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Thailändischer Abgeordneter legt Gesetze zu Industrieabfall und Palmöl vor

Der thailändische Abgeordnete Atavit Suwannapakdee hat zwei Gesetzentwürfe zur Entsorgung von Industrieabfällen und zur Förderung der Palmölbranche eingebracht. Sie flankieren ein Kreditprogramm über 400 Milliarden Baht und reagieren auf das bevorstehende Ende der Preisstützung für Biokraftstoffmischungen.

Thailändischer Abgeordneter legt Gesetze zu Industrieabfall und Palmöl vor

Zwei Gesetzentwürfe flankieren den Kreditplan

Der thailändische Abgeordnete Atavit Suwannapakdee von der United Thai Nation Party hat Entwürfe für ein Industrieabfallgesetz und ein Gesetz zur Förderung der Palmölindustrie vorgelegt. Nach Angaben von Siam Rath stehen beide Vorhaben im Zusammenhang mit einer von seiner Partei unterstützten Notverordnung zur Aufnahme von 400 Milliarden Baht.

Bei einem Auftritt im Parlament am 26. August 2026 erklärte Atavit, dass 200 Milliarden Baht davon für den technologischen Wandel vorgesehen seien. Abgeordnete hätten zugleich gefragt, welche Behörden praktisch für die daraus entstehenden Abfälle zuständig sein sollen. Dazu zählen ausgediente Elektrofahrzeuge, gebrauchte Batterien und elektronische Leiterplatten.

Atavit zufolge müssen die Regeln stehen, bevor öffentliche Mittel in neue Technologien fließen. Ohne ein festgelegtes System für ausrangierte Geräte und Bauteile könnten Investitionen in die Modernisierung der Wirtschaft ungelöste Entsorgungs-, Umwelt- und Verwaltungsprobleme hinterlassen.

Industrieabfallgesetz erfasst Elektronikschrott

Der Entwurf des Industrieabfallgesetzes wurde bereits beim Repräsentantenhaus eingereicht. Laut Siam Rath handelt es sich um Thailands ersten Gesetzesvorschlag, der sich gezielt mit Industrie- und Elektronikabfällen befasst. Seine 143 Paragrafen wurden über mehrere hundert Stunden ausgearbeitet und sollen als Modell für eine systematische Abfallverwaltung dienen.

Die Bedeutung reicht über herkömmliche Fabrikrückstände hinaus. Mit dem Technologiewechsel werden Karosserien von Elektrofahrzeugen, Batterien und elektronische Baugruppen zu einer größeren Entsorgungsaufgabe. Ein eigenes Gesetz könnte die Aufsicht klären und Unternehmen im Transformationsprogramm verlässlichere Vorgaben für ausgediente Anlagen geben. Der Bericht nennt allerdings weder einzelne zuständige Behörden noch die Befolgungskosten für Unternehmen.

Palmölbranche nähert sich der Biokraftstoff-Frist

Am selben Tag reichte Atavit das Gesetz zur Förderung der Palmölindustrie ein. Es reagiert auf Sorgen über Kraftstoff- und Agrarpreise vor einer Änderung der Regeln des thailändischen Oil Fuel Fund. Siam Rath berichtet, dass der Fonds ab dem 24. September 2026 keine Preise für Kraftstoffe mit Biokomponenten mehr ausgleichen darf.

Die Änderung trifft unmittelbar B7-Diesel, dessen Preis dann nicht mehr durch den Fonds gestützt werden kann. Auch Ölpalmenbauern sind gefährdet, weil mehr als ein Drittel der Palmproduktion als Biokraftstoffkomponente verwendet wird. Eine schwächere Nachfrage aus der Kraftstoffbeimischung könnte auf die Preise für frische Fruchtbündel und rohes Palmöl durchschlagen und Bauern, Mühlen, Raffinerien sowie Kraftstoffanbieter treffen.

Der Palmölentwurf orientiert sich am Amt für Zuckerrohr und Zucker unter dem Industrieministerium. Bauern sollen weiterhin frische Palmfrüchte verkaufen, zusätzlich aber an Gewinnen aus Produkten aus rohem Palmöl, kurz CPO, beteiligt werden. Atavit bezeichnete ihn als ersten Gesetzentwurf des Landes, der Palmölpreise und Erzeugervorteile auf diese Weise regeln soll. Er forderte die Regierung auf, beide Vorlagen zusammen mit der Kreditverordnung zu prüfen, damit Regeln für Abfälle und landwirtschaftliche Erlöse den Technologieinvestitionen und dem Umbau der Biokraftstoffförderung folgen.

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