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Trakya Birlik setzt Sonnenblumenpreis 2026/27 auf 37.000 TRY je Tonne fest

Trakya Birlik hat für Sonnenblumenkerne mit 44 % Ölgehalt in der Saison 2026/27 einen vorläufigen Ankaufspreis von 37.000 TRY je Tonne festgelegt. Die Genossenschaft hat während der laufenden türkischen Ernte bereits 235.979 Tonnen übernommen.

Trakya Birlik setzt Sonnenblumenpreis 2026/27 auf 37.000 TRY je Tonne fest

Ölgehalt bestimmt die endgültige Vergütung

Trakya Birlik hat den vorläufigen Ankaufspreis für Sonnenblumenkerne der Saison 2026/27 auf 37.000 TRY je Tonne bei einem Ölgehalt von 44 % festgesetzt. Damit erhält der türkische Markt einen wichtigen Richtwert für Landwirte und Ölsaatenverarbeiter. Tekirdağ Yeni Haber und CNN Türk berichteten über den Beschluss des Genossenschaftsvorstands.

Der Ölgehalt von 44 % entspricht dem Standard internationaler Verträge. Für jeden Prozentpunkt, um den eine Lieferung darüber oder darunter liegt, wendet Trakya Birlik einen Preisfaktor von 1,5 % an. Die Auszahlung an die Landwirte wird damit direkt an die erwartete Rohölausbeute ihrer Ware gekoppelt.

Beim angekündigten Richtwert führt eine Veränderung des Ölgehalts um einen Prozentpunkt zu einer Anpassung des Basispreises um 1,5 %. Kerne mit höherem Ölgehalt erhalten somit einen Aufschlag, Ware mit niedrigerem Wert einen Abschlag. Das setzt einen klaren Qualitätsanreiz für die Erzeuger und ermöglicht es der Genossenschaft, die Beschaffungskosten genauer an der beim Pressen erzielbaren Ölmenge auszurichten.

Ankäufe erreichen 235.979 Tonnen

Die Sonnenblumenernte begann Mitte August und läuft in den Anbauregionen inzwischen auf Hochtouren. Nach Angaben von Tekirdağ Yeni Haber dürfte die Ernte in der Türkei bis Ende September weitgehend abgeschlossen sein.

Trakya Birlik nimmt die Kerne an 109 Erfassungsstellen von 48 angeschlossenen Genossenschaften sowie in zwei Fabriken an. Die kumulierte Ankaufmenge hat 235.979 Tonnen erreicht. Ein Teil der Ware wurde bereits vor Bekanntgabe des vorläufigen Preises geliefert; Trakya Birlik dankte den Mitgliedern, die ihre Ernte in diesem Zeitraum abgaben.

Die Bezahlung erfolgt über die angeschlossenen Genossenschaften nach einem an den Lieferterminen ausgerichteten Zeitplan. Trakya Birlik erklärte außerdem, dass mögliche Zusatzerlöse nach Abschluss der Vermarktung der Saisonware an die Erzeugermitglieder ausgeschüttet werden könnten. Eine solche Nachzahlung ist nicht garantiert, sondern hängt vom Ergebnis der Aufbereitung und Vermarktung ab.

Zölle, Wechselkurse und Finanzierung prägen den Richtwert

Nach Angaben von Trakya Birlik flossen das geltende türkische Zollsystem, die Entwicklung der weltweiten Sonnenblumenproduktion, erwartete internationale Preise, Wechselkursbewegungen und Finanzierungskosten in die Entscheidung ein. Diese Faktoren beeinflussen sowohl den Spielraum heimischer Ölmühlen beim Einkauf türkischer Kerne als auch die relativen Kosten importierter Ölsaaten oder importierten Sonnenblumenöls.

CNN Türk berichtete zudem, dass die Genossenschaft den Ausbau der Ölsaatenproduktion und eine geringere Abhängigkeit der Türkei von ausländischen Lieferungen betonte. Der Preis von 37.000 TRY je Tonne soll einen geordneten Handel während der Ernte und stabile Marktpreise fördern und zugleich die Bedürfnisse von Erzeugern, Verbrauchern und Industrie berücksichtigen. Landwirte erhalten damit vor allem eine Verkaufsreferenz; Verarbeiter können durch die ölbasierte Anpassung Rohstoffwert und Verarbeitungsausbeute besser steuern.

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