.
Beide Produktgruppen stehen auf den Verbotslisten
Vietnam hat mit dem Dekret 292/2026/ND-CP den Export und Import von E-Zigaretten und erhitzten Tabakprodukten offiziell untersagt. Das Dekret regelt Einzelheiten zur Umsetzung des Gesetzes über die Verwaltung des Außenhandels und enthält die Listen der Waren, die die Landesgrenze in keiner Richtung legal überschreiten dürfen.
Sức khỏe & Đời sống berichtet, dass beide Produktgruppen in Anhang I des Dekrets aufgeführt sind. VietBao bezeichnet die Maßnahme als Fortsetzung des Verbots. Die Waren bleiben damit Beschränkungen unterworfen, statt in einen neu regulierten Vertriebskanal überführt zu werden. Für Hersteller, Händler und Logistikdienstleister schafft das Dekret eine ausdrückliche zollrechtliche Grundlage, um kommerzielle Sendungen zurückzuweisen.
Die Regel gilt für beide Handelsrichtungen. Ausländische Lieferanten dürfen die erfassten Produkte nicht legal nach Vietnam liefern, während Unternehmen in Vietnam das Land nicht als Exportbasis nutzen können. Die vorliegenden Berichte nennen keine Ausnahme für kommerzielle Wiederausfuhren, Transitware, Komponenten oder persönliche Mengen. Bestätigt ist daher nur das erklärte Aus- und Einfuhrverbot für E-Zigaretten und erhitzte Tabakprodukte.
Definitionen erfassen Geräte, Flüssigkeiten und Tabakverbrauchsmaterial
Sức khỏe & Đời sống definiert eine E-Zigarette als batteriebetriebenes elektronisches Gerät, das eine Flüssigkeit mit Nikotin und weiteren Chemikalien erhitzt. Die Flüssigkeit befindet sich in einer Einweg- oder nachfüllbaren Kartusche beziehungsweise einem Tank und erzeugt ein Aerosol zum Inhalieren. Typische Bestandteile sind Nikotin, Propylenglykol, Glycerin und Aromastoffe; laut der Publikation gibt es mehr als 15.500 Geschmacksrichtungen.
Produkte mit erhitztem Tabak verbinden ein elektronisches Gerät mit einem speziellen Tabakerzeugnis, um ein nikotinhaltiges Aerosol zu erzeugen. Das Ausgangsmaterial umfasst Tabakfasern oder Tabakblätter sowie tabakfremde Zusatzstoffe, häufig mit Aromen. Die Verbrauchseinheiten können als Zigaretten, Sticks, Kapseln oder speziell konstruierte Tabakbehälter angeboten werden.
Diese Definitionen sind für Zolltarifierung und Kontrollen relevant, weil der eingeschränkte Markt mehr als ein einziges Endproduktformat umfasst. Er schließt zwei unterschiedliche Systeme ein: flüssigkeitsbasierte E-Zigaretten und Geräte, die verarbeiteten Tabak erhitzen. Die Berichte enthalten jedoch keine detaillierten Zolltarifnummern, Kontrollverfahren, Sanktionen oder Regeln für einzelne Komponenten. Diese Fragen hängen vom vollständigen Wortlaut des Dekrets und späteren Verwaltungsvorgaben ab.
Die Compliance-Folgen reichen durch die gesamte Lieferkette
Das Verbot ist Teil einer breiteren Liste kontrollierter Waren. Soha und VietBao berichten, dass das Dekret auch den Handel mit Kategorien wie Waffen, Munition und Sprengstoffen untersagt. Die Einfuhrliste umfasst zudem Feuerwerkskörper, Himmelslaternen, bestimmte gebrauchte Konsumgüter, gebrauchte Medizinprodukte und gebrauchte digitale Technologieprodukte. Ebenfalls verboten ist die Einfuhr von Waren, die ganz oder teilweise durch Zwangsarbeit gewonnen oder hergestellt wurden, sofern einschlägige internationale Verträge gelten, denen Vietnam beigetreten ist.
Für die Nikotinbranche bedeutet die Regel einen Marktausschluss und keine Steuerung über Lizenzen oder Quoten. Hersteller und Markeninhaber, die Südostasien beliefern, müssen Vietnam bei legalen Versandplänen für die erfassten Fertigprodukte ausklammern. Spediteure, Zollagenten, Marktplätze und Lagerbetreiber benötigen Kontrollen, die diese Waren von herkömmlichen Zigaretten und nicht betroffenen elektronischen Geräten unterscheiden.
Die von Sức khỏe & Đời sống beschriebenen Produkteigenschaften unterstreichen die gesundheitspolitische Begründung. Aerosole von E-Zigaretten können der Publikation zufolge Nikotin, Acetaldehyd, Aceton, Acrolein, Formaldehyd, flüchtige organische Verbindungen, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, tabakspezifische Nitrosamine und Metalle enthalten. Emissionen erhitzter Tabakprodukte enthalten ebenfalls Nikotin und andere schädliche Chemikalien. Nach den von der Publikation angeführten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation verursacht Tabakkonsum weltweit jährlich mehr als 8 Millionen Todesfälle, darunter mehr als 7 Millionen unter Konsumenten von Tabakprodukten.
Das Dekret 292/2026/ND-CP liefert Zollbehörden und Unternehmen somit eine klarere gesetzliche Liste. Die Berichte enthalten jedoch weder Handelswerte noch Sendungsmengen, mit denen sich die wirtschaftliche Wirkung messen ließe. Entscheidend werden die Grenzkontrollen und der behördliche Umgang mit Geräten, Verbrauchsmaterialien und gemischten Sendungen sein.