USDA schließt Kauf kalifornischer Walnüsse für fast 30 Millionen $ unter Section 32 ab
Das US-Landwirtschaftsministerium hat Verträge über 12 Millionen Pfund kalifornischer Walnusskerne vergeben, was 28 Millionen Pfund in der Schale entspricht, im Wert von fast 30 Millionen $. Damit steigen die gesamten Section-32-Walnusskäufe 2026 auf 45 Millionen $ und knapp 17 Millionen Pfund Kerne. Die California Walnut Commission sieht darin einen Abbau der Übertragsbestände aus der zweitgrößten je erfassten Ernte.
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat einen Kauf kalifornischer Walnüsse im Wert von knapp 30 Millionen $ abgeschlossen und Verträge über 12 Millionen Pfund Kerne vergeben – das entspricht 28 Millionen Pfund in der Schale. Nach Angaben von freshfruitportal.com gab die Behörde die Vergabe am 25. September bekannt, nachdem sie im August ihre Kaufabsicht angekündigt hatte. Erworben wurden die Walnüsse auf Grundlage der Section-32-Befugnis; verteilt werden sie über Tafeln.
Vergabe auf Grundlage von Section 32
Section 32 erlaubt dem USDA, im Inland erzeugte Agrarprodukte aufzukaufen und in Programme der Lebensmittelhilfe statt in den kommerziellen Handel zu lenken. Für den kalifornischen Walnusssektor bedeutet das, dass Mengen genau dann vom freien Markt genommen werden, wenn der Angebotsdruck am größten ist. Die California Walnut Commission (CWC) erklärte, die vertraglich erfassten Kerne erreichten über das Tafelsystem Menschen, die Zugang zu gesunden Lebensmitteln benötigen.
- 12 Millionen Pfund Walnusskerne unter Vertrag, entsprechend 28 Millionen Pfund in der Schale
- Vertragswert von fast 30 Millionen $
- Gesamte Section-32-Walnusskäufe 2026 von 45 Millionen $ für knapp 17 Millionen Pfund kalifornische Kerne
Für die Verarbeiter zählt der zeitliche Ablauf. Das USDA signalisierte seine Kaufabsicht im August, bevor die neue Ernte in Gang kam, und machte daraus am 25. September feste Verträge. Der Handel hat damit zum Start der neuen Vermarktungssaison eine definierte Menge und einen definierten Wert vor sich statt einer offenen Erwartung staatlicher Stützung.
Commission dankt USDA-Verantwortlichen
Robert Verloop, Geschäftsführer der California Walnut Commission, dankte Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins, dem für Marketing- und Regulierungsprogramme zuständigen Under Secretary Dudley Hoskins sowie der Leiterin des Agricultural Marketing Service, Erin Morris, für den Abschluss des Kaufs. „Sie haben die amerikanische Landwirtschaft und die kalifornische Walnussbranche durchgehend unterstützt, besonders wenn wir mit überhöhten Lagerbeständen und schwierigen globalen Märkten konfrontiert waren“, zitiert ihn freshfruitportal.com.
Verloop ordnete den Vertrag in ein größeres Bundesprogramm des laufenden Zyklus ein. „Mit diesem Vertrag erreichen die gesamten Section-32-Käufe 2026 einen Wert von 45 Millionen $, das sind knapp 17 Millionen Pfund kalifornische Kerne, die über Tafeln verteilt werden und Menschen erreichen, die Zugang zu gesunden Lebensmitteln brauchen“, sagte er. Auf die Vergabe über 30 Millionen $ entfällt damit der größere Teil der bislang für 2026 erfassten Walnusskäufe des Bundes.
Hohe Übertragsbestände treffen auf neue Ernte
Der Kauf fällt auf einen besonderen Punkt im Vermarktungskalender. Erzeuger und Verarbeiter ernten die diesjährige Ware und schließen zugleich die Auslieferung der Vorjahresernte ab, die die zweitgrößte je erfasste war. Diese Überlappung ist der Kern des Problems: Neues Angebot trifft ein, bevor der Bestand der Vorsaison abverkauft ist, und die Übertragsmenge drückt auf die Preise zu Beginn der neuen Vermarktungsperiode.
„Den Übertragsbestand aus 2025 zu senken, ist ein entscheidender Schritt, um unsere Familienbetriebe und ländlichen Gemeinden auf festeren Boden zu stellen“, sagte Verloop. Den Zuschlag bezeichnete er als „einen positiven Impuls, der die Grundlage für einen stärkeren, ausgeglicheneren Markt legt, wenn Erzeuger und Verarbeiter in die neue Vermarktungssaison starten“.
Die Wortwahl der Commission verweist auf zwei gleichzeitig wirkende Belastungen – überhöhte Bestände im Inland und das, was Verloop schwierige globale Märkte nennt. Der staatliche Ankauf wirkt nur auf die erste direkt. Er entzieht dem inländischen kommerziellen Angebot eine feste Menge und leitet sie in einen nicht konkurrierenden Kanal, verändert aber die Nachfragelage in den Exportmärkten nicht, die einen großen Teil der kalifornischen Ernte aufnehmen. Für Erzeuger, Verarbeiter und Importeure lautet die praktische Frage, wie viel vom Übertrag aus 2025 nach Abzug der 28 Millionen Pfund in der Schale übrig bleibt und zu welchem Preis dieser Rest Abnehmer findet.