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Usbekistan liefert 807 Tonnen Lebensmittel im Wert von über 1 Million $ nach Belgien

Zehn usbekische Unternehmen exportierten im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 807 Tonnen Lebensmittel im Wert von mehr als 1 Million $ nach Belgien. Pflaumen, getrocknete Kräuter, Bohnen und Rosinen bildeten den Schwerpunkt der Lieferungen.

Usbekistan liefert 807 Tonnen Lebensmittel im Wert von über 1 Million $ nach Belgien

Zehn Exporteure beliefern den belgischen Markt

Usbekistan exportierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 807 Tonnen Lebensmittel im Wert von mehr als 1 Million $ nach Belgien, berichtete UzDaily.uz unter Berufung auf den Fernsehsender O’zbekiston 24. Zehn einheimische Unternehmen waren an den Lieferungen beteiligt. Der Marktzugang in Belgien ist damit nicht auf einen einzigen Anbieter beschränkt.

Zu den wichtigsten Waren gehörten getrocknete Pflaumen, getrocknete Kräuter, Bohnen und Rosinen. Diese Produktgruppen nutzen die landwirtschaftliche und lebensmittelverarbeitende Basis Usbekistans und eignen sich besser für lange Transportwege als Frischwaren. Belgien ist zudem eines der wichtigen Handels- und Logistikzentren Europas. Für Exporteure kann das Land deshalb auch als Ausgangspunkt für Verkäufe in weitere europäische Märkte dienen.

EU-Präferenzen erleichtern den Marktzugang

UzDaily.uz führt das jüngste Wachstum der usbekischen Ausfuhren in die Europäische Union teilweise auf die Präferenzen des GSP+-Systems zurück, das in der Quelle als JSP+ bezeichnet wird. Nach Angaben von O’zbekiston 24 haben diese Vergünstigungen dazu beigetragen, dass sich die Exporte in Richtung Europa nahezu verdreifachten. Usbekistan erhielt im April 2021 den Status eines begünstigten Landes. Mehr als 6.200 Warenkategorien können bei der Einfuhr in den europäischen Markt von Vorzugsbedingungen profitieren.

Zollpräferenzen allein sichern jedoch keinen Zugang. Hersteller müssen Ursprungsregeln, internationale Verpflichtungen und die Anforderungen des europäischen Marktes erfüllen. Usbekistan modernisiert zugleich seine phytosanitären, veterinärmedizinischen und sanitären Kontrollen und informiert Unternehmen über neue oder geänderte Vorgaben. Mehr als 30 internationale phytosanitäre Normen und Standards wurden bereits in nationales Recht übernommen. Die Umsetzung reicht schrittweise von der landwirtschaftlichen Produktion bis zur Vermarktung im Ausland.

Regelkonformität und Vermarktung bestimmen die nächste Phase

Internationale Messen sind ein weiterer Bestandteil der Exportstrategie. Mit Unterstützung des Ausschusses für Lebensmittelsicherheit soll im Oktober auf der Messe Cal Parish 2026 ein Stand unter der Marke Made in Uzbekistan eingerichtet werden. Dort sollen usbekische Unternehmen direkt mit potenziellen ausländischen Partnern verhandeln und neue Handelskontakte aufbauen.

Die Lieferungen nach Belgien im Wert von mehr als 1 Million $ sind im Vergleich zum weiter gefassten offiziellen Ziel noch gering. O’zbekiston 24 zufolge soll die weitere Arbeit die Exporte nach Europa steigern. Vorgaben des Staatsoberhaupts sehen vor, die entsprechenden Kennzahlen auf 10 Milliarden $ zu erhöhen. Wachstum in dieser Größenordnung setzt voraus, dass deutlich mehr Unternehmen die europäischen Qualitäts- und Sicherheitsregeln dauerhaft einhalten. Die belgischen Lieferungen belegen einen ersten kommerziellen Marktzugang. Eine nachhaltige Expansion erfordert jedoch Folgeaufträge, verlässliche Mengen und Regelkonformität in Produktion, Verarbeitung und Lieferung.

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