Thailand peilt 2026 eine Million Tonnen Durian-Exporte an
Thailands Außenhandelsförderung will 2026 eine Million Tonnen Durian exportieren, während die heimische Erzeugung um 33 % auf rund 2,07 Millionen Tonnen steigen soll. Für frisches und verarbeitetes Obst gilt ein Exportziel von 332,5 Milliarden Baht; China bleibt der wichtigste Durianmarkt.
Durianernte soll um 33 % steigen
Thailand bereitet sich darauf vor, 2026 eine Million Tonnen Durian zu exportieren, um Käufer für die größere heimische Ernte zu finden und den Absatz jenseits etablierter Märkte auszubauen. Das Department of International Trade Promotion (DITP) erwartet laut Post Today eine landesweite Produktion von rund 2,07 Millionen Tonnen, 33 % mehr als zuvor.
China bleibt der wichtigste Markt für thailändische Durian. Das DITP plant Geschäftsanbahnungen und Kampagnen in 11 chinesischen Städten: Yinchuan, Yuxi, Urumqi, Nanchang, Baise, Liuzhou, Changsha, Shantou, Hangzhou, Zhengzhou und Dalian. Damit sollen Städte mit wachsender Kaufkraft erschlossen und die Abhängigkeit von wenigen großen Metropolen verringert werden.
Die Durianoffensive ist Teil eines breiteren Ziels, 2026 frisches und verarbeitetes Obst im Wert von 332,5 Milliarden Baht zu exportieren. Das DITP bezeichnete dies als Wachstum von 5 % gegenüber 2025. Post Today meldete zugleich für 2025 insgesamt 4,44 Millionen Tonnen frische und verarbeitete Früchte im Wert von rund 294,13 Milliarden Baht. Davon entfielen 2,08 Millionen Tonnen und 171,21 Milliarden Baht auf frisches Obst. An anderer Stelle nennt der Bericht für frisches Obst 2025 einen Exportwert von rund 192,5 Milliarden Baht.
Grenzlogistik und Vorabverkäufe
Die DITP-Strategie verbindet Verhandlungen über Vorabkäufe, Geschäftsanbahnungen, Auslandswerbung und Logistikmaßnahmen. Aktivitäten mit Partnern in China, Taiwan, Japan, Vietnam und den Vereinigten Arabischen Emiraten erzeugten laut Post Today ein Handelsvolumen von mehr als 3,12 Milliarden Baht.
Die Behörden arbeiten an längeren Öffnungszeiten wichtiger Grenzübergänge in Vietnam und China. Dadurch sollen Staus während der Exportsaison vermieden und Lieferungen nach Südchina beschleunigt werden. Eine thailändische Delegation prüfte die Route über den internationalen Grenzübergang Huu Nghi in Vietnam und erörterte Zoll- und Transportabläufe auf dem Korridor Huu Nghi–Youyi Guan, einem wichtigen Zugang für thailändische Waren nach China.
Für Exporteure wird die Grenzkapazität besonders wichtig, sobald die größere Durianernte auf den Markt kommt. Verzögerungen verkürzen das Verkaufsfenster für Frischware und erhöhen den Preisdruck. Längere Öffnungszeiten könnten dagegen die Ankunft der Lastwagen besser verteilen und chinesischen Importeuren verlässlichere Lieferungen ermöglichen.
Werbung wird über China hinaus ausgeweitet
Das DITP veranstaltet die Kampagne Thai Tropical Fruits Golden Months in sieben chinesischen Großstädten: Shanghai, Xiamen, Nanning, Chengdu, Qingdao, Guangzhou und Kunming. Hinzu kommen Verkaufsaktionen im Handel, Wirtschaftsdelegationen, Messen und chinesische Live-Commerce-Kampagnen mit Meinungsführern. Thailand will sein Obst außerdem über Einzelhändler in Südkorea, Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie über Thaitrade.com und TOPTHAI vermarkten.
Die Strategie umfasst Durian, Mangostan, Longan, Duftkokosnuss, Mango und verarbeitetes Obst unter der Identität „Thailand: The Land of Tropical Fruits“. Von Post Today zitierte Daten zeigen für April Exportzuwächse von 109,5 % bei Durian, 92,8 % bei Rambutan und 70,0 % bei Litschi. Angesichts steigender Produktion und schärferen globalen Wettbewerbs soll das Programm größere Mengen absetzen und thailändisches Obst höher positionieren, statt lediglich saisonale Überschüsse zu räumen.