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USA überholen Ukraine als größter Maislieferant der EU

Die USA lieferten in den ersten zwei Monaten 2026/27 rund 1,3 Millionen Tonnen Mais in die EU und lagen damit vor der Ukraine mit 1,1 Millionen Tonnen. Ungünstiges Wetter und schwächere Aussichten für die EU-Erzeugung treiben den Importbedarf; fast die Hälfte der frühen Einfuhren ging nach Spanien.

USA überholen Ukraine als größter Maislieferant der EU

US-Lieferungen steigen auf mehr als das Vierfache

Die USA sind in den ersten zwei Monaten des Agrarjahres 2026/27 zum größten Maislieferanten der Europäischen Union aufgestiegen. Nach einem starken Anstieg der Lieferungen verdrängten sie die Ukraine vom ersten Platz. Laut Stiripesurse.ro erreichten die US-Exporte in die EU rund 1,3 Millionen Tonnen und lagen damit mehr als viermal so hoch wie im entsprechenden Zeitraum der Vorsaison.

Die Ukraine lieferte im selben Zeitraum rund 1,1 Millionen Tonnen. Das waren etwa 460.000 Tonnen mehr als ein Jahr zuvor, doch das Wachstum blieb hinter dem US-Tempo zurück. Die Zahlen zeigen zugleich, dass die Ukraine ihre Präsenz auf dem EU-Markt trotz logistischer Schwierigkeiten und Einschränkungen auf den Handelsrouten im Schwarzen Meer ausbaut.

Der Vorsprung der USA beträgt zu Saisonbeginn nur rund 200.000 Tonnen. Die Rangfolge kann sich im weiteren Verlauf daher noch ändern. Dennoch verschärft der US-Anstieg den Wettbewerb in einem Markt, in dem die nahe gelegene Ukraine für europäische Futtermittelhersteller, Händler und Verarbeiter eine wichtige Bezugsquelle ist.

Brasilien verliert Marktanteile, kleinere Lieferanten bleiben zurück

Brasilien belegte mit rund 510.000 Tonnen Mais seit Saisonbeginn den dritten Platz. Das waren mehr als 400.000 Tonnen weniger als im vergleichbaren Zeitraum der Vorsaison. Der Rückgang steht dem Wachstum der USA und der Ukraine gegenüber und verringerte Brasiliens frühen Anteil am europäischen Markt.

Kanada und Argentinien blieben deutlich kleinere Lieferanten. Nach Angaben von Agrobiznes.ro kamen rund 80.000 Tonnen aus Kanada und 64.000 Tonnen aus Argentinien. Zusammengenommen entsprachen diese Mengen nur einem Bruchteil der Lieferungen jedes der drei führenden Ursprungsländer.

Die Verschiebung ist relevant, weil der EU-Importbedarf nicht nur zwischen den Lieferanten umverteilt wird, sondern insgesamt steigt. Ungünstiges Wetter und schwächere Aussichten für die heimische Maiserzeugung erhöhen die Abhängigkeit von Einfuhren. Für Exporteure wächst damit der Absatzmarkt, zugleich nimmt der direkte Wettbewerb um Preis, Verfügbarkeit und Logistik zu.

EU-Importe nehmen um 41 % zu

Von Anfang Juli bis Ende August importierten die EU-Mitgliedstaaten laut Stiripesurse.ro rund 3,2 Millionen Tonnen Mais. Das waren 41 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Spanien war mit rund 1,56 Millionen Tonnen der größte Käufer und stand damit für fast die Hälfte der EU-Einfuhren.

Eine von der Publikation angeführte USDA-Schätzung beziffert die möglichen EU-Maisimporte 2026/27 auf rund 23,5 Millionen Tonnen. Das wären 5 Millionen Tonnen oder 27 % mehr als in der Vorsaison. Sollte die Prognose eintreffen, konkurrieren die USA, die Ukraine und Brasilien um ein deutlich größeres Importvolumen.

Eine breitere Lieferantenbasis gibt europäischen Käufern mehr Optionen, wenn die eigene Ernte schwach ausfällt. Für Exporteure macht die starke Konzentration der Nachfrage in Spanien das Land zu einem besonders wichtigen Markt in der frühen Saisonphase. Die Ukraine steigert ihre Mengen trotz logistischer Einschränkungen, während Brasiliens Rückgang Wettbewerbern Raum eröffnet. Die USA haben bislang am stärksten profitiert, müssen ihr hohes Liefertempo aber im weiteren Verlauf von 2026/27 halten, um an der Spitze zu bleiben.

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