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Ukraine wird nach schwieriger Saison 2024/25 wieder Netto-Apfelexporteur

Die Ukraine ist wieder Netto-Exporteur von Äpfeln: Von Juli 2025 bis April 2026 gingen über 22.000 Tonnen ins Ausland, während die Importe auf rund 5.500 Tonnen fielen. Eine größere Ernte und stark gesunkene Einfuhren trieben die Wende, wichtigste Käufer sind die VAE, Saudi-Arabien, Usbekistan, die Türkei und Schweden.

Ukraine wird nach schwieriger Saison 2024/25 wieder Netto-Apfelexporteur

Ukraine schwenkt zurück zum Netto-Apfelexport

Die Ukraine hat ihre Position als Netto-Exporteur von Äpfeln nach einer schwierigen Saison 2024/25 zurückgewonnen. Das berichtet AgroTimes laut 24tv.ua. Auslöser waren höhere Ausfuhrmengen und ein starker Rückgang der Importe, was auf eine allmähliche Erholung des Gartenbausektors des Landes hindeutet.

Wolodymyr Hurschij, Leiter des Exportunternehmens USPA Fruit, erklärte, die Ukraine habe in der Saison 2024/25 rund 16.800 Tonnen Äpfel ausgeführt, während die Importe 18.200 Tonnen erreichten – das Land blieb damit Netto-Importeur. Zwischen Juli 2025 und April 2026 kehrte sich die Bilanz um: Die Exporte überstiegen 22.000 Tonnen, die Importe sanken auf rund 5.500 Tonnen.

Eine größere Ernte hinter der Wende

Laut Hurschij war der wichtigste Grund für das Ergebnis eine deutlich größere Apfelernte als im Vorjahr. Das gestiegene Angebot ermöglichte den ukrainischen Erzeugern, aktiver auf Auslandsmärkten tätig zu sein und gleichzeitig den heimischen Markt gut zu versorgen.

Die größere Ernte wirkt sich doppelt auf den Handel aus: Sie erhöht die exportfähige Menge und verringert die Notwendigkeit, ausländisches Obst zur Deckung der Inlandsnachfrage einzuführen. Beide Faktoren wirkten in dieser Saison zugunsten der Ukraine und verwandelten eine Einfuhrlücke von rund 1.400 Tonnen in 2024/25 in einen klaren Exportüberschuss.

Absatzmärkte und Käuferprofil

Größte Abnehmer ukrainischer Äpfel bleiben die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Usbekistan, die Türkei und Schweden. Ukrainische Erzeuger sehen den Export zunehmend nicht nur als Weg zu besseren Preisen, sondern auch als Mittel, Absatzmärkte zu diversifizieren und kommerzielle Risiken zu senken.

  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Saudi-Arabien
  • Usbekistan
  • Türkei
  • Schweden

Inlandspreise bleiben stabil

Trotz der Belebung des Exports bleiben Äpfel für ukrainische Käufer in einer breiten Preisspanne verfügbar. Der Preis hängt von der Sorte, der Herkunft der Ware und der Handelskette ab. Anfang Juli boten beliebte Supermärkte Äpfel zu unterschiedlichen Preisen an, wobei heimische Saisonäpfel am günstigsten blieben, während importierte und Premiumsorten deutlich mehr kosteten.

Von 24tv.ua zitierte Experten weisen darauf hin, dass die Wiederaufnahme des Exports auf eine allmähliche Stärkung des ukrainischen Gartenbaus auf den internationalen Märkten hindeutet. Zugleich hält eine ausreichende Inlandsernte das Angebot hoch und trägt dazu bei, einen starken Preisanstieg für ukrainische Verbraucher trotz reger Ausfuhren zu vermeiden.

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