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Usbekistan strebt Kartoffelernte von 4,5 Millionen Tonnen an

Usbekistan will 2026 nach einer Ausweitung der Anbaufläche um 46.000 Hektar 4,5 Millionen Tonnen Kartoffeln ernten. Mehr Produktion und Vorräte gehen mit sinkenden Importen und niedrigeren Inlandspreisen einher.

Usbekistan strebt Kartoffelernte von 4,5 Millionen Tonnen an

Mehr Anbaufläche stützt das Produktionsziel

Usbekistan erwartet für 2026 eine Kartoffelernte von 4,5 Millionen Tonnen. Das Land erweitert den Anbau, baut Vorräte für die Zwischensaison auf und will seine Importabhängigkeit verringern. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums liegt das Ziel um 360.000 Tonnen über der Ernte von 4,1 Millionen Tonnen im Jahr 2025, berichtete Kursiv Uzbekistan.

2026 wurden auf 238.000 Hektar Kartoffeln angebaut, 46.000 Hektar mehr als im Vorjahr. Auf landwirtschaftliche Betriebe und Agrarunternehmen entfielen 74.400 Hektar, auf Hausgärten und kleinbäuerliche Betriebe weitere 164.200 Hektar. Damit bleibt die kleinbetriebliche Erzeugung für die nationale Versorgung entscheidend, obwohl die Regierung ein landesweites Wachstumsziel verfolgt.

Späte Ernte und Vorräte decken den Saisonbedarf

In der ersten Jahreshälfte 2026 erntete Usbekistan 2,2 Millionen Tonnen Kartoffeln. Nach der Ernte von Getreide und Hülsenfrüchten wurden auf weiteren 71.000 Hektar Kartoffeln gepflanzt. Das Landwirtschaftsministerium erwartet von diesen Flächen im November rund 1,2 Millionen Tonnen. Die späte Ernte ist damit ein wichtiger Baustein für das Jahresziel und die Versorgung im Winter.

Für den heimischen Markt in der Zwischensaison wurden bereits 400.000 Tonnen eingelagert. Davon befinden sich 216.000 Tonnen in Kühlhäusern und weitere 184.000 Tonnen auf den Höfen. Für die Winter- und Frühjahrssaison 2026–2027 ist ein zusätzlicher Vorrat von 262.000 Tonnen geplant. Die Lagerbestände sollen saisonale Angebotsschwankungen ausgleichen und Engpässe zwischen den Ernteperioden begrenzen.

Preise und Importe gehen zurück

Mit der höheren Produktion sanken die durchschnittlichen Kartoffelpreise auf den Dehkan-Märkten. Kursiv Uzbekistan bezifferte den Durchschnittspreis 2026 auf 4.169 usbekische Sum je Kilogramm, nach 5.717 Sum im Jahr 2025. Die aktuellen Großhandelspreise bei Agrarbetrieben und Dehkan-Haushalten liegen bei etwa 2.500–2.800 Sum je Kilogramm. Verbraucher und Verarbeiter profitieren davon, während Erzeuger unter Druck geraten können, wenn ihre Kosten nicht im gleichen Tempo sinken.

Usbekistan bleibt dennoch ein bedeutender Kartoffelimporteur. Von Januar bis Juli 2026 wurden 419.900 Tonnen eingeführt, 53.600 Tonnen weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Importwert sank um 21,5 Millionen $. Die Ausfuhren waren deutlich kleiner: Von Januar bis August exportierte das Land 7.200 Tonnen im Wert von 1,5 Millionen $. Gegenüber dem entsprechenden Zeitraum 2025 stieg das Volumen um 5.700 Tonnen und der Erlös um 1 Million $. Der große Abstand zwischen Ein- und Ausfuhren zeigt, dass höhere Ernten und Lagerkapazitäten zunächst vor allem Importe ersetzen und Inlandspreise stabilisieren werden, statt einen schnellen Ausbau der Exporte auszulösen.

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