Thailand ist mit 327.995 Tonnen wieder Malaysias größter Reislieferant
Thailand lieferte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 327.995 Tonnen Reis nach Malaysia und deckte damit rund 46 % der Einfuhren. Für das Gesamtjahr halten thailändische Behörden mehr als 700.000 Tonnen für möglich, den höchsten Stand seit über 20 Jahren.
Thailändischer Reis erreicht 46 % der Halbjahresimporte
Thailand ist wieder Malaysias größter Reislieferant und führte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 327.995 Tonnen aus. Das entsprach rund 46 % der malaysischen Reisimporte von insgesamt 710.656 Tonnen in diesem Zeitraum, wie aus Angaben des thailändischen Außenhandelsamtes hervorgeht, über die Naewna berichtete.
Vietnam folgte mit 232.416 Tonnen auf Rang zwei, vor Indien mit 62.115 Tonnen und Kambodscha mit 57.602 Tonnen. Allein in den ersten sechs Monaten lieferte Thailand mehr Reis als im gesamten Jahr 2025, als Malaysia 264.605 Tonnen aus dem Land importierte. Nach Einschätzung der thailändischen Behörden könnten die Ausfuhren nach Malaysia 2026 die Marke von 700.000 Tonnen überschreiten und damit den höchsten Jahreswert seit mehr als 20 Jahren erreichen.
Malaysia bleibt auf ausländische Lieferungen angewiesen
Die Belebung des Handels spiegelt Malaysias beträchtliches Angebotsdefizit wider. Das Land verbraucht rund 2,69 Millionen Tonnen Reis, produziert jedoch nur etwa 1,42 Millionen Tonnen im Inland und importiert ungefähr 1,46 Millionen Tonnen. Diese Zahlen wurden bei Gesprächen zwischen der thailändischen Delegation und Padiberas Nasional Berhad, kurz BERNAS, vorgelegt.
BERNAS besitzt das ausschließliche Recht zur Einfuhr von Reis nach Malaysia. Seine Einkaufsentscheidungen bestimmen daher maßgeblich den Marktzugang ausländischer Lieferanten. Eine Delegation des thailändischen Außenhandelsamtes und des Verbandes thailändischer Reisexporteure besuchte am 5. August 2026 Kuala Lumpur. Besprochen wurden die Marktlage, die Ernährungssicherheit, Malaysias Importausrichtung und die Beschaffungsaussichten für 2026. Die Delegation wurde im Auftrag von Generaldirektorin Arada Fuangtong von der stellvertretenden Generaldirektorin Chaninthorn Hrimcharoen geleitet.
Qualität und Liefertreue stützen Thailands Position
Der größte Teil der malaysischen Käufe aus Thailand entfällt auf weißen Reis. Verbraucher auf der Malaiischen Halbinsel bevorzugen Reis mit relativ fester Textur, der beim Kochen gut aufgeht, typische Eigenschaften thailändischen weißen Reises. BERNAS forderte die Lieferanten auf, diese Qualität zu halten, und bezeichnete Thailand als wichtige und verlässliche Bezugsquelle. Zudem würdigte das Unternehmen, dass thailändische Exporteure trotz der Schwankungen am Weltmarkt Vertragsmengen und Liefertermine einhalten.
Der Preis ist bei der Beschaffung durch BERNAS nicht das einzige Kriterium. Das Unternehmen berücksichtigt ebenso Qualität, Versorgungskontinuität und pünktliche Lieferung, die als Stärken thailändischer Exporteure gelten. Thailändischer Jasminreis und andere Duftreissorten besitzen weiterhin Absatzchancen bei qualitätsorientierten Verbrauchern, stehen aber im Preiswettbewerb mit Duftreis anderer Herkunft. Thailand will sowohl den Verkauf von weißem Reis als auch den Absatz höherwertiger Sorten wie Jasminreis, Riceberry und Sangyod ausweiten. An einer begleitenden Werbe- und Netzwerkveranstaltung in Kuala Lumpur nahmen mehr als 50 Vertreter malaysischer Reisunternehmen, Behörden und anderer Organisationen teil.