← Zurück zu den Nachrichten

Thailands Reisexporte steigen dank schwachem Baht um 53,6 Prozent

Thailand exportierte in den ersten sieben Monaten 4.085.198 Tonnen Reis, 53,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. Der schwache Baht stützt den Absatz, doch thailändischer weißer Reis mit 5 Prozent Bruch bleibt teurer als vietnamesische Ware.

Thailands Reisexporte steigen dank schwachem Baht um 53,6 Prozent

Ausfuhren überschreiten in sieben Monaten 4 Millionen Tonnen

Thailand exportierte in den ersten sieben Monaten des Jahres 4.085.198 Tonnen Reis, sagte Chookiat Ophaswongse, Ehrenpräsident des thailändischen Reisexporteurverbandes, gegenüber INN News. Der Wert der Lieferungen belief sich auf 71,11 Milliarden Baht.

Die Exportmenge stieg gegenüber dem entsprechenden Zeitraum um 53,6 Prozent, der Wert um 41,9 Prozent. Dass die Erlöse langsamer zunahmen als die physische Menge, deutet auf einen geringeren durchschnittlichen Baht-Erlös je Tonne hin, obwohl die Exporteure deutlich mehr Ware abwickelten. Der Verband rechnet dennoch mit anhaltendem Wachstum, gestützt durch noch ausstehende Lieferverträge und Nachfrage aus mehreren Regionen.

Schwacher Baht erleichtert Preisgestaltung und Lieferungen

Für August veranschlagte der Verband Ausfuhren von rund 600.000-650.000 Tonnen. Der schwächere Baht verbessere die Vermarktungschancen von thailändischem Reis, weil Exporteure ihre Dollarpreise senken können, ohne dass ihre Einnahmen in Landeswährung im gleichen Umfang zurückgehen.

Die Preise für thailändischen Reis tendierten bereits entsprechend der Baht-Abwertung nach unten. Weißer Reis mit 5 Prozent Bruch aus Thailand kostete im Durchschnitt 428 $ je Tonne, verglichen mit 393-397 $ für vietnamesische Ware. Damit blieb ein thailändischer Preisaufschlag von 31-35 $ je Tonne bestehen. Die Währungshilfe milderte folglich den Wettbewerbsdruck, beseitigte den Preisabstand zu einem wichtigen regionalen Konkurrenten aber nicht.

Aufträge verteilen sich auf vier Weltregionen

Die Exporteure verfügten noch über Verträge aus den Vormonaten, deren Lieferungen ausstanden. Der Verband nannte den Irak im Nahen Osten; China, Japan, Hongkong und die Philippinen in Asien; Südafrika, Benin, Mosambik und Angola in Afrika sowie die Vereinigten Staaten und Kanada in Nordamerika. Diese breite Verteilung verringert die Abhängigkeit von einzelnen Käufern. Zugleich sichern die offenen Verträge eine Grundlage für die Verschiffungen der kommenden Monate.

Der Verband zeigte sich weiterhin zuversichtlich, das Jahresziel von 7,5 Millionen Tonnen erreichen zu können. Nach 4.085.198 Tonnen in sieben Monaten müssten in den verbleibenden fünf Monaten noch rund 3,4 Millionen Tonnen ausgeführt werden. Augustlieferungen von 600.000-650.000 Tonnen würden ungefähr dem dafür erforderlichen Tempo entsprechen. Das Ergebnis hängt jedoch auch von der Nachfrage, der Abwicklung offener Verträge und der weiteren Entwicklung des Baht ab. Für Erzeuger und Verarbeiter sichern anhaltend hohe Mengen die Auslastung der Reismühlen und die inländische Beschaffung. Für Händler ist entscheidend, ob währungsbedingte Preisnachlässe thailändischen Reis wettbewerbsfähiger machen, ohne die Baht-Margen gegenüber günstigerer vietnamesischer Ware aufzuzehren.

Vollständige Marktanalyse

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Inhalte bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Durch Klicken auf "Alle akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einstellungen verwalten oder mehr erfahren in unserer Datenschutzrichtlinie.