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Türkiyes lizenzierte Stromerzeugung sinkt im Juli um 8,4 Prozent

Die lizenzierte Stromerzeugung in Türkiye sank im Juli um 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 30,23 Millionen MWh, während der abgerechnete Verbrauch um 1,3 Prozent auf 27,60 Millionen MWh stieg. Wasserkraft lieferte 30 Prozent der Erzeugung; die lizenzierte Kapazität wuchs um 3,2 Prozent auf 101.029 MW.

Türkiyes lizenzierte Stromerzeugung sinkt im Juli um 8,4 Prozent

Erzeugung sinkt, während der abgerechnete Verbrauch steigt

Die lizenzierte Stromerzeugung in Türkiye sank im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,4 Prozent auf 30.230.681 Megawattstunden. Das geht aus dem Elektrizitätsmarktbericht der Energiemarkt-Regulierungsbehörde EPDK für Juli hervor. Der Rückgang erfolgte trotz des weiteren Ausbaus des lizenzierten Kraftwerksparks.

Der abgerechnete Stromverbrauch entwickelte sich in die entgegengesetzte Richtung. Er stieg um 1,3 Prozent auf 27.604.750 Megawattstunden. Die Zahlen deuten auf einen geringeren Abstand zwischen lizenzierter Erzeugung und abgerechnetem Verbrauch hin, als er bei einem parallelen Wachstum beider Größen entstanden wäre. Direkt vergleichbar sind die Werte jedoch nicht, da Erzeugung und Abrechnung auf unterschiedlichen Grundlagen erfasst werden.

Die Zahl der Stromverbraucher erhöhte sich um 2,6 Prozent auf 52.631.602. Die Zahl der Haushaltskunden stieg um 2,5 Prozent, die der landwirtschaftlichen Kunden um 1,5 Prozent und die der Beleuchtungskunden um 0,6 Prozent. Öffentliche und private Dienstleistungen sowie sonstige Kunden verzeichneten mit 14,3 Prozent den stärksten Zuwachs. Die Zahl der Industriekunden sank geringfügig um 0,01 Prozent.

Wasserkraft führt den Erzeugungsmix im Juli an

Wasserkraftwerke lieferten im Juli 30 Prozent der lizenzierten Stromerzeugung und waren damit die größte einzelne Quelle. Importkohle stellte 21,6 Prozent, gefolgt von Windkraft mit 13,6 Prozent, Braunkohle mit 12,6 Prozent, Erdgas mit 11,5 Prozent und Solarenergie mit 3,9 Prozent. Der verbleibende Strom kam aus Geothermie, Biomasse, Steinkohle, Asphaltit und Heizöl.

Die Wasserkraft erreichte einen höheren Anteil als jede einzelne thermische oder erneuerbare Quelle. Kohle blieb bedeutend, wenn Importkohle und heimische Braunkohle zusammen betrachtet werden; Erdgas lieferte etwas mehr als ein Zehntel der lizenzierten Erzeugung. Für Brennstofflieferanten und Kraftwerksbetreiber ist dieser Mix entscheidend, da Änderungen bei Wasser- und Windverfügbarkeit den Bedarf an Importkohle und Erdgas beeinflussen können.

Die Industrie blieb mit 36,1 Prozent der größte Bereich des abgerechneten Stromverbrauchs. Öffentliche und private Dienstleistungen sowie sonstige Abnehmer standen für 28,2 Prozent, Haushalte für 26,2 Prozent. Auf die Landwirtschaft entfielen 8,1 Prozent und auf Beleuchtung 1,3 Prozent. Die industrielle Nachfrage bleibt damit ein zentraler Indikator für Erzeuger und Marktteilnehmer, die Lastveränderungen bewerten.

Lizenzierte Kapazität erreicht 101.029 MW

Die lizenzierte installierte Stromerzeugungskapazität Türkiyes nahm im Jahresvergleich um 3,2 Prozent auf 101.029 Megawatt zu. Gaskraftwerke stellten rund 24,4 Prozent, gefolgt von Speicherkraftwerken mit 23,6 Prozent. Windkraft kam auf 14,9 Prozent, Importkohlekraftwerke auf 10,4 Prozent und Braunkohlekraftwerke auf 10,1 Prozent. Andere Technologien bildeten den Rest.

Der gleichzeitige Kapazitätszuwachs und Rückgang der Monatserzeugung verdeutlicht den Unterschied zwischen verfügbaren Kraftwerksanlagen und ihrer tatsächlichen Auslastung. Die EPDK-Zahlen nennen keine betrieblichen, wetterbedingten oder marktbezogenen Ursachen für den Produktionsrückgang. Stromerzeuger, Brennstofflieferanten und Händler dürften jedoch die Kombination aus geringerer lizenzierter Erzeugung, höherem abgerechnetem Verbrauch und wachsender Kundenzahl genau verfolgen, wenn sie Türkiyes Strombilanz und den möglichen Bedarf an flexibler thermischer Erzeugung bewerten.

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