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Venezuelas Weißmaisproduktion übersteigt 1 Million Tonnen

Venezuela hat nach der Aussaat auf rund 200.000 Hektar mehr als 1 Million Tonnen Weißmais erzeugt, meldet Fedeagro. Die Menge könnte den Markt für vorgekochtes Maismehl mindestens 10 Monate versorgen; Gelbmais deckt voraussichtlich etwa fünf Monate des nationalen Bedarfs.

Venezuelas Weißmaisproduktion übersteigt 1 Million Tonnen

Weißmaisernte erreicht wichtigen Wert für die Inlandsversorgung

Venezuelas Weißmaisproduktion hat in diesem Jahr nach der Aussaat auf rund 200.000 Hektar mehr als 1 Million Tonnen erreicht. Das teilte der Verband der landwirtschaftlichen Erzeugervereinigungen Fedeagro mit. Dessen Präsident Osman Quero erklärte, die Menge könne den venezolanischen Markt mindestens 10 Monate lang mit Rohstoff für vorgekochtes Maismehl versorgen.

Das Ergebnis ist für Venezuelas Lebensmittelindustrie bedeutsam, weil Weißmais der wichtigste Rohstoff für vorgekochtes Maismehl ist, ein Grundnahrungsmittel des Landes. Die Schätzung zeigt, dass heimische Erzeuger den Verarbeitungsbedarf für den größten Teil eines Jahres abdecken können. Zahlen zum Verbrauch, zu Lagerbeständen, Importen oder den erwarteten monatlichen Lieferungen an die Mühlen nannte Fedeagro nicht. Aus den Angaben zu Produktion und Anbaufläche ergibt sich auf den rund 200.000 Hektar Weißmais rechnerisch ein durchschnittlicher Ertrag von mehr als 5 Tonnen je Hektar.

Gesamte Maisfläche liegt bei rund 325.000 Hektar

Nach Angaben Queros haben venezolanische Landwirte in diesem Jahr insgesamt etwa 325.000 Hektar mit Mais bestellt. Rund 200.000 Hektar entfielen auf Weißmais. Die übrige Fläche umfasst Gelbmais, der üblicherweise als Futtermittel und für weitere industrielle Anwendungen eingesetzt wird. Eine Produktionsschätzung für Gelbmais in Tonnen veröffentlichte Fedeagro nicht.

Der Verband erwartet dennoch, dass die heimische Gelbmaisproduktion den nationalen Bedarf für ungefähr fünf Monate decken wird. Das entspricht nur der Hälfte des für Weißmais erwarteten Versorgungszeitraums. Käufer von Futter- und Industriemais werden deshalb im restlichen Jahr stärker auf alternative Bezugsquellen angewiesen sein. Aus dem Bericht geht nicht hervor, ob die Lücke durch Importe, Lagerbestände oder andere Futtermittelkomponenten geschlossen werden soll.

Stromversorgung und Erzeugerpreise bleiben zentrale Risiken

Fedeagro zufolge blieb der Aussaatstand in Venezuelas wichtigsten Agrarbundesstaaten trotz der Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño bei mehr als 90 %. Quero sagte, die Landwirtschaft verfüge über eine Ernte für den Markt. Wie effizient diese Mengen die Verarbeiter erreichen, hängt jedoch von der Infrastruktur nach der Ernte ab. Annahme- und Aufbereitungsanlagen benötigen während der Ernte eine kontinuierliche Stromversorgung; Unterbrechungen beeinträchtigen die Trocknung von Mais und Reis.

Die Erzeuger warten auf Gespräche mit den Behörden über die Elektrizitätsversorgung. Eine zuverlässige Stromzufuhr ist besonders wichtig, wenn innerhalb kurzer Zeit große Getreidemengen in Lager- und Verarbeitungsbetrieben eintreffen. Verzögerungen bei Trocknung oder Aufbereitung können die Qualität mindern, die Kosten erhöhen und Lieferungen an Maismehl- und Futtermittelhersteller bremsen, selbst wenn auf den Feldern genügend produziert wurde.

Fedeagro fordert zudem, dass die Preise für Weißmais, Gelbmais und Reis nicht unter das Vorjahresniveau fallen. Damit sollen nach Darstellung des Verbandes die Rentabilität der Betriebe gesichert und höhere Rohstoffkosten verhindert werden. Einen Preisvorschlag, einen Beschaffungsmechanismus oder einen Zeitplan für eine Vereinbarung mit den Behörden nannte Fedeagro nicht. Für Produzenten und Verarbeiter entscheiden die Konditionen darüber, ob die Produktionsmarke zu stabilen Lieferungen und ausreichenden Anreizen für die nächste Aussaat führt.

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