← Zurück zu den Nachrichten

Thailand prüft dreimonatige Verlängerung der Förderung für B7 und B20

Thailands Energieministerium erwägt, die Preisstützung für Biodiesel nach dem 24. September 2026 jeweils um drei Monate zu verlängern. Damit soll die Nachfrage nach heimischem Palmöl gesichert werden, ohne Kraftstoffpreise und Transportkosten übermäßig zu belasten.

Thailand prüft dreimonatige Verlängerung der Förderung für B7 und B20

Kurzfristige Verlängerung wird geprüft

Thailands Energieministerium erwägt, die Preisstützung für die Biodieselsorten B7 und B20 nach dem Auslaufen der geltenden Maßnahme am 24. September 2026 jeweils um drei Monate zu verlängern. Damit bliebe ein Instrument zur Stützung der heimischen Palmölnachfrage erhalten, während die Behörden auf Veränderungen bei Rohstoff- und Energiepreisen reagieren könnten.

Manat Phuttharat, Präsident des thailändischen Verbands der Ölpalmenbauern und Mitglied des Unterausschusses für den Ausgleich des Palmölmarktes, sagte Thansettakij, die zuständigen Stellen hätten das weitere Vorgehen nach dem Ende der Förderung gemäß der Übergangsbestimmung von Paragraf 55 erörtert. Ein hochrangiger Vertreter des Energieministeriums habe signalisiert, dass aufeinanderfolgende Verlängerungen um drei Monate die wahrscheinlichste Lösung seien.

Für diesen Ansatz wäre keine Gesetzesänderung nötig, da er laut Thansettakij als interne politische Entscheidung des Energieministeriums umgesetzt werden könnte. Jede Verlängerung müsste dennoch dem Ausschuss für die Verwaltung der Energiepolitik zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt werden.

B7 und B20 bleiben Absatzkanäle für Palmöl

Nach Angaben von Manat gibt es trotz des geplanten Auslaufens der Förderung derzeit keinen Vorschlag, die Produktion von B7 oder B20 einzustellen. Beide Mischungen nehmen weiterhin in Thailand erzeugtes Palmöl auf und tragen zum Gleichgewicht der gesamten heimischen Ölpalmenindustrie bei.

B7 enthält einen geringeren Biodieselanteil als B20, doch beide Sorten verbinden den Kraftstoffmarkt mit der Nachfrage nach palmölbasierten Rohstoffen. Ihre weitere Produktion ist deshalb für Ölpalmenbauern, Verarbeiter und Kraftstoffanbieter relevant. Eine fortgesetzte Förderung könnte einen abrupten Rückgang dieses inländischen Verbrauchskanals verhindern.

Manat betonte allerdings, dass die Verlängerung noch nicht sicher sei. Eine formelle Entscheidung steht aus, und höhere Palmölpreise würden die Produktionskosten von Biodiesel steigen lassen. Daraus entsteht ein unmittelbarer Zielkonflikt: Höhere Rohstoffpreise können den Bauern helfen, erhöhen aber den Förderbedarf, wenn steigende Kraftstoffkosten nicht an Verbraucher und Transportunternehmen weitergegeben werden sollen.

Dreimonatige Prüfungen schaffen Flexibilität

Eine Überprüfung im Dreimonatsrhythmus würde es der Regierung ermöglichen, die Maßnahme an die Marktentwicklung anzupassen, ohne sich langfristig festzulegen. Nach Einschätzung von Manat könnte dieses Modell die Folgen schwankender Rohstoffpreise für die Palmölbranche dämpfen und zugleich den Anstieg der Energiekosten begrenzen.

Die Entscheidung muss unterschiedliche Interessen ausgleichen. Ölpalmenbauern benötigen ausreichende Nachfrage und tragfähige Erzeugerpreise. Biodieselhersteller müssen bei teurerem Palmöl höhere Einsatzkosten tragen. Kraftstoffverbraucher und die Transportbranche reagieren wiederum empfindlich auf steigende dieselbezogene Ausgaben und den daraus entstehenden Druck auf die Lebenshaltungskosten.

Der Ausschuss für die Verwaltung der Energiepolitik wird letztlich für jeden Dreimonatszeitraum über die Fortsetzung entscheiden. Bis zum Abschluss der Prüfung läuft die Produktion von B7 und B20 weiter, doch der finanzielle Rahmen nach dem 24. September 2026 ist nicht garantiert. Für Bauern, Verarbeiter und Kraftstoffunternehmen bestimmt der Zeitpunkt der Entscheidung die Planung von Einkauf, Produktion und Preisen.

Vollständige Marktanalyse

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Inhalte bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Durch Klicken auf "Alle akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einstellungen verwalten oder mehr erfahren in unserer Datenschutzrichtlinie.