Thailand startet Handelsoffensive für höhere Maniokstärke-Exporte in die USA
Thailands Außenhandelsbehörde entsendet vom 15. bis 17. Juli 2026 eine Regierungsdelegation nach Chicago, um US-Käufer von Maniokstärke zu gewinnen. Die Offensive stützt sich auf eine Zollbefreiung nach Anhang A der US-Section-301-Maßnahmen sowie auf das Non-GMO- und glutenfreie Profil des Produkts.
Thailand wirbt bei US-Käufern für Maniokstärke
Thailands Handelsministerium verstärkt seine Bemühungen, die Exporte von Maniokstärke in die USA auszubauen, und entsendet eine von der Regierung geführte Handelsdelegation nach Chicago, um eine Zollbefreiung in neue Aufträge umzuwandeln. Die Außenhandelsbehörde (DFT) erklärte, die Mission werde vom 15. bis 17. Juli 2026 Chicago im Bundesstaat Illinois besuchen und dabei die Lebensmittel- und Getränkeindustrie im US-Mittleren Westen ins Visier nehmen.
Laut tnews.co.th, Nation TV und Naewna setzt sich die Delegation aus Beamten des Handelsministeriums und thailändischen Fachleuten für Maniokstärke zusammen. Arada Fuangthong, Generaldirektorin der DFT, sagte, die Reise solle amerikanische Käufer von der Sicherheit der Lieferketten überzeugen und thailändische Maniokstärke in höherwertige industrielle Lieferketten der USA bringen. Die Mission folgt der Politik der Marktdiversifizierung von Vizepremierministerin und Handelsministerin Supajee Sutthamphan, die den Erhalt bestehender Märkte mit der Erschließung neuer Märkte in Nordamerika verbindet.
Zollbefreiung als Grundlage der Offensive
Das zentrale Argument ist ein Wettbewerbsvorteil bei den Zöllen. Die DFT erklärte, thailändische Maniokstärke sei nach Anhang A der US-Section-301-Maßnahmen von Zöllen befreit, und stellte dies als Beleg dafür dar, dass die US-Industrie den thailändischen Rohstoff für die heimische Produktion schätzt. Die Behörden bezeichneten die Befreiung als dauerhaften Vorteil gegenüber Wettbewerbern im Ringen um die Nachfrage US-amerikanischer Lebensmittel- und Getränkehersteller.
Über den Preis hinaus vermarktet die DFT das Produkt über die Qualität. Sie beschrieb thailändische Maniokstärke als hochwertigen, sicheren Rohstoff, der Non-GMO und glutenfrei ist und der US-Nachfrage nach Clean-Label-Zutaten entspricht. Diese Eigenschaften passten, so die Behörden, zu den aktuellen globalen Konsumtrends und den Anforderungen amerikanischer Hersteller.
Treffen und Marktstrategie
In Chicago will die thailändische Delegation die Illinois Economic Development Corporation (Illinois EDC) und das Chicagoland Food and Beverage Network (CFBN) treffen, die beide als wichtige Träger der Wirtschaft des Mittleren Westens gelten und Unternehmen bei der Suche nach Handelschancen im Ausland unterstützen. Die Gruppe wird zudem Gespräche mit einem großen Maniokstärke-Importeur führen, der zugleich produziert und an nachgelagerte US-Industrien vertreibt.
Die DFT geht davon aus, dass der Besuch die Marktkanäle für thailändische Exporteure erweitert, Thailands Rolle als stabile Rohstoffquelle in US-Lieferketten stärkt und das Risiko der Abhängigkeit von einem einzigen Exportmarkt verringert. Die Mission wird als Schritt zur langfristigen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der thailändischen Maniokstärke-Industrie auf dem Weltmarkt dargestellt.
Was für Händler auf dem Spiel steht
Für Importeure und Exporteure signalisiert die Mission, dass Thailand seine Position auf dem US-Markt verteidigen und ausbauen will, statt sich auf seine etablierten Käufer in Asien zu verlassen. Die Quellen nannten keine Exportmengen, Preise oder Vertragswerte; das Ergebnis der Reise wird von den Geschäftsgesprächen in Chicago abhängen. Dennoch verschafft die Kombination aus zollfreiem Zugang nach Section 301 und Clean-Label-Positionierung thailändischen Lieferanten ein konkretes Argument gegenüber US-Herstellern, die ihre Rohstoffbeschaffung abwägen.