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Thailand nimmt Chinas wachsenden Markt für Instant- und trinkfertigen Kaffee ins Visier

Chinas Instantkaffeemarkt wuchs von 22,1 Milliarden Yuan im Jahr 2020 auf 86,5 Milliarden Yuan im Jahr 2025 und könnte bis 2030 159 Milliarden Yuan erreichen. Thailand sieht Exportchancen bei Premium-Instantkaffee, trinkfertigen Getränken und Produkten mit thailändischen Zutaten.

Thailand nimmt Chinas wachsenden Markt für Instant- und trinkfertigen Kaffee ins Visier

Chinas Instantkaffeemarkt wächst

Thailand ermutigt seine Getränkehersteller, die steigende chinesische Nachfrage nach praktischen und höherwertigen Kaffeeprodukten zu nutzen. Bangkok Biz News berichtet, dass die thailändische Behörde zur Förderung des internationalen Handels (DITP) vor allem Premium-Instantkaffee, trinkfertige Getränke, gesundheitsorientierte Kaffeeprodukte und besondere Geschmacksrichtungen als aussichtsreiche Exportkategorien einstuft.

Nach einer Untersuchung des thailändischen Außenhandelsbüros in Xiamen stieg der Wert der chinesischen Instantkaffeeindustrie von 22,1 Milliarden Yuan im Jahr 2020 auf 86,5 Milliarden Yuan im Jahr 2025. Bis 2030 werden 159 Milliarden Yuan erwartet. Zugleich baut China seine eigene Produktion aus, insbesondere durch die Aufwertung von Kaffee aus der Provinz Yunnan, um die Abhängigkeit von importierten Rohstoffen zu verringern.

Städtische Angestellte treiben die Nachfrage

Bequeme und schnelle Zubereitung stärkt den Konsum unter städtischen Kunden. Büroangestellte stellen 51,3 % der wichtigsten Verbrauchergruppe, wobei die Nachfrage bei den 23- bis 35-Jährigen besonders ausgeprägt ist. Auf die Metropolen Beijing, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen entfallen 31,6 % des Konsums. Chengdu, Hangzhou, Chongqing und Tianjin, deren wirtschaftliches Potenzial annähernd dem der ersten Städtekategorie entspricht, kommen auf weitere 25,7 %.

Die Zahlen zeigen, dass sich die Nachfrage weiterhin auf Chinas wohlhabendere Städte konzentriert. Der Vertrieb reicht von Taobao, Tmall und JD.com über 7-Eleven und FamilyMart bis zu Walmart, Carrefour sowie den Livestreaming-Plattformen Douyin und Kuaishou. Ausländische Anbieter können dort Produkte testen und Kunden erreichen, ohne ausschließlich vom klassischen Einzelhandel abhängig zu sein.

Thailands Exporte wachsen von niedriger Basis

Chinas Kaffeeimporte aus Thailand stiegen laut den von DITP angeführten Daten von 18.574 $ im Jahr 2020 auf 234.873 $ im Jahr 2025. Das entspricht einem Zuwachs von 1.164,5 % in fünf Jahren, obwohl der absolute Handelswert gemessen an der Größe des chinesischen Marktes gering bleibt. Die Differenz zeigt sowohl Wachstumspotenzial als auch Thailands bislang kleine Lieferposition.

Nach Einschätzung von DITP können sich thailändische Unternehmen mit Premiumprodukten, trinkfertigen Formaten, Gesundheitsmerkmalen und landestypischen Zutaten abheben. Denkbar sind Kaffeegetränke mit Durian oder Kokosnuss. Fruchtpüree und gefrorenes Fruchtfleisch könnten zudem minderwertiger eingestuftem Obst eine höherwertige Verwendung eröffnen.

Exporteure treffen auf heimische Konkurrenz

Mit der wachsenden chinesischen Eigenproduktion konkurrieren thailändische Anbieter nicht nur mit internationalen Marken wie Nescafé, Maxwell House, G7 und UCC, sondern auch mit HOGOOD, Nanguo und neuen Premiumanbietern. Produktanpassung, Preisgestaltung und digitaler Vertrieb werden daher entscheidend für Marktanteilsgewinne sein.

DITP verwies außerdem auf die Xiamen International Coffee Industry Expo 2026, die vom 20. bis 22. November 2026 im Xiamen International Conference & Exhibition Center in Fujian stattfinden soll. Die Messe umfasst Kaffeebohnen, Zutaten, Instantkaffee, Brühgeräte, Verpackungen, Markendesign und zugehörige Dienstleistungen und bietet Zugang zu Akteuren entlang der gesamten Kaffeelieferkette.

Vollständige Marktanalyse

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