Thailand will bei fallenden Preisen 10 Millionen reife Kokosnüsse aufnehmen
Thailand hat ein Programm über 46,6075 Millionen Baht zur Vermarktung reifer Kokosnüsse und zur Unterstützung der Erzeuger genehmigt. Vorgesehen sind 10 Millionen Früchte und die Verarbeitung von 500 Tonnen Kokosfleisch in acht wichtigen Anbauprovinzen.
Staatsmittel sollen Überschüsse abbauen
Thailands Binnenhandelsbehörde setzt nach dem Rückgang der Erzeugerpreise ein staatlich finanziertes Programm zur Aufnahme von 10 Millionen reifen Kokosnüssen um. Nach Angaben von Naewna hat die Behörde den Handelsämtern der Provinzen Mittel zugeteilt. Gemeinsam mit örtlichen Ausschüssen zur Unterstützung von Landwirten sollen sie in betroffenen Anbaugebieten Annahmestellen einrichten. Ziel ist es, überschüssige und eingelagerte Früchte aus dem Markt zu nehmen, die Preise zu stabilisieren und die Einkommen der Erzeuger zu erhöhen.
Für das Programm wurden 46,6075 Millionen Baht aus dem Fonds zur Unterstützung von Landwirten bewilligt. Davon sind 40 Millionen Baht für die Vermarktung von 10 Millionen reifen Kokosnüssen vorgesehen. Erzeuger können einen Zuschuss zu den Abwicklungskosten von bis zu vier Baht je Frucht erhalten. Zuschuss und Verkaufspreis dürfen zusammen jedoch den Referenzwert von 10 Baht für eine große reife Kokosnuss nicht überschreiten. Die Maßnahme gilt sowohl für den regulären Absatz als auch für Ware, die in die Verarbeitung geht.
Alte Bestände werden zu getrocknetem Kokosfleisch
Reife Kokosnüsse, die nach längerer Lagerung bereits keimen oder nicht mehr für den Verkauf als ganze Frucht geeignet sind, können zu getrocknetem Kokosfleisch verarbeitet werden. Die Behörde unterstützt Landwirte und Aufkäufer mit bis zu fünf Baht je Kilogramm, bei einem Zielpreis von 20 Baht je Kilogramm. Für diesen Programmteil sind 500 Tonnen und ein Budget von 2,50 Millionen Baht vorgesehen. Die Verarbeitung soll Verluste verringern und qualitativ schwächere Bestände wieder kommerziell nutzbar machen.
Das Programm umfasst Prachuap Khiri Khan, Chumphon, Surat Thani, Nakhon Si Thammarat, Samut Songkhram, Narathiwat, Pattani und Chonburi. Laut Naewna stehen diese acht Provinzen zusammen für rund 92 % der thailändischen Kokosnussproduktion. Die Förderung des Verkaufs ganzer Früchte ist auf registrierte Kokosnussbauern mit Produktion in den beteiligten Gebieten begrenzt. Am Verarbeitungsteil können Erzeuger oder Aufkäufer mit angesammelten Beständen teilnehmen.
Ankauf läuft bis Ende Oktober
Der Ankauf beginnt nach der Projektgenehmigung und läuft bis zum 31. Oktober 2026; die gesamte Programmlaufzeit reicht vom 13. August bis zum 31. Dezember 2026. Prachuap Khiri Khan sollte bei einer Sitzung am 20. August 2026 als erste Provinz über die Umsetzung beraten, weitere Provinzen sollten folgen. Die Binnenhandelsbehörde will Ankaufsmengen, Verteilung der Annahmestellen und Produktionslage vor Ort überwachen.
Ursprünglich beantragte die Behörde Mittel aus dem zentralen Ausgabenhaushalt Thailands. Weil das Zuteilungsverfahren die Unterstützung hätte verzögern können, wechselte sie zum Fonds zur Unterstützung von Landwirten. Das neue Programm folgt auf eine frühere Zusammenarbeit mit Fabriken und Sammelstellen in Prachuap Khiri Khan, Chumphon, Nakhon Si Thammarat und Surat Thani. Dabei wurden mehr als 11 Millionen Kokosnüsse aufgenommen und das ursprüngliche Ziel von rund 10 Millionen übertroffen. Die neue Maßnahme schafft einen zusätzlichen Absatzweg für marktfähige Früchte und lenkt unverkäufliche Bestände in die Herstellung von getrocknetem Kokosfleisch. Dies könnte den kurzfristigen Druck auf die Erzeugerpreise in den wichtigsten Anbaugebieten mindern.