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Vietnam führt Kambodschas Seafood-Lieferanten mit Exporten über 33 Millionen $ an

Vietnam exportierte im ersten Halbjahr 2026 Seafood im Wert von mehr als 33 Millionen $ nach Kambodscha und war damit der größte Lieferant. Kambodscha importierte laut Handelsministerium rund 38.000 Tonnen im Wert von über 61 Millionen $.

Vietnam führt Kambodschas Seafood-Lieferanten mit Exporten über 33 Millionen $ an

Vietnam übernimmt die führende Lieferposition

Vietnam war im ersten Halbjahr 2026 Kambodschas größter Lieferant von importiertem Seafood. Die Lieferungen hatten einen Wert von mehr als 33 Millionen $, berichtete VietnamPlus unter Berufung auf das kambodschanische Handelsministerium. Damit lag Vietnam deutlich vor China, dem zweitgrößten Anbieter, dessen Lieferwert 16 Millionen $ überstieg.

Kambodscha importierte in den sechs Monaten rund 38.000 Tonnen Thunfisch und andere Seafood-Erzeugnisse. Die Waren hatten einen Wert von mehr als 61 Millionen $ und dienten der Versorgung des Binnenmarktes. Lieferungen aus Hongkong, Australien, Frankreich, Japan, Südkorea, Malaysia und weiteren Märkten erreichten zusammen etwa 10 Millionen $.

Nachfrage erstreckt sich über zahlreiche Produktgruppen

Pen Sovicheat, Staatssekretär und Sprecher des kambodschanischen Handelsministeriums, erklärte, das Land importiere ein breites Sortiment für den heimischen Verbrauch. Dazu gehören Thunfisch, frische gekühlte Garnelen, Tintenfisch, tiefgekühltes Seafood, Venusmuscheln und Jakobsmuscheln. Diese Vielfalt eröffnet Lieferanten mehrere Marktsegmente, von Frischware bis zu tiefgekühlten und verarbeiteten Erzeugnissen.

Die Halbjahreszahlen zeigen, wie schnell sich der Importbedarf gegenüber dem vorherigen Gesamtjahr entwickelt hat. 2025 importierte Kambodscha rund 50.000 Tonnen Seafood im Wert von 74 Millionen $. Allein in den ersten sechs Monaten 2026 waren es bereits rund 38.000 Tonnen und mehr als 61 Millionen $. Die Quelle nennt weder ein separates Liefervolumen für Vietnam noch Mengen für einzelne Produktgruppen.

Für vietnamesische Erzeuger und Händler bestätigt das Ergebnis von über 33 Millionen $ die Bedeutung Kambodschas als nahe gelegenen Absatzmarkt. Vietnam stellte den größten Teil des ausgewiesenen Importwerts, während China der wichtigste Wettbewerber blieb. Die übrigen Anbieter hatten zusammen einen kleineren, aber weiterhin relevanten Marktanteil.

Kambodscha baut zugleich sein Exportangebot aus

Trotz seiner Importabhängigkeit exportiert Kambodscha Seafood aus heimischem Fang und eigener Produktion. Im ersten Halbjahr 2026 lieferte das Land mehr als 1.200 Tonnen im Wert von über 1 Million $ nach Festlandchina, Hongkong, Indien, in die Vereinigten Staaten, nach Südkorea, Japan, Frankreich und Kanada. Zum Sortiment gehören verarbeitete Erzeugnisse wie Fischfrikadellen, Garnelenfrikadellen und Fischrogen sowie weitere Seafood-Produkte.

2025 exportierte Kambodscha rund 1.600 Tonnen Seafood und erzielte damit mehr als 940.000 $. Der Abstand zwischen Einfuhr- und Ausfuhrmengen verdeutlicht die Bedeutung ausländischer Lieferungen für den heimischen Konsum, auch wenn kambodschanische Unternehmen bereits verschiedene Auslandsmärkte bedienen.

Geografische Angabe für Kep-Krabben geplant

Das kambodschanische Handelsministerium treibt zudem die Registrierung einer geografischen Angabe für Krabben und Schwimmkrabben aus dem Meer vor Kep voran. Die Initiative soll die regionale Spezialität besser vermarkten, ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und das Wirtschaftswachstum in der Küstenprovinz fördern. Langfristig erwartet das Ministerium Impulse für den Seafood-Export, insbesondere für Krabben aus Kep, sowie eine stärkere Position der Provinz als Ziel für Touristen und Seafood-Liebhaber.

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