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Trumps 25%-Zolldrohung gegen Irans Handelspartner treibt die Ölpreise

Die Rohölpreise stiegen, nachdem Donald Trump einen US-Zoll von 25% auf Länder angekündigt hatte, die mit Iran handeln. Brent erreichte 64,15 $ je Barrel und WTI 59,78 $, während der Markt Risiken für iranische Lieferungen und den Handel mit China bewertete.

Trumps 25%-Zolldrohung gegen Irans Handelspartner treibt die Ölpreise

Ölbenchmarks steigen nach der Zollankündigung

Die globalen Rohölpreise stiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump einen Zoll von 25% auf Länder angekündigt hatte, die mit Iran Geschäfte machen. Moneycontrol berichtete, die Maßnahme solle sofort gelten. Trumps Beitrag in sozialen Medien enthielt jedoch kaum Angaben zu Reichweite und Durchsetzung.

Brent-Futures legten um 28 Cent beziehungsweise 0,4% auf 64,15 $ je Barrel zu und näherten sich dem Zweimonatshoch der vorangegangenen Sitzung. US-Futures auf West Texas Intermediate stiegen ebenfalls um 28 Cent beziehungsweise 0,5% auf 59,78 $ je Barrel, den höchsten Tagesstand seit dem 8. Dezember.

Die relativ geringe Preisbewegung spiegelte die Unsicherheit über die praktische Anwendung wider. Die Ankündigung fügte einem Markt, der bereits iranische Exporte, Lieferprobleme in Kasachstan und ein mögliches globales Überangebot beobachtete, dennoch ein neues politisches Risiko hinzu.

Der Handel mit China wird zum zentralen Risiko

China ist der weltgrößte Rohölimporteur und kauft laut Moneycontrol etwa 90% der gesamten iranischen Ölexporte. Maßnahmen gegen Irans Handelspartner könnten deshalb die Kalkulation chinesischer Raffinerien, Händler, Banken, Reedereien und Versicherer verändern.

Irans tägliche Exporte entsprechen etwa 2% der globalen Ölnachfrage. Eine Unterbrechung würde Barrel aus einem Markt nehmen, in dem Sorgen über ein Überangebot seit Mitte Juni zu sinkenden Preisen beigetragen hatten. Die Drohung bestätigt keinen Lieferstopp, erhöht aber Kosten- und Compliance-Risiken.

Moneycontrol berichtete außerdem, dass die iranischen Rohölbestände an einem wichtigen Exportterminal rund ein Fünftel niedriger lagen als zu Jahresbeginn. Dies könne darauf hindeuten, dass Iran seine Vorräte während innerer Unruhen schützen wolle. Das Terminal und das absolute Volumen wurden nicht genannt.

Volatilität steigt, physische Lieferungen bleiben ungewiss

Händler verstärkten ihre Absicherung gegen steigende Preise. Laut Moneycontrol erreichte der Handel mit Brent-Call-Optionen am Montag ein Rekordniveau. Marktteilnehmer berücksichtigten damit stärker eine angebotsgetriebene Rally, obwohl die erste Futures-Reaktion unter 1% blieb.

Lieferprobleme außerhalb Irans stützten den Markt zusätzlich. Schlechtes Wetter, Wartungsarbeiten und durch ukrainische Drohnen verursachte Schäden an russischer Infrastruktur beeinträchtigten laut Moneycontrol die kasachischen Lieferungen. Eine Schätzung der betroffenen Menge lag nicht vor.

Für Raffinerien und Kraftstoffanbieter ist entscheidend, ob der Zoll die physischen Ölströme verändert oder vor allem eine politische Warnung bleibt. Ein längerfristiger Ausfall iranischer Mengen würde den Zugang zu rabattiertem Rohöl begrenzen und Käufer zu alternativen Sorten drängen. Bleiben die Lieferungen bestehen, dürften zunächst Fracht-, Versicherungs-, Finanzierungs- und Compliance-Kosten steigen.

Höhere Rohölpreise führen nicht automatisch sofort zu höheren Benzin- und Dieselpreisen. Steuern, Wechselkurse, Raffineriemargen, Lagerbestände und Preisregeln bestimmen die Weitergabe. Importabhängige Märkte bleiben jedoch gefährdet, wenn der Anstieg anhält und zugleich die Landeswährung gegenüber dem Dollar nachgibt.

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