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Thailand stellt Duftkokosnüsse wegen Mengen- und Preisrisiken unter Aufsicht des Fruit Board

Thailand unterstellt Duftkokosnüsse dem Fruit Board, nachdem die Produktion im Jahr 2568 auf 731.094 Tonnen gestiegen ist und die Preise weiter schwanken. Ernteprognosen und eine koordinierte Lieferkette sollen einen Sektor stabilisieren, der 80 % seiner Produktion exportiert.

Thailand stellt Duftkokosnüsse wegen Mengen- und Preisrisiken unter Aufsicht des Fruit Board

Fruit Board übernimmt wichtige Exportkultur

Thailand hat Duftkokosnüsse unter die Aufsicht des Ausschusses für Entwicklung und Management des Obstsektors, des sogenannten Fruit Board, gestellt. Hintergrund sind die rasch wachsende Produktion und die damit verbundenen Risiken von Überangebot und Preisschwankungen. Nach Angaben von Bangkok Biz News billigte das Gremium die Aufnahme bei seiner Sitzung 2/2569 und verlangte die Einsetzung einer Arbeitsgruppe, die die Stabilität der gesamten Lieferkette untersuchen soll.

Die Entscheidung betrifft eine der fünf wichtigsten Obstkulturen Thailands und ein hochwertiges Exportprodukt. Laut Bangkok Biz News werden Duftkokosnüsse auf 234.745 Rai angebaut; davon stehen 188.430 Rai im Ertrag. Der Sektor umfasst 15.816 landwirtschaftliche Haushalte. Mehr als zwei Drittel der ertragsfähigen Fläche liegen in vier Provinzen: Ratchaburi, Samut Sakhon, Nakhon Pathom und Samut Songkhram.

Rekordangebot erhöht den Bedarf an präzisen Prognosen

Thailand produzierte im Jahr 2568 insgesamt 731.094 Tonnen Duftkokosnüsse und damit mehr als in den Vorjahren. Rund 80 % der Menge wurden wegen des besonderen Geschmacks und Aromas sowie der starken Auslandsnachfrage exportiert. Die Ausfuhr frischer Kokosnüsse erreichte einen Wert von 6,462 Milliarden Baht. Damit ist die Kultur für Landwirte, Verarbeiter, Exporteure und die gesamte Agrarwirtschaft von erheblicher Bedeutung.

Die steigenden Mengen erschweren zugleich die Marktsteuerung. Anjali Suwajittanon, Generaldirektorin der Abteilung für landwirtschaftliche Beratung, erklärte, das schnelle Produktionswachstum und veränderte Erzeugungs- und Vermarktungspraktiken hätten zu anhaltenden Preisschwankungen beigetragen. In einem räumlich konzentrierten und eng vernetzten Sektor können höhere Erntemengen den Markt rasch belasten, wenn Verarbeitungskapazität oder Exportnachfrage nicht Schritt halten.

Beamte werden für das Management der gesamten Kette geschult

Die Abteilung für landwirtschaftliche Beratung hat ein Schulungsprojekt für die mit Duftkokosnüssen befassten Mitarbeiter gestartet. Das Programm verfolgt zwei Ziele: die Vorbereitung auf die Arbeit innerhalb des Fruit-Board-Rahmens sowie den Aufbau systematischer Planung, Wissensaustauschs und regionaler Netzwerke. Die Fachkräfte sollen Produktionsdaten verwalten, die Lage bewerten und Erntemengen im Voraus prognostizieren.

Die Regierung betrachtet die Genauigkeit dieser Prognosen als wichtigstes Instrument für die Vermarktungsplanung und für Maßnahmen, bevor ein Überangebot entsteht. Außendienstmitarbeiter sollen künftig nicht mehr nur allgemeine Anbauberatung leisten, sondern die Ware entlang der gesamten Lieferkette begleiten. Beteiligt sind die Abteilung für landwirtschaftliche Beratung, die Landwirtschaftsbehörde, das Amt für Agrarökonomie und weitere Partner. Im Mittelpunkt stehen zunächst Informationen und Koordination; Produktionsquoten, ein Ankaufprogramm oder Exportziele wurden nicht angekündigt. Für die Marktteilnehmer hängt der Erfolg davon ab, ob Prognosen früh und präzise genug vorliegen, um Ernte, Verarbeitungskapazitäten und Verkäufe zu planen.

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