Türkei exportiert im ersten Halbjahr 2026 2.602 Tonnen Tee in 108 Märkte
Die Türkei exportierte von Januar bis Juni 2026 insgesamt 2.602 Tonnen Tee im Wert von 17,54 Millionen $. Das zeigen Daten des Exporteursverbands der östlichen Schwarzmeerregion. Belgien war der größte Absatzmarkt, während Rize 44 % der nationalen Exporterlöse erwirtschaftete.
Teelieferungen erreichen 108 Auslandsmärkte
Die Türkei exportierte in den ersten sechs Monaten 2026 insgesamt 2.602 Tonnen Tee in 108 Länder, autonome Gebiete und Freizonen. Der Erlös belief sich auf 17.538.005 $. Sabah veröffentlichte die Zahlen auf Grundlage von Daten des Exporteursverbands der östlichen Schwarzmeerregion. Sie zeigen ein geografisch breit aufgestelltes Exportgeschäft mit Schwerpunkt auf der europäischen Nachfrage.
Für Januar bis Juni ergibt sich ein durchschnittlicher deklarierter Exportwert von rund 6,74 $ je Kilogramm. Die verfügbaren Daten enthalten weder einen Vorjahresvergleich noch eine Aufschlüsselung nach Teesorte. Das Verhältnis von Wert und Menge deutet jedoch darauf hin, dass sich die Lieferungen nicht auf das günstigste Massengutsegment beschränken. Produktform, Verarbeitung, Verpackung und Zielmarktmix können den Durchschnitt beeinflussen.
Der Zugang zu 108 Märkten verringert auf geografischer Ebene die Abhängigkeit von einem einzelnen Abnehmerland. Die Erlöse sind allerdings stärker konzentriert, da die drei wichtigsten Märkte einen erheblichen Anteil am Gesamtwert stellen. Importeure sollten daher zwischen der breiten Marktpräsenz und dem wirtschaftlichen Gewicht der führenden europäischen Käufer unterscheiden.
Belgien und Großbritannien führen die Nachfrage an
Belgien war im ersten Halbjahr der größte Zielmarkt und kaufte türkischen Tee im Wert von 5.391.866 $. Das entsprach etwa 31 % der gesamten türkischen Teeexporterlöse im Berichtszeitraum. Belgiens Spitzenposition könnte sowohl den heimischen Verbrauch als auch seine Funktion als europäischer Logistik- und Vertriebsmarkt widerspiegeln. Die Daten unterscheiden jedoch nicht zwischen Endnachfrage und Weiterhandel.
Großbritannien folgte mit Einfuhren im Wert von 3.507.203 $. Die Türkische Republik Nordzypern lag mit 1.235.560 $ an dritter Stelle. Zusammen erwirtschafteten die drei Märkte 10.134.629 $ und damit fast 58 % der gesamten Teeexporterlöse. Trotz Lieferungen in mehr als 100 Märkte bleiben Europa und die benachbarte Region für türkische Exporteure entscheidend.
Für Importeure bringt diese Konzentration Effizienz, aber auch Risiken. Etablierte Vertriebskanäle in Belgien und Großbritannien können regelmäßige Bestellungen stützen. Veränderungen bei Nachfrage, Lagerbeständen oder Einzelhandelspreisen könnten die türkischen Exporterlöse jedoch spürbar beeinflussen. Angaben zu Vertragspreisen, Lieferplänen sowie zum Verhältnis von verpacktem und losem Tee liegen nicht vor.
Rize erzielt 44 % der Exporterlöse
Rize, das wichtigste türkische Teeanbauzentrum an der östlichen Schwarzmeerküste, exportierte im Sechsmonatszeitraum 1.575 Tonnen in 20 Länder. Die Lieferungen erzielten 7.685.003 $ und damit 44 % der landesweiten Teeexporterlöse. Auch für Tee aus Rize war Belgien der wichtigste Zielmarkt.
Auf Rize entfielen rund 61 % der nationalen Exportmenge, aber 44 % der Erlöse. Aus den gemeldeten Summen ergibt sich für Lieferungen aus Rize ein Durchschnittswert von etwa 4,88 $ je Kilogramm und damit weniger als im Landesdurchschnitt. Die Differenz könnte durch Produktmix, Verpackung, Zusammensetzung der Sendungen oder über andere Provinzen registrierte Ausfuhren entstehen. Die veröffentlichten Daten erlauben jedoch keine eindeutige Erklärung.
Die Ergebnisse zeigen eine konzentrierte Produktionsbasis und zugleich ein außergewöhnlich breites Zielmarktnetz. Laut Sabah wollen Branchenvertreter die Exporte durch die Erschließung neuer Märkte weiter steigern. Für Importeure und Händler wird entscheidend sein, ob die Liefermengen außerhalb der führenden europäischen Märkte wachsen und höherwertige verpackte oder spezialisierte Produkte die Erlöse erhöhen können, ohne die preisliche Wettbewerbsfähigkeit zu schwächen.