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Türkische Sonnenblumenölexporte steigen im ersten Halbjahr um 20,1%

Die Türkei exportierte im ersten Halbjahr 402.895 Tonnen Sonnenblumenöl im Wert von 663,938 Millionen $. Das Volumen stieg laut dem türkischen Exporteursverband um 8%, der Exportwert um 20,1%; wichtigste Märkte waren Dschibuti, Sudan und Libyen.

Türkische Sonnenblumenölexporte steigen im ersten Halbjahr um 20,1%

Exportwert wächst schneller als die Menge

Die Türkei exportierte von Januar bis Juni 402.895 Tonnen Sonnenblumenöl und erzielte damit 663,938 Millionen $ Umsatz. Das berichtete CNN Türk unter Berufung auf Daten des türkischen Exporteursverbands. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhte sich die Ausfuhrmenge um 8%, während der Exportwert um 20,1% stieg.

Der Abstand zwischen Wert- und Mengenwachstum deutet darauf hin, dass der durchschnittliche Exporterlös je Tonne höher lag als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahlen bestätigen die anhaltende Bedeutung von Sonnenblumenöl für die türkischen Exporte verarbeiteter Lebensmittel, während Produktion und Versorgung im Schwarzmeerraum weiter mit Unsicherheit behaftet sind.

Dschibuti führt die Absatzmärkte an

Dschibuti war in den ersten sechs Monaten der größte Exportmarkt für türkisches Sonnenblumenöl. Der Wert der Lieferungen stieg gegenüber dem Vorjahr um 26,6% auf 219,732 Millionen $. Damit entfiel ungefähr ein Drittel der gesamten gemeldeten türkischen Exporterlöse mit diesem Produkt auf das Land.

Sudan belegte mit einem Anstieg um 35,6% auf 75,879 Millionen $ den zweiten Platz. Libyen folgte an dritter Stelle; die Lieferungen nahmen um 26% auf 55,801 Millionen $ zu. Zusammen standen die drei Märkte für 351,412 Millionen $ und unterstrichen damit die Bedeutung afrikanischer Ziele für türkische Raffinerien, Abfüller und Händler.

Auf Südostanatolien entfielen im ersten Halbjahr Sonnenblumenölexporte im Wert von 302,592 Millionen $. Die Ausfuhren der Region stiegen im Jahresvergleich um 23,1%. Dieser Anteil zeigt die Rolle der südosttürkischen Verarbeitungs- und Handelsbasis einschließlich Gaziantep bei der Versorgung benachbarter und afrikanischer Märkte.

Risiken im Schwarzmeerraum bleiben entscheidend

Nihat Uysallı, Vorsitzender des Branchenrats für Getreide, Hülsenfrüchte, Ölsaaten und deren Erzeugnisse beim türkischen Exporteursverband, verwies auf die anhaltende Unsicherheit durch den russisch-ukrainischen Krieg im Schwarzmeerraum, einer Schlüsselregion für die Sonnenblumenölproduktion. Spannungen im Nahen Osten hätten in einigen Branchen zu verzögerten oder langsameren Bestellungen geführt. Die weltweite Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln bleibe jedoch stark.

Ausfuhren von mehr als 400.000 Tonnen zeigten laut Uysallı die Rolle der Türkei in der globalen Lebensmittelversorgung. Das Land behaupte zugleich seine starke Position im Nahen Osten und in Afrika. Mehmet Özyurt, Sonnenblumenölproduzent und Vorsitzender der Handelskammer von Nizip, erklärte, die Branche leiste einen wichtigen Beitrag zu den Exporten Gazianteps und verfüge weiter über Wachstumspotenzial. Für Marktteilnehmer werden künftig die Nachfrage in den führenden afrikanischen Zielländern, das Angebot und die geopolitischen Risiken rund um das Schwarze Meer und den Nahen Osten entscheidend sein.

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