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Vietnams Teeexporte sinken in acht Monaten auf 77.000 Tonnen, Lieferungen nach Pakistan brechen um fast 60 Prozent ein

Vietnam exportierte im August 2026 rund 13.000 Tonnen Tee im Wert von fast 27 Millionen $; in acht Monaten waren es etwa 77.000 Tonnen und 143,5 Millionen $. Die Lieferungen nach Pakistan, dem traditionellen Schwarztee-Markt, fielen mengen- und wertmäßig um fast 60 Prozent, während Saudi-Arabien, Russland und die USA zulegten. Der durchschnittliche Exportpreis stieg um fast 5 Prozent auf etwa 1.780 $ je Tonne.

Vietnams Teeexporte sinken in acht Monaten auf 77.000 Tonnen, Lieferungen nach Pakistan brechen um fast 60 Prozent ein

Vietnam exportierte im August 2026 rund 13.000 Tonnen Tee im Wert von fast 27 Millionen $ — das berichtet soha.vn unter Berufung auf Zolldaten. Gegenüber Juli sank die Menge um etwa 5 Prozent, der Umsatz um 4 Prozent. Im Vergleich zum August 2025 fiel die Tonnage um 9 Prozent, der Wert stieg jedoch um fast 7 Prozent — das deutlichste Zeichen der Preisverschiebung in der Branche.

In den ersten acht Monaten 2026 erreichten die Exporte etwa 77.000 Tonnen und knapp 143,5 Millionen $. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank die Menge um fast 10 Prozent, der Wert nur um rund 2 Prozent. Der durchschnittliche Exportpreis lag bei etwa 1.780 $ je Tonne und damit fast 5 Prozent höher als im Vorjahr.

Wetterbedingte Verluste, besserer Produktmix

soha.vn führt den Mengenrückgang auf ungünstiges Wetter in mehreren wichtigen Anbaugebieten zurück, das Erträge und Rohblattqualität beeinträchtigte, sowie auf die nachlassende Nachfrage in traditionellen Abnehmerländern wie Pakistan und einigen nordafrikanischen Staaten. Steigende Durchschnittspreise bei sinkender Tonnage zeigen, dass die Exporteure vom Massenrohtee zu höherwertigen Produktlinien wechseln.

Die internationale Nachfrage verschiebt sich in dieselbe Richtung: Gefragt sind hochwertiger Tee, verarbeiteter Grüntee, Oolong, aromatisierter Tee und Ware mit ökologischer oder Bio-Zertifizierung. Das hebt die Obergrenze des Exportwerts, verlangt aber deutlich mehr Investitionen in Qualitätskontrolle, Verarbeitung und Markenaufbau.

Pakistan bricht um fast 60 Prozent ein

Pakistan bleibt Vietnams traditioneller Abnehmer und kauft überwiegend Schwarztee, doch die Zahlen haben sich stark verschlechtert. Im August lagen die Lieferungen mengenmäßig um fast 40 Prozent und wertmäßig um rund 37 Prozent unter dem Vorjahr. In acht Monaten verkaufte Vietnam dorthin etwa 12.000 Tonnen für mehr als 23 Millionen $ — ein Rückgang von fast 60 Prozent bei beiden Kennzahlen. soha.vn verweist auf Finanzierungs- und Zahlungshürden sowie neue Halal-Zertifizierungsanforderungen des Importlandes.

Bei anderen etablierten Zielmärkten war das Bild gemischt. Die Ausfuhren nach Taiwan (China) gaben mengenmäßig leicht nach, gewannen im Wert aber mehr als 10 Prozent, während die Lieferungen ins chinesische Festland in Menge und Erlös zurückgingen.

Naher Osten, Russland und USA füllen die Lücke

Russland, die USA und die Märkte des Nahen Ostens verzeichneten Zuwächse. Saudi-Arabien ragt heraus: Im August lag der Exportwert mehr als sechsmal so hoch wie im Vorjahr, die Menge mehr als dreimal. Kumuliert gingen in acht Monaten rund 1.500 Tonnen für mehr als 4 Millionen $ nach Saudi-Arabien, mit zweistelligen Wachstumsraten.

Der Ausfuhrzoll für vietnamesischen Tee in die Märkte des Nahen Ostens beträgt 0 Prozent, die Mehrwertsteuer in der Exportstufe ebenfalls null. Dieser Kombination schreibt soha.vn die gute Aufnahme vietnamesischer Ware in der Region zu.

Preisabstand zu Kenia und Sri Lanka

Vietnam, von soha.vn als fünftgrößter Teeexporteur der Welt bezeichnet, konkurriert mit Anbietern, die klare Vorteile bei Größe oder Marke haben. Kenia ist einer der größten Schwarztee-Exporteure mit mehr als 450.000 Tonnen Jahresproduktion und einem durchschnittlichen Exportpreis von rund 2.000–2.100 $ je Tonne, gestützt auf Produktionsgröße und ein zentrales Auktionssystem. Sri Lanka erzielt mit etwa 4.000–4.500 $ je Tonne deutlich mehr — dank der Marke Ceylon Tea und einer Premiumstrategie.

Vietnams durchschnittlicher Exportpreis wird in einigen Vergleichen mit etwa 1.685 $ je Tonne angegeben und liegt damit unter beiden. Nach Einschätzung von soha.vn entscheiden tiefere Verarbeitung, eigene Marken, die Erfüllung von Nachhaltigkeitsstandards und die Markterweiterung darüber, ob die Branche ihre Exporterlöse halten kann.

Für das vierte Quartal wird ein saisonaler Nachfrageanstieg erwartet, besonders in Asien, im Nahen Osten und in Nordamerika zum Jahresendgeschäft — eine Chance für hochwertige und veredelte Produktlinien.

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