Thailand verhandelt mit China über weiteren staatlichen Verkauf von 60.000 Tonnen Reis
Thailand hat COFCO für weitere 60.000 Tonnen Reis im Rahmen eines Regierungsgeschäfts einen wettbewerbsfähigen Preis angeboten. Bangkok will den Abschluss vor dem Eintreffen der Haupternte erzielen und die bilateralen Käufe auf insgesamt 500.000 Tonnen ausweiten.
Bangkok legt COFCO ein Angebot vor
Thailands Außenhandelsbehörde verhandelt mit dem chinesischen Staatskonzern COFCO Corporation über den Verkauf weiterer 60.000 Tonnen Reis im Rahmen eines Regierungsgeschäfts. Generaldirektorin Arada Fuangtong erklärte, die Behörde habe ein preislich wettbewerbsfähiges Angebot eingereicht und strebe eine rasche Einigung über den Preis und die weiteren Geschäftsbedingungen an, wie Thairath und The Better berichteten.
Die geplante Partie würde an eine Lieferung von 40.000 Tonnen an COFCO im März 2026 anschließen. Diese Menge stammte aus den 280.000 Tonnen, die unter dem bisherigen Vertrag noch auszuliefern waren. Thailand hat die Zahlung dafür erhalten; anschließend meldete COFCO Interesse an weiteren 60.000 Tonnen an.
Ein vereinbarter Preis und ein Lieferplan für die neue Partie wurden bislang nicht veröffentlicht. Die Verhandlungen sind somit noch offen, wobei die thailändischen Behörden die Gespräche mit der chinesischen Regierung auf mehreren Ebenen vorantreiben.
Verkauf soll mit der Haupternte zusammenfallen
Die Außenhandelsbehörde will das Geschäft abschließen, bevor Thailands Reis aus der Haupternte gegen Jahresende schrittweise auf den Markt kommt. Arada zufolge würde ein erfolgreicher Verkauf einen Absatzkanal für die neue Ernte schaffen, überschüssiges Inlandsangebot aufnehmen und die von den Landwirten erzielten Rohreispreise stützen.
Das Ministerium erwartet zudem Unterstützung für die Ausfuhren in der Schlussphase des Jahres. Thailand hat sich ein jährliches Reisexportziel von 7 Millionen Tonnen gesetzt. Die Partie von 60.000 Tonnen entspricht weniger als 1 % davon, könnte für den Binnenmarkt wegen ihres Zusammentreffens mit dem saisonalen Angebotsanstieg aber dennoch relevant sein.
Mühlen und Exporteure erhielten durch den Abschluss einen feststehenden Abnehmer für einen Teil der bevorstehenden Ernte. Für Landwirte soll die zusätzliche Nachfrage den Rohreismarkt stärken. Die Quellen nennen weder die verhandelte Reissorte noch den Wert des geplanten Verkaufs.
Vertragserweiterung zielt auf 500.000 Tonnen
Thailand bereitet außerdem eine Änderung des bilateralen Vertrags nach einem Kabinettsbeschluss vom 5. August 2026 vor. Die Entscheidung genehmigte zusätzliche 220.000 Tonnen im Reishandel mit der chinesischen Regierung. Die Außenhandelsbehörde will die Vertragsänderung noch in diesem Jahr abschließen, damit das größere Volumen berücksichtigt werden kann.
Der ursprüngliche Vertrag umfasste 1 Million Tonnen; durch schrittweise chinesische Käufe sank die noch ausstehende Menge laut Thairath auf 280.000 Tonnen. Die Behörde drängt nun darauf, die staatlichen chinesischen Einfuhren von thailändischem Reis möglichst schnell auf insgesamt 500.000 Tonnen zu bringen. Die aktuellen Verhandlungen über 60.000 Tonnen sind Teil dieses Vorhabens, der Abschluss hängt jedoch noch von einer Einigung über Preis und Lieferbedingungen ab.