Ukraine verstärkt Sicherheit an Tankstellen trotz russischer Angriffe und dementiert Engpass
Die ukrainische Regierung bereitet zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für Tankstellen in Frontregionen vor, während russische Angriffe auf die Kraftstoffinfrastruktur zunehmen. Regierungsvertreterin Julia Swyrydenko erklärte laut tsn.ua, es seien ausreichende Kraftstoffmengen vorhanden und es gebe keinen Engpass. In zwei Monaten brannten über 150 Tankstellen nieder.
Die Ukraine bereitet zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für Tankstellen in Frontregionen vor, da russische Angriffe auf die Kraftstoffinfrastruktur zu einer wiederkehrenden Bedrohung werden, berichtet tsn.ua. Regierungsvertreterin Julia Swyrydenko erklärte, das Land verfüge derzeit über ausreichende Kraftstoffmengen und es gebe keinen Engpass.
Koordinierungssitzung mit Marktbetreibern
Laut Swyrydenko fand eine Koordinierungssitzung mit Betreibern des Mineralölproduktemarkts und allen zuständigen Behörden statt, um die stabile Kraftstoffversorgung des Landes zu erörtern. Als Priorität nannte sie die Bedürfnisse der frontnahen Gemeinden.
„Wir haben eine Koordinierungssitzung mit den Betreibern des Mineralölproduktemarkts und allen beteiligten Behörden zur stabilen Kraftstoffversorgung des Landes abgehalten. Priorität haben die Bedürfnisse der frontnahen Gemeinden“, sagte sie laut tsn.ua.
Sie betonte, dass russische Angriffe auf Tankstellen zu einer systemischen Bedrohung sowohl für die Sicherheit der Menschen als auch für den Betrieb der Kraftstoffinfrastruktur würden. Dennoch seien die notwendigen Kraftstoffmengen vorhanden.
Reserven laut Behörden ausreichend
„Derzeit sind die notwendigen Kraftstoffmengen vorhanden, es gibt keinen Engpass. Wir setzen vorausschauend ein Bündel von Lösungen um, die weiterhin eine ununterbrochene Kraftstoffversorgung für Bürger, Wirtschaft, die Sicherheits- und Verteidigungskräfte sowie die kritische Infrastruktur garantieren“, sagte Swyrydenko.
Bei der Sitzung ging es auch um zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für Tankstellen in Regionen, die regelmäßig russischem Beschuss ausgesetzt sind. Ziel dieser Schritte sei es, die Widerstandsfähigkeit der Kraftstoffinfrastruktur zu erhöhen und ihren ununterbrochenen Betrieb selbst unter ständiger Angriffsgefahr sicherzustellen.
Schäden am Netz
tsn.ua berichtete, dass in den vergangenen zwei Monaten infolge von Angriffen mehr als 150 Tankstellen in der Ukraine niederbrannten, während Öllager und andere Objekte der Kraftstoffinfrastruktur regelmäßig getroffen werden.
Bei den Preisen wird für die nahe Zukunft kein starker Anstieg der Kraftstoffkosten prognostiziert. Diese Einschätzung äußerte zuvor Mychajlo Hontschar, Leiter des Zentrums für Globalistik „Strategie XXI“.
Was das für den Markt bedeutet
Für Importeure und Händler lauten die zentralen Signale: Die Behörden melden keine Versorgungslücke und keinen kurzfristigen Preisschub, obwohl die physische Einzelhandelskapazität in Frontgebieten unter Druck steht. Der erklärte Fokus der Regierung liegt auf dem Schutz von Tankstellen und Öllagern, damit die Lieferungen für Bürger, Wirtschaft, Streitkräfte und kritische Infrastruktur weiterlaufen.
- Mehr als 150 Tankstellen durch Angriffe in zwei Monaten zerstört.
- Öllager und andere Kraftstoffanlagen unter regelmäßigem Beschuss.
- Behörden erklären, die Reserven seien ausreichend, kein Engpass.
- Kein starker Anstieg der Kraftstoffpreise in naher Zukunft prognostiziert.