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Thailands Markt für Spezialitätenkaffee wächst jährlich um 15 Prozent

Thailands Markt für Spezialitätenkaffee wächst im Durchschnitt um 15 Prozent pro Jahr, da Verbraucher stärker auf Qualität, Herkunft und Verarbeitung achten. Ein unzureichendes heimisches Angebot, EUDR-Anforderungen und Unterschiede bei Importsteuern erschweren jedoch den Aufbau einer höherwertigen Kaffeeindustrie.

Thailands Markt für Spezialitätenkaffee wächst jährlich um 15 Prozent

Thailands Kaffeenachfrage verlagert sich zur Qualität

Thailands Kaffeemarkt tritt in eine Phase ein, in der Verbraucher stärker auf Qualität achten, obwohl der durchschnittliche Konsum weiterhin unter dem Niveau Europas und Japans liegt. Post Today berichtete unter Berufung auf Angaben der Thailand Coffee Fest 2026, dass das Segment für Spezialitätenkaffee im Durchschnitt um 15 Prozent pro Jahr wächst.

In Thailand werden durchschnittlich 1,5–1,7 Tassen Kaffee pro Person und Tag getrunken, gegenüber rund 3–6 Tassen in Europa und Japan. Der Abstand deutet auf weiteres Wachstumspotenzial hin. Spezialitätenkaffee verschiebt den Wettbewerb jedoch bereits vom reinen Volumen hin zu Herkunft, Aufbereitungsmethoden, Geschmacksprofilen und den Geschichten der Produzenten.

Breiter Getränkemarkt mit bis zu 67 Milliarden Baht

Das Kasikorn Research Center erwartet, dass Thailands Markt für Getränkebetriebe einschließlich Cafés, Bäckereien und Eisdielen 2026 einen Wert von etwa 66–67 Milliarden Baht erreicht. Anbieter von Spezialitätenkaffee wollen durch differenzierte Bohnen, Röstungen, Zubereitungsarten und Café-Erlebnisse einen größeren Anteil dieser Ausgaben gewinnen.

Die Chancen sind entlang der Lieferkette ungleich verteilt. Von Post Today zitierte Daten des Thailand Development Research Institute und des Office of Industrial Economics zeigen, dass die heimische Kaffeeproduktion nicht ausreicht, um die Nachfrage zu decken. Zugleich stehen 87 Prozent der Erzeuger am Anfang der Lieferkette vor Herausforderungen durch die EU-Entwaldungsverordnung EUDR.

Verarbeitung und Rückverfolgbarkeit rücken in den Fokus

Branchenvertreter verweisen außerdem auf Unterschiede bei der thailändischen Importbesteuerung von Instantkaffee und verarbeiteten Rohstoffen. Die Steuerpolitik beeinflusst damit Investitionsentscheidungen von Verarbeitern und Marken. Das Ziel der Branche geht über den Verkauf zusätzlicher Getränke hinaus: Thailand soll bei Anbau, Verarbeitung, Röstung und fertigen Konsumprodukten mehr Wertschöpfung erzielen.

Die Specialty Coffee Association of Thailand und The Cloud veranstalten die 11. Thailand Coffee Fest 2026 unter dem Motto „Made by All of Us“. Sie soll Landwirte, Verarbeiter, Röster, Baristas, Unternehmer und Verbraucher miteinander verbinden. Verbandspräsident Natthiti Ampaiwan erklärte, jede Gruppe habe eine eigene Aufgabe — von der Produktionsbasis über Geschmack und Kundenerlebnis bis zur Marktnachfrage.

Ein zentraler Vorschlag ist, Thailand zu einem regionalen Standort für hochwertige Kaffeeverarbeitung zu entwickeln. Zu den Prioritäten zählen eine günstigere Steuerstruktur, Produktionstechnologie und Rückverfolgbarkeit in der gesamten Lieferkette. Die Veranstalter sehen zudem Potenzial, Rückstände aus Kaffeeproduktion und -verarbeitung im Rahmen der Kreislaufwirtschaft zu neuen Produkten zu verarbeiten und so zusätzliche Einnahmen für Landwirte und Unternehmen zu schaffen.

Branche sucht stärkere Verbindungen zu globalen Käufern

Changnoi Kunchorn Na Ayudhya, Geschäftsführer von Cloud and Ground, sagte, die Thailand Coffee Fest solle die heimische Industrie mit internationalen Märkten verbinden und Zugang zu Handelspartnern, Investoren und ausländischen Käufern schaffen. Der Ansatz entspricht TCEB-Initiativen zum Ausbau von B2B-Kanälen und Exporten sowie zur Weiterentwicklung der Veranstaltung nach Net-Zero-Standards.

The Cloud erhielt außerdem von The World’s 100 Best Coffee Shops die Rechte für die Liste „The Best Coffee Shops Thailand“. Eine Expertenbewertung und eine öffentliche Abstimmung sollen thailändische Cafés nach internationalen Kriterien auswählen und ihre Aufnahme in asiatisch-pazifische und globale Ranglisten fördern. Internationale Sichtbarkeit muss für Produzenten und Verarbeiter jedoch durch ausreichendes Angebot, überprüfbare Herkunft und Investitionen entlang der Lieferkette gestützt werden.

Vollständige Marktanalyse

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