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USA nahmen laut Antara bis zu 90% der indonesischen Kaffeeexporte ab

Die USA nahmen laut einem historischen Bericht von Antara schätzungsweise 85%-90% der indonesischen Kaffeeexporte ab. Der große Absatzmarkt eröffnete Chancen, schuf für die Lieferanten aber zugleich ein erhebliches Konzentrationsrisiko.

USA nahmen laut Antara bis zu 90% der indonesischen Kaffeeexporte ab

Der Großteil der Lieferungen ging in die USA

Die Vereinigten Staaten nahmen laut einem historischen Bericht von Antara Jahr für Jahr schätzungsweise 85%-90% der indonesischen Kaffeeexporte ab. Der Anteil zeigte die starke Abhängigkeit der Anbieter von einem einzigen Zielmarkt, auch wenn die große US-Verbraucherbasis erhebliche Absatzchancen bot.

Die Schätzung nannte Zulfikar, ein Mitarbeiter der Generaldirektion Außenhandel im indonesischen Handelsministerium, bei einer Pressekonferenz zum Indonesian Coffee Festival in Jakarta. Antara zitierte ihn mit der Aussage, dass etwa 85%-90% der Kaffeeexporte des Landes vom US-Markt aufgenommen wurden.

Der Bericht bezeichnete die USA wegen der großen Zahl an Kaffeetrinkern als einen der Märkte mit dem größten Potenzial. Zulfikar veranschaulichte die mögliche Nachfrage anhand von rund 320 Millionen Einwohnern und der hypothetischen Annahme, dass 200 Millionen Menschen täglich zwei Tassen trinken. Die USA seien zwar nicht zwingend das Land mit dem weltweit höchsten Kaffeeverbrauch, stellten aber einen der größten Anteile der globalen Kaffeetrinker.

Die Exportkonzentration erhöhte das Risiko

Für indonesische Erzeuger, Verarbeiter und Exporteure bedeutete ein Zielmarktanteil von 85%-90%, dass Veränderungen im US-Einkaufsverhalten die Bestellungen überproportional treffen konnten. Änderungen beim Konsum, bei der Lagerhaltung oder bei den Beschaffungspräferenzen ließen sich über andere Märkte, auf die nur 10%-15% entfielen, kaum kurzfristig ausgleichen.

Die Konzentration konnte zudem den Einfluss amerikanischer Käuferanforderungen auf die gesamte indonesische Lieferkette verstärken. Exporteure mussten verlässliche Mengen und Qualitäten liefern, während vergleichsweise niedrige Flächenerträge die Erzeuger begrenzten. Antara nannte weder Preise noch Kaffeesorten oder eine Aufteilung zwischen Rohkaffee und verarbeitetem Kaffee, sodass Wert und Zusammensetzung des Handels nicht genauer beurteilt werden können.

Antara berichtete für 2012 von indonesischen Kaffeeexporten in Höhe von 320 Tonnen, 8% mehr als im Vorjahr. Diese Menge wird hier so wiedergegeben, wie sie in der Quelle steht. Der Bericht enthielt keinen ergänzenden Datensatz, der die Zahl erklären oder zeigen würde, ob sie sämtliche nationalen Kaffeeexporte oder eine engere Kategorie erfasste.

Die Produktivität lag hinter Vietnam

Zulfikar forderte Indonesiens Kaffeeanbaugebiete auf, ihre Produktivität insbesondere durch Technologie zu steigern. Der indonesische Ertrag wurde auf 1 Tonne je Hektar geschätzt, gegenüber 4 Tonnen je Hektar in Vietnam. Der vierfache Abstand zeigte, dass mehr Produktion nicht allein von zusätzlichen Flächen abhing: Maschinen, Anbaumethoden und Betriebsführung konnten die für Verarbeiter und Exporteure verfügbare Menge wesentlich erhöhen.

Indonesien verfügte über rund 1,3 Millionen Hektar Kaffeeplantagen. Antara nannte Anbaugebiete in Aceh, Nordsumatra, Lampung, Westjava, Zentraljava, Bali, Ost-Nusa Tenggara, Südsulawesi und Papua. Die breite geografische Basis bot Spielraum für ein größeres Angebot, verlangte aber Verbesserungen in zahlreichen Regionen mit unterschiedlichen Produktionsbedingungen.

Diversifizierung und Technologie gehörten zusammen

Die historischen Zahlen machten zwei miteinander verbundene Aufgaben sichtbar. Indonesien musste die Flächenerträge steigern, um wirksamer mit Vietnam zu konkurrieren; gleichzeitig brauchten die Exporteure mehr Zielmärkte, um ihre Abhängigkeit von den USA zu verringern. Mehr Produktion ohne zusätzliche Käufer hätte das Konzentrationsrisiko verschärfen können. Eine Diversifizierung ohne verlässliches Angebotswachstum hätte dagegen die Bedienung neuer Kunden erschwert.

Für die Marktteilnehmer ging es daher nicht allein um die Größe der US-Nachfrage. Entscheidend war, ob Investitionen in Agrartechnik und Produktivität sowohl das bestehende US-Geschäft als auch die Expansion in andere Märkte tragen konnten. Der Bericht verwies auf verfügbare Anbauflächen und einen großen etablierten Käufer, doch ein US-Anteil von 85%-90% bot indonesischen Lieferanten kaum Schutz vor Veränderungen in diesem Markt.

Vollständige Marktanalyse

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