Ungarische UBM übernimmt 65 Prozent des griechischen Futtermittelherstellers ELVIZ
Der ungarische Agrarkonzern UBM hat 65 Prozent am griechischen Futtermittelhersteller ELVIZ übernommen. Damit steigt UBM in Griechenland ein und erhöht seine jährliche Produktionskapazität auf mehr als 1 Million Tonnen.
UBM übernimmt die Kontrolle über ELVIZ
Der ungarische Agrarkonzern UBM hat den Erwerb von 65 Prozent an ELVIZ abgeschlossen und damit die Kontrolle über einen der führenden griechischen Futtermittelhersteller übernommen. Laut Newmoney und Mononews markiert die Transaktion den Eintritt von UBM in den griechischen Markt und erhöht die jährliche Produktionskapazität des Konzerns auf mehr als 1 Million Tonnen Futtermittel.
ELVIZ verfügt über eine Jahreskapazität von rund 250.000 Tonnen. Vor der Übernahme betrieb UBM Kapazitäten von etwa 780.000 Tonnen jährlich und war bereits der größte Futtermittelhersteller Ungarns. Sofokleousin zählt ELVIZ zu den drei größten Unternehmen der griechischen Branche.
Die verbleibenden 35 Prozent sollen Newmoney und Mononews zufolge bis 2029 auf UBM übergehen. Sofokleousin beschreibt die Vereinbarung als Recht von UBM, diesen Anteil innerhalb von drei Jahren zu erwerben. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden in den vorliegenden Berichten nicht genannt.
Griechenland wird zur regionalen Basis
ELVIZ wird unter der neuen Eigentümerstruktur weiterhin Futtermittel für Geflügel, Schweine und Wiederkäuer herstellen. Die Produktion soll vor allem den griechischen Markt beliefern. Zugleich will UBM Griechenland als Ausgangspunkt für das Geschäft auf dem Balkan und im östlichen Mittelmeerraum sowie in geringerem Umfang im Nahen Osten nutzen.
Der Standort bringt die Produktion von UBM näher an Tierhalter in Südosteuropa und erweitert die internationale Präsenz über das bestehende Geschäft in Ungarn hinaus. Für griechische Vieh- und Geflügelhalter bedeutet der Eigentümerwechsel einen größeren strategischen Partner mit Zugang zu Kapital, Technologie, Erfahrung im Rohstoffhandel und einem internationalen Vertriebsnetz.
UBM-Vorstandsvorsitzender Péter Horváth erklärte, die bisherigen ELVIZ-Eigentümer hätten einen Partner gesucht, der Kapital, moderne Technologie, internationale Erfahrung und neue Wachstumschancen einbringen könne. UBM erwerbe ein Unternehmen mit gefestigter Marktposition, ausgewogenem Umsatzmix und einer langen profitablen Geschäftsgeschichte.
Produktion ergänzt das Rohstoffgeschäft
UBM zählt zu Ungarns größten Händlern von Futtermittelrohstoffen und erreicht ein gesamtes Handelsvolumen von 2,1 Millionen Tonnen. Der Konzern exportiert in mehr als 20 Länder; die Ausfuhren stehen für rund die Hälfte des Gesamtumsatzes. Die ELVIZ-Übernahme verbindet zusätzliche Produktionskapazität mit einem bestehenden grenzüberschreitenden Beschaffungs- und Vertriebsnetz.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/2026, vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2025, erzielte UBM einen Umsatz von 131,6 Milliarden Forint, ein EBITDA von 5,4 Milliarden Forint und einen Vorsteuergewinn von 2,4 Milliarden Forint. UBM besteht seit 30 Jahren und ist das einzige Agrarunternehmen an der Budapester Börse. Die Aktie der UBM Holding Nyrt. schloss am 1. September 2026 bei 890 Forint.
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