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Thailand fördert Solardächer mit 50.000 Baht je Haushalt – erste Phase zielt auf bis zu 1,5 Millionen Haushalte

Thailands Markt für Solardächer hat deutlich an Fahrt aufgenommen, nachdem die Regierung von Anutin Charnvirakul ein Förderprogramm mit 50.000 Baht je Haushalt vorangetrieben hat, berichtet Matichon. Die erste Phase zielt auf 1 bis 1,5 Millionen Haushalte, was 50 bis 75 Milliarden Baht an direkter Förderung entspricht. Der feste Zuschuss je Dach verschärft den Preiswettbewerb zwischen thailändischen Anbietern und chinesischer Ausrüstung.

Thailands Markt für private Solardächer ist deutlich lebhafter geworden, nachdem die Regierung von Anutin Charnvirakul ein Programm vorangetrieben hat, das Solaranlagen auf Wohnhäusern mit 50.000 Baht je Haushalt bezuschusst. Das berichtet Matichon. Die erste Phase zielt auf 1 bis 1,5 Millionen Haushalte; die Zeitung ordnet das Vorhaben als Teil einer breiteren Veränderung dabei ein, wie thailändische Haushalte ihren Strom beziehen.

Pauschal 50.000 Baht je Haushalt

Die Förderung ist als fester Betrag je Haushalt ausgestaltet, nicht als Anteil an den Anlagenkosten. Das deckelt die Belastung des Staates je Dach und verschiebt die Restkosten auf den Hauseigentümer oder auf die Finanzierung, die der Anbieter organisieren kann. Zugleich wird der Zuschuss zur Preismarke: Die Komplettpakete werden so kalkuliert, dass sie bei oder nahe 50.000 Baht landen, denn an dieser Zahl orientieren sich die Käufer.

Die Rechnung für die erste Phase ergibt sich unmittelbar aus den von Matichon genannten Zahlen. 1 Million Haushalte zu je 50.000 Baht entsprechen 50 Milliarden Baht an Direktförderung, 1,5 Millionen Haushalte entsprechen 75 Milliarden Baht. Ein Gesamtbudget, eine Finanzierungsquelle oder ein Starttermin für die Auszahlung werden in dem Bericht nicht genannt.

Thailändische Anbieter gegen chinesische Ausrüstung

Die von Matichon in der Überschrift aufgeworfene Frage – thailändische Solardächer gegen chinesische – betrifft die Lieferseite, sobald Nachfrage dieser Größenordnung entsteht. Chinesische Hersteller dominieren das weltweite Modulangebot, und ein fester Zuschuss je Haushalt verschärft den Preiswettbewerb: Jeder beim Modul gesparte Baht steht für Wechselrichter, Montagesystem und Arbeitslohn zur Verfügung. In einem von Förderung getakteten Markt bestimmt in der Regel das günstigste zulässige Modul die Spezifikation des gesamten Pakets.

Thailändische Anbieter konkurrieren über andere Größen: Montagegeschwindigkeit, Service nach dem Verkauf, Durchsetzbarkeit der Garantie und Vertrautheit mit lokalen Genehmigungsverfahren. Im Privatkundensegment, in dem der Kunde ein einzelner Haushalt und kein Versorger ist, wiegt das schwer. Marktanteile, Modulpreise oder den Importanteil der in Thailand verkauften Paneele weist Matichon nicht aus.

Umsetzungsrisiken jenseits des Modulpreises

Ein Programm im Umfang von 1 bis 1,5 Millionen Dächern ist ein mehrjähriger Ausbau, und der Engpass verlagert sich weg von der Modulverfügbarkeit. Geschulte Montageteams, Wechselrichterlieferungen, Prüfkapazitäten und Netzanschlussgenehmigungen skalieren langsamer als Modullieferungen. Das Tempo solcher Programme wird üblicherweise von der Montagekapazität bestimmt und nicht vom Gerätenachschub; Zielvolumen und Lieferzeitplan sind daher zwei verschiedene Fragen.

Mehrere Parameter, die das kommerzielle Ergebnis bestimmen, sind in der veröffentlichten Beschreibung nicht festgelegt:

  • Starttermin und Antragsfenster;
  • Gesamtbudget und Finanzierungsquelle;
  • Zugangskriterien für teilnehmende Haushalte;
  • Mindest- und Höchstgröße der Anlage je Installation;
  • mögliche Vorgaben zum lokalen Wertschöpfungsanteil;
  • Behandlung des ins Netz eingespeisten Überschussstroms.

Solange diese Bedingungen nicht veröffentlicht sind, planen die Anbieter auf beiden Seiten der thailändisch-chinesischen Trennlinie gegen ein Zielvolumen und nicht gegen ein bestätigtes Regelwerk. Fest stehen bislang zwei Größen: 50.000 Baht je Haushalt und 1 bis 1,5 Millionen Häuser in der ersten Phase.

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